Von Früh bis spät. Tag für Tag. Woche für Woche.
Ray ist immer auf der Arbeit. Bereits mit jungen Jahren wusste er, dass er einmal die Firma seiner Mutter übernehmen würde. Sie übernahm die Firma bereits von ihrer Mutter, sowie diese von ihrer. Es ist eine Tradition, von jeher, dass die erstgeborene der Sanchez Familie die nächste Vorsitzende wird. Nach Jahren dieser Tradition wird dies nun unterbrochen. Ray der erste von sechs Brüdern, hat die Ehre das Familien Geschäft weiter zu führen. Sehr zum Missfallen seiner Mutter. Diese erhoffte sich oft endliche eine Tochter zu gebären. Ihr Vermächtnis sollte in sichere Hände geraten. Allerdings lief dann alles anders. Nun, da sie zu alt ist und allmählich durch eine Krankheit immer schwächer wird, kann sie nur noch auf ihren ältesten Sohn zählen.
Dieser wurde bereits früh auf seine Position vorbereitet. Denn im Notfall könnte er zuerst die Firma leiten um sie dann seiner jüngeren Schwester übergeben zu können. Da dies nicht mehr möglich ist wird er nun der erste Vorsitzende.
So kam es, dass Ray direkt nach seinem Hochschulabschluss anfing zu arbeiten. Er erhoffte sich so, seiner Mutter gerecht werden zu können. Seine Tage bestanden ab diesem Zeitpunkt aus Arbeit, etwas Schlaf und wenigen Pausen. Die Firma sollte möglichst große Verkaufsmengen aufweisen und auch globale Wichtigkeit erlangen.
So kam es, dass Ray fast in seinem Büro lebte. Nur für das Duschen ging er kurz in seine Wohnung. Manchmal, wenn kein Mitarbeiter frei war, musste er auch selbst einkaufen. Pausen oder Urlaub wurden auf ein Minimum reduziert.
Doch eines Tages als er wieder auf dem Weg war um seine allmählich knappen Essensvorräte aufzustocken, begegnete er ihm. Seine zierliche Gestalt war gerade dabei die Marmeladen Gläser im Regal zu verstauen. Er musste sich bereits strecken, denn der Junge war ziemlich klein für sein Alter. Ray schätze ihn auf 16 Jahre. Seine brauen Haare hingen ihm mit wilden Locken im Gesicht. Sie verdeckten seine hellen blauen Augen. Ray beobachtet den Jungen, bis er beschließt ihm zu helfen. Er nahm das Glas aus deiner Hand und stellte sie in das Regal. Der Rücken des Jungens striff dabei seine Brust.
Ray, welcher im Grunde kein Körperlichen Kontakt gewohnt war, wurde sofort angenehm warm. Die Stelle an seiner Brust kribbelte und er war fasziniert von diesem Gefühl.
Der Junge dachte sich allerdings nicht viel dabei, er bedankte sich bei dem Fremden, doch in seinen Gedanken war er bereits weit weg. Er musste seine Arbeit schneller und effizienter erledigen. Mit seiner Größe kam er nur schwer an die verschiedenen Regale heran. So kam es, dass er die Begegnung nur flüchtig wahrnahm und dann flink mit seiner Arbeit fortfuhr.
Doch für Ray war dies ein neues Kapitel in seinem Leben. Es war die erste Berührung seit Jahren, welche über ein Hände schütteln hinausging. Nicht einmal seine Eltern wollten Körperlichenähe zu ihm, geschweige dem der Rest seiner Familie.
Er erledigte seinen Einkauf und wollte dann direkt wieder seine Arbeit fortsetzen. Doch etwas war anders. Ray konnte sich nicht konzentrieren. Er saß stundenlang an seinem Schreibtisch und erinnerte sich an das Gefühl der Wärme, welche er bei der Berührung des jüngeren verspürte.
Ray konnte das Gefühl nicht vergessen, er wollte es wieder fühlen. Sein gesamter Körper sehnte sich nach der Nähe des Jungens, er zog ihn magisch an. So kam es, dass Ray öfters in dem Geschäft einkaufen ging. Doch der Jüngere war nur selten da. Der Junge arbeitete anscheinend nur nebenbei, in diesem Laden. Doch Ray wollte mehr, er wollte den Jungen sehen, ihn fühlen und berühren. Sein Körper soll sich wieder an seinen schmiegen. Ihm die Wärme schenken, welche er so noch nie gefühlt hat.
Deshalb beschloss Ray nach einigen Wochen auf den Jungen, nach Ladenschluss zu warten. Er saß in seinem Auto und beobachtet, wie der Jüngere seine Schicht beendet und sich auf den Weg nach Hause begibt.
Ray, getrieben von Neugier und Verlangen, verfolgte sein Objekt der Bedierde. Bis zu ihn nach Hause. Auch die darauffolgenden Tage wich er nicht von seiner Seite. Ray gelang es unauffällig, den Alltag es jüngeren zu beobachten. Er kannte seine Adresse, seinen Namen, seine Schule, kannte seine Freunde, seine Familie und auch seine Hobbys wurden auseinander genommen.
Ray wollte alles aufsaugen, was mit ihm zutun hat. Jedes Detail sollte ihm bekannt sein. So kam es, dass er immer mehr Zeit damit verbrachte Charles zu beobachten. Doch wielange wird das Beobachten ausreichen?
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Dies ist der Einstieg in meine erste Geschichte. Ich freue mich auf Kommentare und auch Kritik eurer Seite her.
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Stockholm Syndrom - Bessesen von dir
RomanceIn einem stressigen Alltag, voll mit Arbeit, Druck und Schlafmangel kämpft sich der 28 Jährige Ray durch sein Leben. Doch Abends, wenn er nach Hause kommt, kann er abschalten und sich gehen lassen. Denn er hat etwas, oder besser gesagt jemanden gefu...
