1. Ankunft auf Madeira

2.1K 56 5
                                        

POV: Mexi

Mit einem leichten Ruckeln setzt der Flieger auf der Landebahn in Santa Cruz auf. Langsam rollen wir in Richtung Gate. Der Captain labert noch schnell seine einstudierte Verabschiedung runter und dann kommen wir zum stehen. Die Meisten reißen schon fast ihre Gurte aus den Sitzen und drängen sich mit vielen anderen Bekloppten ebenfalls in den jetzt schon maßlos überfüllten Gang. Ich nehme erst mal mein Handy raus und texte Simon (Unge). Wir haben abgeklärt, dass ich ihn anschreiben soll wenn ich gelandet bin, damit sie mich abholen können. Kurz darauf kommt seine Antwort, dass sie in etwa einer halben Stunde da sein werden. Langsam leert sich auch das Flugzeug und so ist es mir möglich jetzt auch aufzustehen, ohne mich unnötigerweise gegen alle um mich herum drücken zu müssen. Ich greife mir noch schnell mein Handgepäck und schließe mich dann der Schlange von Menschen an, welche aus dem Flugzeug führt. Zum Glück steht das Flugzeug am Gate, sodass wir über eine Gateway direkt in das Terminal gelangen somit müssen wir uns nicht alle in einen Bus drängen. Im Terminal angekommen laufe ich einfach der Menschenmasse nach, sodass ich nicht meine grandiosen Wegfindungsstörungen präsentieren muss und von ganz alleine zum Gepäckband gelange. Während ich hier so stehe und auf meinen Koffer warte verfalle ich in Gedanken. Was wenn das doch keine so gute Idee war Auszuwandern? Ich vermisse meine Familie jetzt schon und meine beiden Hunde erst recht. Hier ist alles so neu und fremd. Ich meine ich habe mir das zwar vorher gut überlegt und war auch schon einige male hier, aber trotzdem fühlt sich dass ganze völlig anders an, mit dem Gedanken daran das ich jetzt erst mal für eine sehr lange Zeit hier wohnen und bleiben werde. Ehe ich noch weiter in meine ängstlichen und sorgenden Gedanken versinken kann sehe ich gerade noch rechtzeitig wie mein Koffer an mir vorbei fährt. Ich schüttle schnell den Kopf und schnappe mir meinen Koffer vom Band. Ich laufe Richtung Ausgang des Terminals. Währenddessen schaue ich noch mal auf die Uhr. Das ging schneller als gedacht. Ich habe noch etwas Zeit bevor Simon da sein müsste. Also gehe ich noch mal durch die kleinen Läden die sich im Terminal befinden. Bis auf irgend einen Ramsch den eh kein Mensch braucht gibt es hier allerdings eh nichts zu kaufen. Gerade als ich die Tür zum Terminal öffne sehe ich wie Simon direkt vor mir in einer Parkbucht zum stehen kommt. Das nenne ich mal Timing. Simon springt aus dem Wagen und fällt mit laut lachen, fast schon schreiend in die Arme: "Na Mexi du Süßi". In dem Moment wo er gegen mich läuft und seine Arme um mich schlingt, muss ich erst mal versuchen mich auf den Beine zu halten, da er mit solch einer Wucht gegen mich gelaufen ist dass ich fast umgefallen währe. Jedoch nur fast und sobald ich mein Gleichgewicht wieder gefunden habe schlinge auch ich meine Arme um ihn. "Hi Simon. Mein Gott du musst mich ja nicht gleich umrennen", bringe ich lachend entgegen. Knubbel, der anscheint auch mit gekommen ist, kommt jetzt Bellend aus dem Auto gesprungen und hüpft an unseren Beinen hoch. Er macht das immer wenn Simon jemanden umarmt oder mit einem Rangelt, er scheint da offensichtlich Eifersüchtig zu werden oder so. "Jaja ist ja gut Knubbel", sage ich lachend während ich mich von Simon löse und Kunbbel über den Kopf streichle. Dieser schein jetzt auch bemerkt zu haben wer ich bin und freut sich mich wieder zu sehen. Sabine kommt ebenfalls neben uns zum stehen und schlißt mich freundlich strahlend in ihre Arme. "Und wie war dein Flug?", Fragt Simon grinsend. Ich schaue kurz überlegend nach oben und meine dann mit gequälten blick: "Naja bis auf den dicken, stinkenden, schwitzenden Typen neben mir eigentlich ganz gut." Bei dem Gedanken an den Mann, läuft es mir wieder kalt den Rücken runter. Ich meine ich habe nichts gegen übergewichtige Leute aber wenn man sich SO gehen lässt und das auch offensichtlich zeigt dann finde ich so etwas nur abstoßend aber genug mit der Nörgelei. "Der hat sich, und mich gleich mit Durchgeschwitzt mein T-Shirt ist jetzt noch nass von dem", lache ich mit angeekelten Gesichtsausdruck. Simon schaut ebenfalls nur angewidert und schreit dann lachend: "BAH und ich hab dich gerade noch umarmt". Wir verfallen alle in ein lautes lachen und steigen dann in sein Auto.

Mexify / Die Frage nach dem was kommt    TEIL EINSHistorias para obsesionarse. Descúbrelo ahora