Kapitel 1

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-Sara's POV-

Ihr kennt doch sicherlich alle Leon Wessel-Masannek? Woher ihr ihn kennen solltet? Naja, er hat eine nicht ganz so unbedeutende Rolle in der besten Filmreihe meiner Kindheit gespielt und ich wette ihr habt die Filme genauso geliebt wie ich. Ich spreche natürlich von Markus von Theumer dem unbezwingbaren Torwart der wilden Kerle.

Die Geschichte von Leon und mir begann allerdings lange vor dem Dreh des ersten Filmes. Als wir uns das erste mal gesehen haben war er knapp 1 Monat alt und ich war gerade geboren. Unsere Mütter waren und sind auch heute noch, die besten Freunde. So kam es auch dazu das wir direkt nebeneinander wohnten und sofort unzertrennlich wurden.

Wir haben wirklich alles zusammen gemacht und mit alles meine ich alles. Sein älterer Bruder Marlon, der in den Filmen die Rolle von Maxi spielt, hat auch oft was mit uns gemacht. Seit ich mich erinnern kann hat Leon Fußball geliebt, ehrlich gesagt war Fußball sein Leben und da wir beste Freunde waren, habe ich seine Liebe zum Fußball natürlich geteilt.

Sein Traum war es immer einmal gegen die Mannschaft des FC Bayern München zu spielen und da Marlon und ich die Vorstellung auch ganz gut fanden gründeten wir drei unsere eigene Fußballmannschaft. Vielleicht habt ihr ja schon mitbekommen, dass es die wilden Kerle wirklich gab?

Was soll ich sagen, wir drei waren der Grundstein dieser Mannschaft und somit bin ich "Vanessa". Ich heiße zwar nicht in echt Vanessa aber ihre Rolle basiert auf mir. Aber was an der Sache zwischen Leon und mir wirklich dran war, darauf komme ich an späterer Stelle. Jedenfalls sind drei Leute für eine Fußballmannschaft ein paar zu wenig und so suchten wir uns ein paar Leute zusammen und gründeten dann die Mannschaft der wilden Kerle mit Leon als Anführer. Joachim hat uns als unser Trainier damals sehr unterstützt und an späterer Stelle die Geschichte über seine Söhne geschrieben.

Aber fangen wir doch einfach mal im Kindergarten an. Als Leon und ich in den Kindergarten kamen, wurden wir in unterschiedliche Gruppen gesteckt. Wir mussten uns nun etwas ganz dummes einfallen lassen um in die selbe Gruppe zu kommen. Eines Vormittags spielten wir draußen und hörten wie sich zwei unserer Erzieher über eine Hochzeit unterhielten und so kam uns die Idee. Mitten auf dem Spielplatz stellten wir uns voreinander hin, so das jeder uns sehen konnte und damit auch jeder guckte schrie Leon so laut er konnte und fragte mich ob ich ihn heiraten will.

Damals wussten wir nicht wirklich was das bedeutet, auch von der Liebe ansich hatten wir keinen blassen Schimmer. Das einzige was wir wussten und was für uns zählte war, dass verheiratet Menschen für immer zusammen bleiben und das wollten wir auch. Am nächsten Tag fragte ich meine Mama extra ob sie mir ein Kleid rauslegen könnte und da wir Sommer hatten war das kein Problem. Leon brachte an dem Tag 2 Ringe aus Plastik mit.

Und so heirateten wir an diesem Tag im Kindergarten. Warum ich mich daran noch so genau erinnern kann? Es gibt ein Video davon...und auf diesem Video sieht man auch unseren ersten Kuss. Es war ein sehr schneller Kuss und wir sind danach direkt auf's Klo gerannt um uns den Mund abzuwaschen. Aber wir dachten halt, dass es nur so klappt. Und tatsächlich, unser Plan hatte wirklich funktioniert.

Wenn man Joachim fragt würde er allerdings sagen das es an ihm lag denn er hatte dort einige Diskussionen und probierte so, uns in eine Gruppe zu bekommen. Die Hauptsache war jedenfalls das wir wieder zusammen waren und so wurde unsere Zeit dort etwas erträglicher.

Als nächstes ging es für uns zwei dann in die Grundschule und hier wurden wir zum Glück sofort in die gleiche Klasse gesteckt, alles andere wäre auch inakzeptabel gewesen. Hier waren wir weiterhin unzertrennlich und vor allem bei allen bekannt. Würdet ihr unsere ehemaligen Klassenkameraden fragen würden sie sich wahrscheinlich heute noch an uns erinnern.

Marlon, Leon's älterer Bruder ging 2 Klassen über uns und war somit schon in der 6 Klasse als wir gerade in der 4 Klasse waren. Da man in der weiterführenden Schule auch auf ältere trifft schnappt man auch hier und da mal ein paar Sätze auf die man in dem Alter vielleicht noch nicht kennen sollte. Marlon hatte allerdings nichts besseres zutun als direkt zu seinem kleinen Bruder zu rennen und ihm davon zu berichten.

Irgendwie fanden die beiden es wäre ein grandioser Plan das ganze an mir aus zu probieren und so kam Leon eines Tages in der Schule zu mir, als ich gerade mit der halben Klasse eine Diskussion darüber führte wie genau der Text nun ging von dem Lied, welches wir kurz zuvor im Musikunterricht gesungen hatten, und sagte „Hoch das Röckchen, rein das Stöckchen."

Die meisten wussten wahrscheinlich nicht einmal was Leon da gerade gefesselt hatte aber da wir alle ein gutes Erinnerungsvermögen hatten erzählten sie es abends alle ihren Eltern welche sich direkt bei unser Klassenlehrerin beschwerten. So kam es dazu das Joachim uns mal wieder wortwörtlich aus der scheiße holen musste.

Die nächsten Jahre durchlebten wir die weiterführende Schule, standen öfter kurz vor einem Nerven Zusammenbruch und wechselten nach der 10 Klasse erneut die Schule um zur Oberstufe zu gehen. Ich kann mich an keinen Tag erinnern an dem Leon und ich jemals Streit gehabt hätten. Zwischen uns lief immer alles perfekt. Und das obwohl wir bis auf die Zeit in der wir schliefen jede einzelne Sekunde miteinander verbrachten....

Man sieht sich immer zweimal im Leben || LEON WESSEL-MASANNEK FFStories to obsess over. Discover now