Hi. Hiermit nehme ich an dem Projekt ,,Wem die Stunde schlägt..." von Sheepi, welches ich auf Fanfiktion.de gefunden habe, teil. Die One Shots sind alle in sich abgeschlossen und bauen nicht aufeinander auf.
Ich hoffe sie gefallen euch :)
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Ein Husten reizt meine ohnehin schon wunde Kehle, was ich mit einem großen Schluck meines Tees versuche zu kompensieren.
Ich bin allein im Zimmer des winzigen Hotels, das Corazon für uns ausgesucht hat. Es ist nichts besonderes, nur ein heruntergekommenes Haus, das die Besitzer versuchen noch gewinnbringend zu nutzen, doch es ist ausreichend.
Die schmutzig gelben Tapeten beginnen an einigen Ecken von den Wänden zu fallen und werden an manchen Stellen nur von ein paar Nägeln an ihrem Platz gehalten. Der Teppichboden, der wohl einst blau war, hatte einen unguten Grauton angenommen und hat durch all die Menschen vor uns einige Flecken bekommen, von denen ich gar nicht wissen will, von was sie stammen. Das Mobiliar des kleinen Raumes wirkt wie aus einem anderen Jahrhundert. Ein durchgesessenes braunes Sofa, ein kleiner Tisch mit einem schwarzen Sessel daneben, eine Kommode, dessen einer abgebrochener Fuß von einem Stapel Bücher gehalten wird und das große Doppelbett auf dem ich nun schon seit einer Woche liege. Damit der Geruch nicht all zu streng wird, ist Tag und Nacht das Fenster offen. Corazon hatte sich immer wieder entschuldigt, dass er mir nichts besseres bieten kann, da es ihm aktuell an Geld fehlt, doch empfinde ich das Zimmer nicht als all zu schlimm. Natürlich könnte ich mir vorstellen an einem schickeren Ort zu sterben, jedoch repräsentiert es mein Leben ziemlich gut.
Ich lege das Buch beiseite, von dem ich seit einer halben Stunde versuche die erste Seite zu lesen. Ich bin eigentlich ein schneller Leser, jedoch ist mein Fieber erst seit heute Morgen soweit gesunken, dass ich überhaupt ansatzweise klar denken kann. Der Fieberschub hat drei Tage angedauert und war mit Abstand der schlimmste, denn ich je hatte. In dieser Zeit haben sich auch die weißen Flecken auf meiner Haut rapide schnell verbreitet, so dass ich sie nun beinahe jeden Zentimeter meiner Haut bedecken.
,,Law?", fragt Corazon zögernd, während er die Zimmertür mit einem leises Quietschen öffnet.
Er späht mit sorgenvoller Miene zum Bett und seufzt erleichtert, als er mich wach und aufrecht sitzend sieht.
,,Wie fühlst du dich?", fragt er, ehe er das Zimmer betritt und eine große Tüte auf die Kommode stellt.
,,Besser", antworte ich, auch wenn das nicht so ganz stimmt.
Zwar ist das Fieber gesunken durch die Medikamente, die Corazon mir verabreicht hat, jedoch sind die Schmerzen in meinem Körper noch immer da.
Der Husten, das Brennen in mir und die Kraftlosigkeit schlauchen mich extrem, so dass ich kaum etwas anderes tun kann, außer im Bett zu liegen und darauf zu warten, dass ich endlich sterben kann.
Corazon tritt an das Bett und legt seine eiskalte Hand auf meine Stirn.
,,Hm. Schon besser. Hast du gegessen?", will er wissen, jedoch ein Blick auf das unangetastete Sandwich auf dem Tisch hat seine Frage erübrigt.
,,Law, wie willst du gesund werden, wenn du nichts isst?", fragt Corazon verärgert.
,,Ich werde nicht mehr gesund", sage ich ernst.
Verärgert seufzt Corazon und lässt sich neben mich auf das Bett fallen.
,,Hör auf das dauernd zu sagen. Du wirst wieder gesund. Ich finde eine Heilung für dich", sagt Corazon streng.
Ich seufze leise, ehe ich näher an ihn heranrücke, meine Decke etwas über ihn ausbreite und mich dann an ihn kuschele. Direkt legt er einen Arm um mich und zieht mich so noch näher an sich.
Eine Weile liege ich so da, ehe ich zu ihm auf blicke.
,,Du solltest dir für nächste Woche keine Mühe geben", flüstere ich schon fast, doch hört es Corazon natürlich.
,,Hör auf damit Law. Du wirst deinen Geburtstag nächste Woche feiern und dir wird es dabei gut gehen. Du wirst zehn Jahre alt. Das muss man feiern", tadelt Corazon streng.
Er kann es nicht leiden, wenn ich so pessimistisch bin, doch spreche ich nur die Wahrheit. Meine Zeit ist gekommen und damit muss er sich anfreunden. Es bringt nichts, wenn er unsere Situation beschönigt oder sich einredet ich könnte noch gerettet werden.
,,Corazon?", beginne ich leise und schmiege mich enger an ihn.
,,Hm?"
,,Ich denke ich liebe dich", murmele ich und schließe meine Augen.
,,Ich liebe dich auch Kleiner", flüstert er und streicht mir übers Haar.
Nach all dem was ich erlebt habe hätte ich nie gedacht, dass ich noch einmal solche Gefühle entwickeln würde, dass ich noch einmal jemanden finden würde, zu dem ich aufblicken kann, wie ich es bei meinem Vater tat, und doch ist er jetzt hier.
,,Wirklich.. ganz doll", nuschele ich noch ehe ich durch seine Nähe und Wärme langsam in den Schlaf gleite, aus dem ich diesmal nicht mehr aufwachen werde.
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1. Euer Charakter leidet an einer unheilbaren Krankheit und wartet auf seine Erlösung. Der OS darf nicht mehr als 2000 Wörter enthalten und soll in der Ich-Perspektive geschrieben werden.
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Dead Time Dreams
Fanfiction22 One Piece One Shots die sich alle um das Thema Tod drehen.
