Kapitel 1

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Ihr Wecker klingelte, wie fast jeden Morgen, um 8 Uhr. Sie streckte ihre Gliedmaßen in alle Richtungen, bevor sich ihre Hand langsam zu ihrem Nachttisch neben ihrem Bett bewegte, um dem elenden Klingeln ein Ende zu geben. Eigentlich würde sie viel lieber hier in ihrem Bett liegen bleiben, umgeben von ihrer Decke und den leichten Sonnenstrahlen, die durch das Fenster schienen. Aber leider hat sie gestern ihrem Chef gesagt, sie würde heute für eine kranke Arbeitskollegin einspringen.

Also stieg sie aus ihrem Bett, tapste mit ihren nackten Füßen Richtung Küche, um die Kaffeemaschine anzumachen und zwei Toast in den Toaster zu werfen. Mit der Tasse in der einen und dem Teller in der anderen Hand ging sie hinüber zu ihrem Balkon. Nichts war besser als an einem warmen Frühlingsmorgen auf dem kleinen Balkon ihrer Wohnung zu sitzen, den hektischen Verkehr und die Menschen unter ihr zu beobachten und die Sonnenstrahlen auf ihrer Haut zu spüren.

Sie tat das öfter. Einfach mal abschalten, nichts tun, nicht einmal wirklich denken. Einfach da sitzen und den Moment genießen, ihren Moment, alleine.

Nachdem sie fertig gegessen hatte und zu ihrem Bedauern auch in ihrer Tasse bereits den Boden sehen konnte, brachte sie alles wieder zurück in die Küche und schnappte sich ihre Kleidung aus ihrem Zimmer, um direkt danach unter der Dusche im Badezimmer zu verschwinden.
Groß fertig machen musste sie sich nicht, es war schließlich nur ihre Arbeit. Angezogen machte sie sich einen schnellen Zopf, gab ihren Augen einen leichten Eyelinerstrich, nichts übertriebenes, nur damit sie sich etwas lebendiger fühlte, und verließ daraufhin mit Schuhen und Jacke ihre Wohnung.

Zu ihrem Glück war der Laden, in dem sie arbeitete, nur wenige Minuten zu Fuß weg, sodass sie weder auf den Bus, noch auf ein Auto angewiesen war und vor der Arbeit noch etwas ihre Umgebung beobachten konnte.

Sie lebte erst ein paar Monate in der Stadt, es fühlte sich aber bereits an wie ein paar Jahre. Von ihren Nachbarn wurde sie freundlich am Tag ihres Einzugs begrüßt. Es war ein etwas älteres Ehepaar und sie waren glücklich, eine so nette neue Nachbarin zu bekommen, dass sie sie am selben Abend noch zu sich zum Essen eingeladen haben. ,,Du musst bestimmt kaputt sein von so einem anstrengenden Tag'', meinten beide, stellten ihr einen Teller vor ihre Nase und fragten sie nach ihrem Leben aus, bedacht, nicht aufdringlich zu wirken. ,,Du kannst jederzeit bei uns vorbei schauen, egal was ist, wir sind froh über jeden Besuch'', sagten sie zum Abschied und gaben ihr eine Umarmung.

Sie schwelgte so sehr in ihren Gedanken, dass sie nicht einmal bemerkte, wie sie bereits vor dem Einkaufsladen stand. Hinten im Aufenthaltsraum angekommen, begrüßte sie die dort sitzenden Menschen, schaute sich ihren Plan für die nächste Woche an und machte sich auf den Weg zur Kasse.

Ihr Job war leicht. An der Kasse sitzen, wenn es gerade leer war, helfen die Ware einzuräumen, Kunden helfen und immer freundlich lächeln. Sie war wirklich froh über diesen Job, sonst würde sie es kaum schaffen, ihre Wohnung zu bezahlen. Und es war die perfekte Gelegenheit, ihren Kopf freizubekommen. Das war ihr Ziel nach dem Abschluss, wegziehen und darüber nachdenken, was sie überhaupt möchte im Leben. Studieren? Eine Ausbildung anfangen? Oder doch reich heiraten, Kinder bekommen und zuhause den Haushalt schmeißen? Sie schmunzelte.

,,Worüber denkst du nach?'', fragte ihre Arbeitskollegin eine Kasse vor ihr. ,,Ach, nicht so wichtig'', sie schaute sich im Bereich vor der Kasse um ,,Willst du helfen oder soll ich?'', fragte sie und ihre Frage wurde mit einer Handbewegung beantwortet. ,,Geh du ruhig, du hast jüngere Knochen als ich.''

Ihre Beine brachten sie ins Lager, wo sie weniger Ware vorfand als gedacht. Wahrscheinlich war noch keine neue Ware geliefert. Sie schnappte sich einen der Rollwagen und schob ihn in die Tiernahrungsabteilung.

Neben dem Einräumen wurde sie ab und zu zur Kasse gerufen, weil es voll wurde, schaffte vor ihrer Pause aber den gesamten Rollwagen zu bearbeiten. Im Lager holte sie ihre Zigarettenschachtel aus ihrer Jackentasche, steckte sich eine zwischen die Lippen und zündete sie an. Mit der Zigarette in der einen Hand holte sie mit der anderen ihr Handy aus der Hosentasche.

1 neue Nachricht.

,,Megan, wir müssen heute Abend unbedingt was machen. Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen und heute muss ich mir echt die Kante geben, Uni stresst mich viel zu sehr''

Sie lächelte der Nachricht entgegen. Megan und ihre beste Freundin hatten sich gerade letztes Wochenende gesehen, als Milas Freund Schluss gemacht hat und Megan mit einem Haufen Schokolade zu ihr gekommen ist, um sich die Schulter vollheulen zu lassen.

Ein letzter Zug und die Zigarette landete im Aschenbecher. Ihre Pause war vorbei. Jetzt, wo sie Pläne für den Abend hatte, ging die Zeit sogar relativ schnell vorbei. Es waren nicht viele Kunden da, obwohl es Samstag Mittag war, was aber an dem schönen Wetter draußen lag, und somit schaffte Megan sogar ziemlich viele Rollwagen zu bearbeiten und Ware in den Regalen aufzufüllen. Zu ihrem eigenen Glück durfte sie sogar früher gehen.

Auf dem Rückweg zu ihrer Wohnung rief sie Mila an, damit diese sich schonmal auf den Weg machte und die beiden sich zusammen fertig machen konnten. Genau wussten sie nicht, wohin sie heute Abend gehen wollte, aber das erschließt sich meist 5 Minuten, bevor sie überhaupt losgehen.

Da sie bereits heute morgen geduscht hatte und nicht viel geschwitzt hatte, erfrischte Megan ihr Gesicht nur kurz mit etwas kaltem Wasser und kämmte sich ihre Haare, welche gerade so über ihren Schultern lagen.

Als es klingelte, rannte sie zur Tür und sprang der Person davor in die Arme, sodass beide fast hinfielen. Ihr Lachen ertönte im ganzen Treppenhaus. Sie waren sogar so laut, dass sie die Tür gegenüber öffnete und die ältere Dame mit besorgtem Blick raus schaute. ,,Ach du bist es nur Mila. Ich hab mich schon gewundert, wer hier draußen so einen Lärm macht.'' Megan gab einen entschuldigten Blick zurück. ,,Geht ihr heute Abend noch aus? Ach wie schön. In eurem Alter muss man jede Gelegenheit nutzen und die Zeit mit Freunden genießen. Ich weiß noch, wie das früher bei mir war'', sagte die Dame und schaute verloren durch den Flur, ganz in ihren eigenen Gedanken an die Zeit früher.

Ein Mann hinter ihr räusperte sich. ,,Lili, nun lass die beiden in Ruhe. Ich glaube, sie haben was besseres zu tun, als sich alte Geschichten von dir anzuhören'', er zwinkerte die beiden jüngeren an, bevor er leicht von seiner Frau angestupst wurde.

Mila und Megan redeten noch ein wenig mit dem Paar, bevor sie hinter ihrer Tür verschwanden und anfingen, sich fertig zu machen. Mila hatte sich größtenteils bei sich schon fertig gemacht, wollte aber ihr Make-up noch etwas richten, weswegen sie auch diejenige war, die ein passendes Outfit für ihre Freundin raus suchte. Ihre Wahl fiel auf eine blaue, zerrissene Jeans, ein Crop-Top und dazu eine kurze Jacke.

,,Damit solltest du keine Probleme haben, von irgendwem die Nummer zu bekommen.'' Megan gab ihr Bestes beim auftragen von ihrem Mascara nicht zu sehr zu lachen. Es war nicht ihr Ziel, die Nummer von irgendeiner Person zu bekommen. Sie wollte für ihre beste Freundin da sein und gemeinsam ihren Liebeskummer in Alkohol ertrinken und Mila den nächsten Typen angeln, damit sie ihren Ex-Freund schnell vergisst.

Beide tranken ihren 3. Jägermeister-Shot und Megan verkündete, dass sie nun auch endlich fertig war. Ein letzter Blick in den Spiegel, alles nochmal zurecht ziehen und sie verließen die Wohnung.
Sie waren auf dem Weg zu einem der bekanntesten Clubs der Stadt, wo, was ein Zufall, einer ihrer Freunde heute Türsteher war. Vor dem Club angekommen, gingen sie mit hohem Kinn an der langen Schlange von Leuten vorbei zum Eingang, begrüßten ihren Freund kurz mit einer Umarmung und gingen hinein mit den Rufen der Leute hinter ihnen.

Die laute Musik stieg in Megans Ohren und sie merkte, wie sie das Gefühl vermisst hatte. Sie mochte es, Zeit alleine zu verbringen, aber ab und zu in einen Club zu gehen, ihren Körper von lauter Musik, schwitzenden Menschen und Alkohol umgeben zu lassen tat ihr gut und nahm ein wenig den Stress von ihren Schultern, entscheiden zu müssen, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte.

Sie schaute über die Menschenmasse. Jeder tanzte mit jedem, alle waren zufrieden und niemand machte sich Sorgen, was jemand über sie dachte. In diesem Moment waren sie frei.

Mila nahm Megans Hand und zerrte sie zur Bar hinüber, wo sie den beiden jeweils einen Vodka mit O-Saft bestellte. ,,Auf einen guten und hoffentlich erfolgreichen Abend'', schrie Mila über die Musik hinweg und stieß mit Megan an. Beide brauchten nicht lange bis sie ihre Gläser geleert hatte um auf die Tanzfläche zu stürmen.

Sie quetschten sich durch die Körper bis zur Mitte der Tanzfläche, schauten sich kurz an und lachten. Sie liesen die Musik die Kontrolle über ihre Körper nehmen und tanzten, als gäbe es kein Morgen mehr. Als die ersten Töne des nächsten Songs ertönten, wussten die beiden, was zu tun war. Sie kamen sich näher, so dass kein Blattpapier mehr zwischen sie passte, ihre Hüften bewegten sich gegeneinander und sie spürten die Blicke der anderen auf sich ziehen. Zwar waren alle um sie herum am tanzen, jedoch huschte immer wieder ein Blick auf die Bewegungen der beiden Frauen.

Wie ihre Hände den Körper der jeweils anderen berührte, sie die Blicke nicht von einander liesen und niemand genau wusste, was gerade passierte. Die Jungs und Männer um sie herum wünschten sie könnten eine der beiden sein, den Körper einer der Frauen anfassen wie es die Freundin gerade tat und die Mädchen und Frauen warfen ihnen neidische Blicke entgegen. Sie hatten die komplette Aufmerksamkeit des ganzen Gebäudes auf sich gezogen. Der Abend war bereits jetzt ein voller Erfolg.

Nach einem weiteren Song, nur um wieder runterzukommen, gingen sie lachend zurück zur Bar und bestellten sich das nächste Getränk. ,,Die gehen auf mich'', sagte eine Stimme neben Megan, gerade als sie bezahlen wollte. Eine Hand reichte dem Barkeeper einen Schein. Sie drehte sich um und blickte in ein paar braune Augen, soweit sie es durch das wenige Licht erkennen konnte, und was aussah wie blau. Beide Gesichter hatten ein leichtes Lächeln aufgesetzt und warteten erwartungsvoll auf eine Antwort von den beiden Damen.

,,Dankeschön, sehr freundlich'', sagte Mila. Megan schaute sie etwas verwirrt an.

,,Was ihr da auf der Tanzfläche abgeliefert habt war von einer ganz anderen Welt'', sagten die braunen Augen und wanderten neben Mila, während die blauen stumm neben Megan blieben.

Mila und ihr Typ unterhielten sich, gingen ab und zu auf die Tanzfläche und sie lies sich von ihm den ein oder anderen Drink ausgeben. Genau das brauchte sie jetzt. Deswegen nahm es ihr Megan auch nicht übel. Der blauäugige neben ihr stand neben ihr, schaute durch die Gegend und fragte ab und zu ob sie noch etwas trinken wollte, bezahlte ihre Getränke aber selbst.

,,Ist dein Kumpel immer so...direkt?'', fragte Megan, als sie Mila mit dem braunäugigen in weiter ferne rummachen sah. ,,Leider gottes ja, ich weiß auch nicht warum ich immer mitkomme wenn ich am Ende sowieso alleine gelassen werde.'' Er zuckte mit den Schultern. Süß war er ja, dachte sich Megan.

,,Wie heißt du eigentlich?''

,,Tim.''

,,Megan.''

Und auf einmal war es nicht mehr komisch neben einem komplett fremden Typen zu sitzen. Sie wusste seinen Namen, wie er aussieht, wenn er also etwas versuchte, konnte sie der Polizei genaue Angaben geben.

,,Willst du tanzen oder so?'', er deutet mit seinem Blick auf die Tanzfläche. Megan zögerte kurz, willigte dann aber ein und ging zusammen mit ihrer neuen Bekanntschaft zur Tanzfläche. Diesmal tanzte sie aber nicht so eng wie sie es mit Mila tat. Es war genug Platz zwischen den beiden, dass eine Person problemlos hindurch gehen konnte.

,,Da bist du, können wir noch Hause, mir ist voll schlecht'', hörte sie Mila hinter ihr, die sich mit einer Hand auf der Schulter ihrer besten Freundin versuchte abzustützen und die andere noch um ihren ,,Freund'' gelegt hatte. Megan nickte und ging zusammen mit den anderen dreien von der Tanzfläche um erst einmal nach Mila zu schauen.

Ihr ging es soweit gut, sie hat wahrscheinlich nur zu viel Alkohol getrunken und muss sich einfach nur hinlegen. Die vier gingen zusammen nach draußen, wo sie von der kalten Luft begrüßt wurden. Da Megan nicht wollte, dass die beiden Typen wissen wo sie wohnt, verabschiedeten sie sich von ihnen.

,,Warte'', sagte Tim und gab Megan einen kleinen Zettel, bevor er zusammen mit seinem Freund in die andere Richtung abhaute.

Eine zwölf-stellige Nummer und sein Name.

Megan steckte den Zettel in ihre Tasche, griff ihrer Freundin unter die Arme und versuchte die beiden heile zu ihrer Wohnung zu bringen.


,,Und, wirst du ihn anrufen?'', fragte Mila mit den Augen halb geschlossen und dem Kopf über der Kloschüssel. Megan betrachtete den Zettel in ihrer Hand.

,,Eher nicht. Dieser Abend war dazu da deinen und meinen Kopf freizubekommen, nicht, um irgendwelche Typen abzuschleppen. Außerdem such ich gerade niemanden, keinen festen Freund und keine schnelle Nummer.'' Mila nickte.


Gegen Sonntagmittag war Mila wach und verkatert. Megan war schon vor ihr wach geworden und hatte ihr eine Suppe, eine Glaswasser und eine Tablette gegen die Kopfschmerzen auf den Tisch gestellt.

,,Genau deswegen liebe ich es verkatert bei dir aufzuwachen'', sagte sie und gab ihrer Freundin eine Umarmung, zusammen mit einem kleinen Kuss auf die Wange.

Während Mila am Tisch ihre Suppe aß, lehnte Megan gegen die kleine Arbeitsfläche in der Küche und schwelgte in Erinnerungen. Die beiden kannten sich nun schon eine Ewigkeit und waren unzertrennlich. Schon von der ersten Sekunde wo sie sich in der Grundschule gesehen hatten wussten beide, diese Freundschaft würde halten. Natürlich hatten sie ihre Schwierigkeiten, sowie jede gute Freundschaft, für eine kurze Zeit waren sie auch zerstritten, aber genau in dieser Zeit wurde beiden klar, wie sehr sie die jeweils andere brauchten.

Nachdem die rothaarige mit ihrer Suppe fertig war, packte sie ihre Sachen zusammen, verabschiedete sich und verließ die Wohnung. Megan schnappte sich ihr Buch aus ihrem Zimmer und setzte sich auf den Sessel vor ihrem Balkon. Ein paar Sonnenstrahlen schaften den Weg durch die Lücken der Gebäude auf der anderen Straßenseite und praselten auf ihre Haut.

Sie versuchte zu lesen, starrte die einzelnen Buchstaben und Wörter auf den Seiten an, schaffte es aber nicht sich zu konzentrieren. Ihre Gedanken drifteten immer wieder zu den Typen von letzter Nacht.

Tim.

Zwar war es anfangs eine unangenehme Stille, soweit man es Stille nennen kann in einem Club, zwischen den beiden, aber trotzdem genoss sie seine Anwesenheit. Er war die ganze Zeit neben ihr geblieben, selbst nachdem sein Kumpel mit Mila abgehauen ist um rumzuknutschen.

Und ihr seine Nummer zu geben, ohne den Willen, dass sie ihn anruft, bewunderte sie schon fast. So sehr, dass sie den kleinen Zettel holte und sich die Zahlen zum wahrscheinlich tausendsten mal durchlas und wirklich überlegte ihn anzurufen. Oder wenigstens zu schreiben.

Aber sie wollte ihm keine falschen Hoffnungen geben. Schließlich suchte sie nach keiner Beziehung, sie musste sich erst einmal auf sich selbst konzentrieren bevor sie sich auf eine andere Person in ihrem Leben konzentrieren konnte.

Der Zettel landete auf dem kleinen Tisch neben ihr und sie versuchte sich nun wirklich auf das Buch in ihrer Hand zu fokusieren.


Montag. Ausnahmsweise konnte Megan ausschlafen, da sie erst spät arbeiten musste. Sie hatte genug Zeit etwas zu essen, sich vor ihren Fernseher zu setzen und eine Folge ihrer Lieblingsserie zu schauen und schlussendlich noch einmal schnell unter die Dusche zu hüpfen, um die Reste von Samstagabend von ihrem Körper zu bekommen.

Auf der Arbeit wurde sie von ihrer Lieblingskollegin begrüßt und da wusste Megan, dass die Spätschicht nicht komplett scheiße werden würde. Auch wenn es für einen Montag ziemlich voll war, konnte sie trotzdem im Laden ein wenig helfen, die Regal aufzufüllen und ins Lager zu sprinten und selbst außerhalb ihrer Pause eine Zigarette zu rauchen.

,,Meg, du musst bitte mit zur Kasse'', hörte sie die Stimme durch den Knopf in ihrem Ohr. Die halb aufgerauchte Zigarette zerdrückte sie im Aschenbecher, sagte ein kurzes ,,Komme.'' Und machte sich auf den Weg.

So fokusiert auf ihre Arbeit bemerkte sie nicht jeden Kunden an ihrer Kasse und war auch schon sichtlich genervt von einer alten Dame, die sich natürlich jedes gerade gekaufte Produkt anschauen musste, als eine Stimme sie aus ihrer Trance zog.

,,Wofür hab ich dir eigentlich meine Nummer gegeben, wenn du immer noch nicht angerufen hast?''

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⏰ Last updated: Jan 27, 2023 ⏰

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