"Oh mein Gott, es ist wunderschön !", rief ich als sie aus der Kabine heraustrat. Sofort war ich aufgestanden, um sie näher zu betrachten.
"Findest du ?", lächelte sie breit und drehte sich einmal im Kreis. Sanft strich sie mit ihren Händen über den Stoff und schaute sich die einzelnen Muster im Spiegel an. Ich schaute sie von der Seite an; nahm jedes einzelne Detail wahr.
Der fein ausgearbeitete Stoff kleidete sie perfekt, er umgab sie wie eine zweite Haut. Die Verzierungen auf ihrem Dekolleté und ihrem Rücken waren traumhaft schön. Jede Frau würde sich solch ein prachtvolles Kleid wünschen. Die kleinen funkelnden Steinchen gaben dem Gewand den Rest. Sie waren fein gesetzt und ließen das Ganze noch traumhafter wirken. Es war wundervoll, und sie verdiente es aufjedenfall.
"Darling, es steht dir einfach. Du siehst so wundervoll aus, ich glaube, dass er kein Wort mehr rausbekommt wenn er dich so sieht.", schmeichelte ich ihr, aber meine Worte waren wahr. Er würde sich kaum regen können bei ihrem Antlitz.
Lächelnd schaute sie zu mir. Sie selbst konnte es kaum in Worte fassen, aber ich wusste genau, dass ihr dieses Kleid sehr gefiel. "Du hast so recht. Ich werde es kaufen, darauf gebe ich Brief und Siegel.", strahlte sie und verschwand wieder in der Kabine.
Nach drei Stunden des Rumsitzens und Beurteilens hatte sie endlich ihr Kleid gefunden. Ich freute mich für sie, da ich mir auch kein besseres für sie vorgestellt hätte. Hätte ich keinen Sekt zur Verfügung gestellt bekommen, hätte das hier wohl nicht lange überlebt. Pfeifend packte ich meine Sachen zusammen, und wartete auf meine Freundin, die sich umzuziehen schien.
An der Kasse schaute ich auf die gegenüberliegende Uhr. "Könnten wir uns beeilen ? Du musst in fünfzehn Minuten bei Lou sein und danach müssen wir das hier", ich deutete auf das Kleid, welches gerade in eine schwarze Hülle verpackt wurde," noch unbemerkt an deinem Verlobten vorbeischleusen.", drängelte ich und wippte nervös von einem Fuß auf den anderen.
Sie winkte es mit ihrer Hand ab, und bezahlte ihr Hochzeitsgewand.
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"Ich würde sie wie ein Wasserfall fallen lassen. Ich stecke das mit Nadeln hoch, damit es besser hält." Lou schaute meine Freundin durch den Spiegel an. "Könntest du dann aber noch ein oder zwei Haarsträhnen raushängen lassen? Das würde besser aussehen." Beide stimmten dem zu und Lou machte sich ans Werk.
Derweil beschäftigte ich Lux und schrieb nebenbei mit meinem Freund.
"Wann gedenkst du mit dem fertig zu werden, Lou ?", mein Blick war auf Lux fixiert, die mit ihrem Plastikpferd spielte.
"Da ich die Frisur jetzt nur schnell mache, und nicht professionell werde ich dafür fünfzehn Minuten brauchen, für das Make-Up auch so in etwa.", antwortete sie und steckte eine Haarnadel an ihre richtige Stelle.
"Wie lange brauchst du dafür morgen ?", neugierig schaute meine Freundin durch den Spiegel. Man merkte ihr an, dass sie nervös war.
"Wenn alles sitzen soll eine dreiviertel Stunde oder mehr. Morgen wird Alexa dich auch schminken, also werden wir zwei an dir arbeiten und dich fertig machen. Plane dafür einfach anderthalb Stunden ein. Wann musst du in der Kirche sein ?" Lou wirkte leicht angestrengt.
"Alles beginnt morgen um zehn Uhr.", wieder pulte sie an ihren Finger herum, weshalb ich aufstehen und ihr auf ihre Hände hauen musste. Kopf schüttelnd schaute ich sie an.
"Oh okay. Dann sei um dreiviertel sieben hier.", sagte Lou und versuchte die Haare ihrer Vorstellung nach zu befestigen. Meine Freundin nickte und beobachtete jede ihre Bewegungen durch den Spiegel.
Lux zog an meiner Jeans, damit ich wieder meine Aufmerksamkeit schenkte. "Was macht meine Mama mit der Tante da ?", fragte die Kleine und klimperte mit ihren Wimpern. Sie war zum Anbeißen süß, kein Wunder wieso ich mir Kinder wünschte. "Deine Mummy, Lux, zeigt der Tante ihren Look für morgen, weil diese morgen heiraten wird.", lächelte ich sie an und strich ihr über den Kopf.
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Seufzend schaute ich aus dem Autofenster; wie immer waren sie verdunkelt. Ich war geschafft, der Tag hatte sich doch in die Länge gezogen. Aber ich war froh, dass wir alles bekommen hatten, auch der Last-Minute-Kauf des Kleides. Doch zu ihrem Glück konnte man es nicht als solches einstufen, denn es war wundervoll.
"Oh Süße, ich bin dir so dankbar, dass heute mit mir das alles durchgestanden hast.", schwach lächelnd legte sie ihre Hand auf meine und drückte sie kurz. Ich sagte, es sei kein Problem gewesen und erwiderte das Lächeln. Kurz darauf merkte ich, wie der Wagen hielt und die Tür geöffnet wurde. "Bis morgen, ich werde morgen gleich zu Lou fahren, also musst du die Fahrt zu ihr allein überstehen.", sagte ich und stieg aus dem Auto. "Und pass auf das er dein Kleid nicht sieht, dass bringt Unglück." Ich verabschiedete mich und schloss die Autotür.
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In meiner Wohnung ließ ich mich auf meiner Couch nieder und schloss für einen kurzen Moment die Augen. "Hi Schatz.", begrüßte mich mein Freund. "Mmh", brummte ich und machte mich auf dem Sofa breit. "Du scheinst fertig zu sein.", er machte sich über mich lustig, dass spürte ich und es gefiel mir nicht. Er ließ sich auf die Couch fallen, worauf ich ihn mit einem Kissen abwarf. "Wozu war der ?", fragte er empört und stützte sich über mich. "Man Babe, ich bin einfach nur fertig. Sie kann anstrengend sein. Ich frag mich nur, wieso sie sich vorher noch keine Gedanken über ihr Hochzeitskleid gemacht hat.", seufzte ich und schaute in seine Augen. Sie glänzten wie jeden Tag, eines der Dinge, die ich so an ihm liebte.
"Oh das glaube ich dir.", lächelte er, "Aber hei, dafür ist morgen der Tag. Dann ist alles vorbei und wir können morgen dafür ausgiebig feiern.", sagte er leise und küsste mich. Lächelnd erwiderte ich und ließ die Zeit davonschweifen.
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Am nächsten Morgen stand ich verschlafen auf, in der Hoffnung den schnarchenden Jungen neben mir nicht zu wecken. Leise tapste ich in mein Bad, und spritzte mir Wasser ins Gesicht, um richtig wach zu werden. Mit beiden Händen strich ich mir meine Haare nach hinten, kurz atmete ich durch. Heute wurde es ernst. Ich hoffte, sie bekam jetzt keine kalten Füße.
Nach einer halben Stunde war ich im Bad fertig, und lief in die Küche. "Morgen." Seine raue Stimme verpasste mir Gänsehaut; für mich war dies eine Art von sexy.
Ich stellte mich hinter ihm, strich über seine nackte Brust und fühlte seine warme Haut unter meinen Fingerspitzen. "Morgen", ich küsste ihn zwischen seinen Schulterblättern. "Ich muss gleich los. Du weißt wo dein Anzug liegt, und vergesse nicht, dass eine viertel Stunde nach mir los musst.", murmelte ich gegen seine Haut während er sich seinen Kaffee kochte. Derweil lief ich hoch in das Schlafzimmer und holte mein Kleid. Unten legte es über den Stuhl. "Ich nehme nachher dein Auto wenn es dir recht ist, ich lasse es dann sowieso bei Lou stehen.", sagte ich und lehnte mich gegen die Theke.
"Ja klar", seufzte er, "du machst dir zu viel Stress, obwohl es nicht mal deine Hochzeit ist.", bemerkte er und schaute mich beruhigend an. Harry war sowieso die Ruhe in Person, ich verstand einfach nicht wieso. Vielleicht, weil er Bühnenerfahrung hatte und somit einfach beruhigt war. "Jaja.", ich küsste ihn schnell und lief aus der Haustür zum Auto. Draußen hörte man die Fans und Fotografen, die versuchten ein gutes Bild zu bekommen. Heute vorallem; heute war die Hochzeit von Zayn und Perrie.
-part two of twenty-
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something between us II h.s.
FanfictionHarry und Marie sind glücklich. Endlich hatte er sie wieder, nach langer qualvoller Zeit. Sie hatte ihm verziehen, nach endlos erscheinender Zeit. # fortsetzung von Something Great ©officialelaine
