Als ich in der Nacht aufwachte, lag in der Mitte des Zimmers ein offener Sarg. Vom Bett aus sah ich, dass ein alter Mann mit geteiltem langen weißen Bart drin lag.
Moment! Ein Sarg? Aber wie kam ein Sarg hier herein? Ich musste-
Das nächste, was ich wahrnahm, war, dass ich mit wildem Herzklopfen in meinem Bett lag, sicher in meiner Ein-Zimmer-Wohnung. Erleichtert atmete ich auf. Nur ein Traum. Ein Albtraum. Müde setzte ich mich auf, um mir etwas zu trinken zu holen. Als ich hinüber zum Kühlschrank schlurfte, bemerkte ich allerdings etwas, das mich irritierte. Es war eine Art unförmiger Haufen am Boden. Mit einem Stirnrunzeln knipste ich das Licht an – und stolperte erschrocken zurück. Da, direkt neben dem Esstisch, lag tatsächlich eine Leiche.
Keine zwanzig Minuten später war die Polizei eingetroffen. Einige Spezialisten untersuchten die Leiche, während Kommissar Braun und Kommissarin Mahler mich befragten.
„Also schön, Ihr Name ist also Alex Wachtmann?", fragte Braun nach.
„Ja, genau!"
„Können Sie sich ausweisen?"
„Klar!" Ich ging zur Kommode und zog mein Portemonnaie aus der Jackentasche. Darin befand sich mein Ausweis, den ich Kommissarin Mahler zur Prüfung überreichte. Alexander Wachtmann, geboren am 04.01.1990, Augenfarbe: blau, Haarfarbe: braun, Körpergröße: 184 cm.
Nichts davon war gerade von Bedeutung. Kommissarin Mahler reichte mir den Ausweis zurück und stellte gleich die nächste Frage: „Was machen Sie beruflich?"
„Ich bin Privatdetektiv!", entgegnete ich.
„Verstehe! Und kannten Sie den Toten?"
Ich schluckte. „Tatsächlich, ja! Sein Name ist Friedrich Koerting, er ist Professor an der Uni Hamburg. Oder er war. Ich hab meine Bachelorarbeit bei ihm geschrieben."
„Wie lange ist das her?"
„Drei Jahre!"
Braun nickte. „Und hatten Sie seither irgendwelchen Kontakt zu ihm?"
Ich schüttelte den Kopf. „Nein!"
„Und wie kommt seine Leiche hierher?", fragte Mahler mit hochgezogener Augenbraue.
„Das weiß ich nicht!", erwiderte ich aufrichtig.
Die Spurensicherung unterbrach das Gespräch, indem sie die Kommissarin herüberwinkten, um ihr die Ergebnisse mitzuteilen. Ihr Kollege und ich warteten in betretenem Schweigen, bis sie zurückkam.
„Also dann, Herr Wachtmann, ich muss Sie fragen: Wo waren Sie letzte Nacht zwischen 0 und 1 Uhr?"
Ich öffnete den Mund, um zu antworten, doch dann fiel mir auf, dass ich mich nicht erinnerte. Ich hatte keine Ahnung, was ich den letzten Abend gemacht hatte. Das war gar nicht gut! „Warum?", fragte ich, um auf Zeit zu spielen.
„Nun, Professor Koerting wurde offenbar erstickt und die erste Einschätzung des Todeszeitpunkts liegt in diesem Zeitraum. Also?"
Verdammt! Was sollte ich jetzt machen? Ein Alibi erfinden oder zugeben, dass ich nicht wusste, was ich in der Nacht zuvor getan hatte? Beides war absolut irrwitzig.
Still verrannen die Sekunden während ich meine Entscheidung traf ...
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CITEȘTI
Morgenroterwachen
Proză scurtăAlexander Wachtmann muss eines morgens entsetzt feststellen, dass eine Leiche in seinem Wohnzimmer liegt. Da er sich nicht erinnern kann, was er am Abend zuvor getan hat, beginnt er selbst mit Nachforschungen. Doch um den Fall aufklären zu können...
