Die Flut 2

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Meine Tränen fließen mir übers Gesicht. Ich atme. Ich atme. Ich atme. Aber meine Lunge kann keine Luft aufsaugen. Ich stehe auf und gehe ins Badezimmer. Ich bin allein. Ich stelle mich vor den Spiegel im Badezimmer. Es ist ein Schränkchen welches an der Wand hängt. Die Spiegel sind sauber und klar. Ich schaue hinein. Ich sehe ein Mädchen es weint. Ihre Augen sind Braun. So hell wie das Holz eines Kirschbaumes. Dieses Mädchen überströmt mit Tränen das nach Luft schnappt und sich tief in die Augen schaut. Ich bin dieses Mädchen. Ihre Lippen sind gerötet sie sind trocken. Ich halte mich am Waschbecken fest. Schreie in den Spiegel. "Ist es das was du willst?" Schreie ich ihr ins Gesicht. Sie weint immer noch. "Hier nimm es und tu es doch endlich" schreie ich. Das Mädchen öffnet den Spiegelschrank und nimmt einen Gegenstand heraus. Sie schließt ihn wieder. Hält den Gegenstand ganz fest in ihrer Hand. Ich schreie sie nochmal an "Wie laut willst du noch nach Hilfe suchen?" "Wie oft willst du dich noch verletzen lassen?" Frage ich Sie. Aber das Mädchen weint weiter. Sie schaut runter auf den Gegenstand in ihrer Hand und mustert es. "Tut es weh?" Fragt sie mit heiser Stimme. "Tu es dann wirst du es wissen" Sie schaut sich tiefer in die Augen ehe sie sich auf den Boden sinken lässt. Sie zerbricht unter der Last ihrer Gedanken und Gefühle. "Der Schmerz kann wohl kaum größer sein als der den ich erfuhr" flüstert sie. Wir schauen auf ihren linken Arm den sie langsam auf ihr Knie legt. Ihre Haut ist so weiß und so glatt. Sie sieht weich aus. Das Mädchen packt den Gegenstand aus und drückt ihn auf ihren linken Arm. Sie zieht ihn gerade herunter. Ihre Haut färbt sich.
Es ziept etwas, sie verzieht ihr Gesicht. Aber sie hat recht. Der Schmerz in ihrem Herzen, der ist größer. Und er bleibt.

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⏰ Last updated: Aug 04, 2020 ⏰

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