Kapitel 1

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Auf dem Bild seht ihr Lyra
Als ich klein war habe ich mich gefragt was wohl das schlimmste ist was man fühlen kann, doch als ich älter wurde habe ich es verstanden, es ist Schmerz. Er beißt sich in dir fest und lässt dich nicht mehr los. Der Schmerz frisst dich so lange von innen auf, bis du gebrochen bist. Bis du gebrochen und zerbrechlich wie eine Glaskugel bist. Doch wenn die Glaskugel fällt, und zerbricht wird niemand die Teile aufsammeln und wieder zusammen setzten. Als ich ein Kind war habe ich immer nachgesehen ob sich Monster unter meinem Bett verstecken, als ich etwas älter wurde dachte ich das wäre albern. Bis ich merkte das ich als Kind rechte hatte, die Monster gibt es wirklich, nur nicht unter meinem Bett, sondern in mir. Doch ich kann es nicht ändern, nichts davon kann ich ändern und doch sitze ich hier in der Schule und versuche verzweifelt den Tag zu überstehen. Nur ohne die Person die mir am wichtigsten gewesen ist und mich jeden Tag zum lachen brachte. Noha . Er machte mein Leben perfekt. Als er noch gelebt hatte, hatte er immer an mich gedacht und als er einmal an sich selbst dachte endete es tödlich. Seine letzten Worte waren, Es tut mir leid. Diese vier kleinen Worte wiederholen sich immer wieder in meinem Kopf es tut mir leid... Sechs Monate ist es jetzt schon her und ich kann es immer noch nicht glauben, er ist weg. Er kommt nie wieder...

,,MS Wilson!'' Als die Stimme von MS Lawrence langsam zu mir durch ran schreckte ich auf und mein dunkelbraunes Haar viel mir ins Gesicht

,,Konzentrieren sie sich auf den Unterricht, ich kann den Tod von Mr Dean nicht mehr als Ausrede für ihre mangelnde Teilnahme am Unterricht gelten lassen, setzen sie sich gerade hin und machen sie mit'' Ich strich mir beschämt durch die Haare und blinzelte die aufsteigenden Tränen weg, sie räusperte sich.

,,Und hören sie endlich damit auf ihre Haare interessanter zu finden, als meinen äußerst strukturierten Unterricht, wenn sie Ihren Abschluss kassieren wollen sollten sie jetzt besser aufpassen! Haben wir uns verstanden MS Wilson?!'' Sie legte die Kreide auf den Tisch und lächelte.

Gott ich wünschte ich könnte ihr das falsche Lächeln aus dem Gesicht kratzen, als ich merkte das sie eine Antwort erwartete schoss mir das Blut in den Kopf
,,Ja''  kam es nur kratzig aus meinem Hals, worüber ich mich ärgerte.
Ich hasse sie außer Aiden hasse ich niemanden mehr und ich bin es so leid den Kopf ein zu ziehen. Sie musterte mich noch eine Weile über ihre schwarze Hornbrille hin weg an und lächelte mich mit ihrem kalten lächeln so breit an, dass man kleine Fältchen unter ihren Augen erschienen

,,Nun gut da Sie ja so gut aufgepasst haben können Sie mir doch sicher etwas über die Triegometerie erklären können'' Blut schoss mir in einer Geschwindigkeit in den Kopf wie ich es noch nie erlebt hatte.

,,Oder Nein...'' Sie griff mit ihrer Hand in Ihren roten Mantel, der über ihrem Stuhl Hang nach einem Taschentuch und putzte sich die Nase, dann packte sie das benutzte Taschentuch zurück in ihren roten Mantel.

Während die Klasse mich von allen Seiten beobachtete, lächelte mich auch mein Stiefbruder Aiden kalt von der Seite an und zugleich auch interessierten lächeln an. Ein Schauer lief mir über den Rücken und ich setzte mich aufrechter auf meinen Stuhl. MS Lawrence ist keine freundliche Mathe Lehrerin.Sie hasst ihre Schüler aber mich hasst sie noch mehr. Erst letztes Jahr, hat sie meine Mitschüler wählen lassen welche Strafe angebracht währe und das nur weil ich in Ihrem Unterricht eingeschlafen war und MS Lawrence hatte sie zwischen einem Elterngespräch und Nachsitzen wählen lassen und naja, am Ende hab ich beides bekommen. Weil es eben allen egal ist wie es mir geht und Grausamkeit auf dieser Schule anscheinend etwas gutes ist.

,,Kommen sie doch an die Tafel und erklären sie uns warum mein Unterricht anscheinend nicht so spektakulär ist, wie andere Dinge in Ihrem Köpfchen" Mit wackeligen Beinen stand ich auf und ging nach vorne zur grünen Tafel.

Genau jetzt wo alle mich anstarrten, fühlte ich mich wie die Glaskugel über die ich nachgedacht hatte. Aber ich konnte nichts tun außer den Kopf ein zu ziehen und meine Hände in meiner Jackentasche zu vergraben. Ich hasse ihre Blicke.

,,Also?" Mein Mund fühlte sich trocken an,ich schluckte

,,Ms Lawrence?''

Mein Blick schweifte sofort zu Aiden und seine Augen trafen auf meine.

,, Sie kann nichts sagen, wenn wir Zuhause sind redet sie ja auch nicht, also glauben Sie nicht das Sie noch was sagt'' Ms Lawrence lächelte Aiden an ,,

Danke für ihren Hilfreichen Beitrag Mr Walker" kam es sarkastisch von meiner Lehrerin, während sie den kopfschüttelte

,,Ich sag nur, wenn sie denken das sie noch was sagen wird, verschwenden sie Zeit, also hoffen sie nicht" Als Ms Lawrence es zu mir sagte lächelte mich Aiden dämlich an

,,Lyra kann nichts, Außer Spiegel zu küssen oder ab zu lecken was auch immer du Gestern gemacht hast aber scheiße, es war lustig zu, zu sehen" Er lachte amüsiert während ihm eine kurze Strähne in die Stirn viel.

Mein Gesicht glühte. Und ich wünschte ich könnte im Boden versinken auf der Stelle Bitte! Ich hasse Ihn. Ich weiß das er sich für mich schämt weil er mit mir zusammen leben muss, weil wir Stiefgeschwister sind. Und als alle anfingen zu lachen wünschte ich, ich wäre zu Hause geblieben, unter meiner Decke. Denn dort kann mich niemand verletzen weder mit Worten noch mit Taten. Ich versuchte die auf kommenden Tränen weg zu blinzeln, doch wie jedes mal wenn er oder einer seiner Freunde mich verletzten war es schwer.

,, setz dich hin''

ich begab mich wieder an meinen Platz in der hintersten Reihe. Ms Lawrence dachte mit Sicherheit das ich meine Strafe jetzt bekommen hatte aber dennoch fand sie die Show genauso amüsant wie alle anderen auch. Ich versuchte verzweifelt tief ein und aus zu Atmen, mir einfach nichts davon anmerken zu lassen. Doch Madison, Aidens beste Freundin, die neben mir saß machte das ganze auch nicht leichter. Während sie ihren Lipgloss auftrug, rückte sie absichtlich mit ihrem Stuhl ein Stück zur Seite, wie alle anderen auch. Unglaublich wie schnell Aiden es schaffte das alle mich noch abstoßender finden, als vorher. Madison lächelte fast schon mitleidig als sie zu mir sah. Alles an ihr war perfekt ihre karamell farbenen Augen die einen Anschein von Mitleid machten. Aber auch ihre Lippen die von unzählig vielen Schichten Lipgloss beschichtet waren

,,Wenn du jetzt anfängst zu heulen, sei so nett und versau den Tisch nicht'' kam es nur von ihr.

Ein schriller Glocken Ton bestätigte das Ende des Unterrichts. Ms Lawrenc, die froh war all ihre Schüler endlich los zu sein, winkte nur mit ihrer Hand in Richtung Tür. Während alle nach draußen rannten, blieb ich noch eine Weile still sitzen.

,,Ms Wilson, raus jetzt'' rief Ms genervt

während sie ihre schwarze Brille auf ihrer Nase zurecht rückte.
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