Auf Wiedersehen Camp Half-Blood

31 0 0
                                        


Hi, mein Name ist Aria und das ist meine Geschichte. Der Name ist kurz für Ariadne, aber alle nennen mich Aria. Außerdem bin ich seit einer Woche endlich volljährig. Achja, ich bin übrigens ein sogenanntes Halbblut, das heißt meine Mutter war ein normaler, sterblicher Mensch, zumindest bevor sie starb, doch mein Vater ist Apollo, der Gott des Lichts, der Gedichte und der Heilkunst. Was ich davon habe? Ich kann gut mit Pfeil und Bogen umgehen und bin auch begabt in Heilkünsten, genau wie meine Halbgeschwister. Im Moment lebe ich im Camp Half-Blood.

,,Aria? Wo bist du", hörte ich Annabeth rufen. ,,Hier hinten!", antwortete ich. Nur ein paar Sekunden später sah ich sie um die Ecke kommen, doch sie war nicht alleine. Hinter ihr konnte ich noch Percy und zu meiner Überraschung auch Percys Halbbruder Tyson erkennen. ,,Tyson, was machst du den hier?", rief ich überrascht. ,,Als ich gehört habe, dass Aria weggehen wird, wollte ich ihr noch etwas geben.", begrüßte er mich.

Was auch noch wichtig wäre zu wissen ist, dass ich für einen wichtigen Auftrag ausgewählt wurde, bei dem ich in eine andere Welt geschickt werde und dort drei Zwerge beschützen soll. Seltsam oder? Ein großer Nachteil ist nur, dass es deswegen mein letzter Tag in dieser Welt und somit bei meinen Freunden sein wird.

,,Das wäre doch nicht nötig gewesen!", sagte ich, doch da hatte er schon einen Kugelschreiber aus der Tasche gezogen. ,,Das ist doch nicht etwa das, an was ich denke, oder?!", rief ich ungläubig. Tyson grinste nur und lachte:,,Ja, genau das ist es.". Ich nahm den Kugelschreiber entgegen, drehte die Kappe ab und keine Sekunde später hielt ich ein metallenes Schwert in der Hand. Die Klinge wurde mit wunderschönen Verzierungen bearbeitet und sah dadurch noch viel eleganter aus. ,,Hast du das etwa selber gemacht?", fragte ich immer noch erstaunt. Er nickte nur und meinte lächelnd:,,Pass aber auf, dass du es nicht verlierst. Es kommt nicht wieder zurück!". ,,Ich werde auf jeden Fall gut darauf aufpassen! Vielen, vielen Dank!", versprach ich ihm. ,,Wann musst du den zum Olymp?", fragte nun Annabeth traurig, die ich komplett ausgeblendet hatte. ,,Heute Abend, soll ich dort sein.", meinte ich seufzend. Sie sah mich traurig an und umarmte mich.

Nachdem Percy und Tyson Chiron besuchen wollten, half Annabeth mir meine Sachen zu packen. Also gingen wir in die Apollohütte, die gerade ungewöhnlich leer war. Schweigend reichte sie meine Sachen an mich weiter, zum Beispiel  Wechselklamotten, ein paar goldene Drachmen (für alle Fälle), ein paar Bücher, meine Wurfmesser, etwas Nektar und Ambrosia. Außerdem steckte ich mir noch meinen neu erhaltenen ,,Kugelschreiber" in die Jackentasche.

Während wir packten, unterhielten wir uns über dieses und jenes Neue. Zwischendurch kamen ein paar meiner Halbgeschwister vorbei um sich von mir zu verabschieden und mir viel Glück zu wünschen, was mich wunderte, da ich mit den meisten von ihnen nicht wirklich viel zu tun hatte. Ich war nie beliebt gewesen, egal ob in der Schule oder danach im Camp, in dem ich übrigens als eine der wenigen das ganze Jahr lang blieb. Die Einzigen, die mich so akzeptiert haben, wie ich bin waren Percy, Leo und Annabeth und dafür werde ich ihnen ewig dankbar sein!

Als ich gerade dabei war, mir ein paar Haargummis einzupacken, klopfte es an der Tür. ,,Herein?", rief ich und schon wurde die Tür geöffnet. ,,Da seid ihr zwei ja, ich habe euch schon gesucht! Aria, hast du fertig gepackt? Wir müssen aufbrechen.", sagte Chiron, als er eintrat. Ich seufzte und schaute ein letztes mal in den Spiegel. Ich hatte mir meine fast hüftlangen roten Haare zu einem hohen Zopf zusammengebunden, außerdem trug ich ein T-shirt mit einer dünnen Jacke und einer Jeans.

Schnell schnappte ich mir meinen gepackten Rucksack und folgte Annabeth und Chiron, die schon draußen warteten. Beide lächelten mich traurig an, was ich ebenso traurig erwiderte. Langsam schritten wir durch das Camp auf den Ausgang zu und zwischen uns herrschte eine unangenehme Stille. Auf dem Weg trafen wir auf Percy, Leo und Tyson, die mich auch begleiteten. An der Straße wartete schon der Campbus mit Argus, unserem hundertäugigem Sicherheitschef, der noch Chiron in den Bus half, der mal wieder in seinem Rollstuhl saß. In seiner normalen Gestalt hätte er wohl kaum hinein gepasst.

Bei der Fahrt nach Manhattan redeten wir über meine Mission und vor allem über die andere Welt in die ich sehr bald geschickt werden würde. ,,Ich habe in vielen Büchern über andere Welten gesucht, aber in keinem stand etwas über dieses Mittelerde, abgesehen davon, dass nirgendwo stand, wie man überhaupt in eine andere Welt reist!", überlegte Annabeth laut. Chiron meinte seufzend: ,,Ich habe auch noch nie von sowas wie einem Weltensprung gehört und ich weile nun wirklich schon lange auf dieser Welt.".,,Also kann es sein,", fragte ich langsam und ein bisschen ängstlich: ,,dass die Götter es selbst noch nie gemacht haben?".,,Wenn das so währe, können sie das doch nicht einfach machen, oder?!" ,,Doch Percy, natürlich können sie das machen, es sind Götter, aber ich glaube nicht, dass sie es machen würden, wenn sie sich nicht sicher währen, dass es klappt.", sagte Chiron überlegend. Da er zuversichtlich klang war dieses Thema offenbar beendet.

,,Ich bin gespannt, wie die andere Welt sein wird. Ich meine, ich soll Zwerge beschützen. Ob es dort noch andere Wesen geben wird?", meinte ich hoffnungsvoll auf wenigstens eine guten Sache in diesem Abenteuer. Froh, das ich mich auch an einem Gespräch beteiligte, antwortete Annabeth auf meine Aussage: ,,Ja, das ist bestimmt total interessant dort!". Ich lächelte sie dankbar an. Die restliche Fahrt über versuchte Leo uns mit ein paar Witzen aufzumuntern oder wir diskutierten darüber, was es in Mittelerde alles geben könnte und ich war glücklich über die Tatsache, etwas Ablenkung vor dem Bevorstehenden zu bekommen.

Nach einer Weile hielt der Bus vor dem Empire State Building und wir stiegen alle aus. Argus bedeutete Chiron das er hier warten würde. Ich wollte gerade ins Gebäude gehen, als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich drehte mich um und sah Tyson vor mir stehen. Ich sah ihn fragend an als er sagte: ,,Tut mir leid, aber ich gehe nicht mit hoch, ich mag keine Aufzüge. Viel Glück bei deiner Mission, ich werde dich sehr vermissen!". Ich nickte verstehend, da ich weiß, das Tyson eigentlich auf dem Meeresgrund arbeitet und somit keine Höhe und Aufzüge gewohnt ist. Er gab mir eine seiner knochenbrechenden Umarmungen. Ich sah nochmal zu Argus, der mir als Verabschiedung zunickte, was ich ihm gleichtat.

Bevor wir in das Gebäude traten, drehte ich mich nochmal um und winkte den beiden traurig zu. Ich atmete nochmal tief durch bevor ich durch die Drehtür ging.

———————————————
Sehr lange habe ich mich nicht getraut, das hochzuladen aber ich bin froh, dass ich es endlich gemacht habe.
Das Kapitel ist schon etwas älter aber ich hoffe, es hat euch trotzdem gefallen.
Ich verspreche, die Schreibweise wird besser :)
Bis bald!

Abenteuer einer anderen Welt Stories to obsess over. Discover now