Text vom 07.02.2022
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Heute ist der Tag für null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung. Viele klicken bei dem Thema schnell weiter, es ist unangenehm und passiert ja eh woanders, in Somalia oder Eritrea und die betroffenen Mädchen und Frauen sind ganz weit weg. Tatsächlich leben aber knapp 50.000 genitalverstümmelte Frauen in Deutschland, 1500-5700 Mädchen in sind hierzulande davon bedroht. Insgesamt sind ca. 5% der Frauen weltweit gentalverstümmelt. Vor allem als Frau ist die Konfrontation mit dem Thema schwer, doch die Betroffenen sind unter uns - die Frau die uns auf der Straße entgegen kommt, die Supermarktverkäuferin die unseren Einkauf scannt, das Mädchen mit dem unsere kleine Schwester spielt, selbst die Karrierefrau die sich nach ihrer Flucht aus Somalia nichts mehr vorschreiben lässt. Allerdings entkommen nicht alle Frauen dem kulturellen Druck.
"Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung. Sie verursacht unfassbare körperliche Qualen und seelisches Leid. Die Studie zeigt, dass das Thema auch bei uns in Deutschland hochaktuell ist - gerade auch vor dem Hintergrund von Flucht und Migration. Deshalb müssen wir handeln: Mit Aufklärung, Prävention und Strafverfolgung."
-Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesfrauenministerium
Es sind oft Frauen die die Verstümmelungen durchführen, nachdem sie diese Tortur selber als Kind durchmachen mussten, und wahrscheinlich nirgendwo Mitgefühl für ihren Schmerz bekommen haben entwickelten sie ein Stockholm Syndrom. Es ist perfide, denn so werden diejenigen, die einst Opfer dieser weiblichen Genitalverstümmelung wurden zu Komplizinnen gemacht, die männlichen Patriarchen die diese Tradition zu verantworten haben, müssen sich ihre Hände nicht mehr schmutzig machen. Es ist nur ein weiteres Beispiel wie Frauen gegeneinander ausgespielt werden, nicht alle machen mit, einige wenden sich auch nach ausführen dieser Praktik ab, weil sie es nicht mehr aushalten aber letztendlich verinnerlicht jede der Frauen und Mädchen das erlebte in ihrer Psyche. Neben der körperlichen Macht geben diese Verstümmelungen dem zukünftigen Ehemann auch psychologisch sehr viel Macht. Es geht nämlich darum den Mädchen die Fähigkeit zum Orgasmus zu nehmen weil sie so als rein gelten, manchmal werden sie auch zugenäht damit sie Jungfrau bis zur Ehe bleiben. Dieser missbraucht die Frauen in der Regel, nach dem ihnen als Mädchen schon früh etwas so schlimmes angetan wurde, hinterfragen diese das oft nicht mehr. Mit diesem Blogeintrag möchte ich darauf hinweisen dass das die Realität vieler Frauen ist, auch von Frauen und Mädchen in Deutschland die entweder heimlich hier verstümmelt werden oder dafür von der Familie ins alte Heimatland mitgenommen werden. In der Regel finden Genitalverstümmelungen dort in einem Zelt in der Wüste statt, die Klingen sind stumpf und nicht steril, eine Betäubung gibt es nicht, manchmal werden danach die Beine zusammen gebunden. Gesundheitliche Risiken wie Schockzustände, Infektionen, Schädigungen der Harnröhre oder des Afters, Narbenbildung, Tetanus, Blasenentzündungen, Blutvergiftung, Aids, Hepatites, schmerzhafte Neuronen, Schmerzen beim Wasserlassen und der Regelblutung, Stauung von Menstruationsblut, fehlendes Lustempfinden beim Sex, starke Depressionen und der Tod werden dafür in Kauf genommen. Frau sein bedeutet hier Schmerzen haben und aushalten. Es gibt die Möglichkeit genitalverstümmelte Frauen zu operieren - dafür müssen sie allerdings selber die Kraft aufbringen für sich einzustehen. Deshalb ist es auch hier in Deutschland wichtig darüber zu sprechen.
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Feminismus radikal gedacht
Non-Fiction"Der Feminismus steht dafür ein, dass Frauen selber entscheiden können was sie tun, ohne dafür verurteilt zu werden" Doch was ist wenn Frauen gar nicht erst die Wahl haben, sich für etwas zu entscheiden, was sie wirklich wollen? Die meisten Frauen...
