Ich stand vor dem Spiegel und musterte mich in der neuen Uniform. Sie war hübscher als die, von meinen früheren Schulen. Der Rock war grau-schwarz kariert, die Bluse weiß und locker und der schwarze Blazer bequem. Die schwarz und weiß Töne unterstrichen meine roten Locken die ich zu einem Pferdeschwanz zurück gebunden hatte. Auch die blauen Kontaktlinsen passten fast schon zu gut in das Gesamtbild. "Kira, es wird Zeit!" rief Mom von Unten. "Ich komme schon" antwortete ich nach einem knappen Seufzen und hievte mir den schwarzen Rucksack über die Schulter.
Langsam lief ich in Richtung Bushaltestelle, als mein Blick auf eine Plakatwand neben mir fiel.
"Für eine sichere Nachbarschaft!"
stand darauf geschrieben und darunter war das Zeichen der Natoinalen Ceterie-"Kontrollstation". Offiziel fungierte sie als Anlaufstelle für Ceterie die sich selbst als solche melden wollten. Angeblich würde dort dafür gesorgt werden das man für niemand anderen eine Gefahr darrstellen konnte und sobald das geklärt war könne man ein ganz normales Leben haben. Aber das war Bullshit! Niemand von denen... von uns konnte jemals vollkommen normal, vollkommen ungefährlich sein. Das wussten diese Leute genauso gut wie ich.
Wer sich dort meldete oder auf andere Weise als Ceterie entarnt wurde, wurde im besten Fall nur erniedrigt und ausgegrenzt, man verlor seinen Job oder Studienplatz, seine Freunde, Verwandte,... einfach alles. Doch das waren noch die, die glimpflich davon kamen, die, trotz allem, als weniger gefährlich angesehen wurden. Doch wer nicht so viel Glück hatte wurde weggesperrt in "Institutionen" in denen ihnen angeblich geholfen werden sollte, in denen sie ein normales Leben haben sollten. Aber das war wie so vieles gelogen. In Wahrheit waren es nur bessere Gefängnisse. Und mit besser meinte ich sicherer und nicht etwa angenehmer für die Insassen.
Die alte Dame an der Haltestelle musterte mich mistrauisch. Selbst die Tatsache das es mittlerweile "Supermenschen" gab die von so ziemlich jedem gleichzeitig gehasst und gefürchtet wurden, änderte wohl nichts daran, dass Mädchen mit abgewetzten Lederboots, silbernen Ketten am Rucksack und kleinen Metallringen an den Ohren immer noch die schwarzen Schafe unserer kleinen aber feinen Nachbarschaft waren.
Trotz der Tatsache das es sehr riskant war, ließ ich mit einer unauffälligen Handbewegung in ihre Richtung, die Blumen in ihrem Korb verwelken. Sie bemerkte es nicht einmal, als meine Bus kam und sie mir einen letzten abwertenden Blick zuwarf. Ein wenig enttäuscht darüber das ich ihr Gesicht nicht sehen würde wenn sie es bemerkte, ließ ich mich auf einen der kalten Plastiksitze fallen.
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Ceteri
ParanormalKira lebt in einer Welt die aus zwei Sorten von Menschen besteht. Da sind zum einen die "Normalen", Menschen wie man sie überall auf der Straße trifft. Und dann sind da noch die "Ceteri", die Anderen. Ein Uralter stamm magischer Wesen der sich durc...
