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Prolog

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Es ist schon eine Weile her, doch Sellenia erinnert sich an diesen Tag als wäre es erst gestern gewesen. An jenem Tag veränderte sich alles für die junge Vampirin, nicht nur wurden ihr ihre Eltern genommen sondern sie selbst wurde zur Flucht gezwungen. Und warum das Alles? Nur weil Sie und ihre Mutter eine Gabe besaßen die viele in der Vampirwelt hassten. Sie hassten diese Gabe da es, jenen die sie besaßen ermöglichte sich im Tageslicht aufzuhalten und auch wenn nur wenige diese Gabe hatten, reichte es den anderen Vampiren aus um alle Vampire mit dieser Gabe zu töten.

Sellenia verstand nicht genau warum diese Gabe so Verhasst war, sie konnte im Sonnenlicht raus ok aber der Rest der Gabe konnte auch schnell zum Fluch werden. Denn die Magie die mit dieser Gabe einher geht ist nicht immer leicht zu kontrollieren, erstrecht wenn die riesigen schwarzen Flügel nicht so gehorchten wie man es sich wünschte.

Sie konnte verstehen warum die „BittenOnes", also jene Vampire die in einen Vampir verwandelt worden waren, die Gabe nicht leiden konnten. Sie konnten zwar besondere Fähigkeiten erhalten wie jeder Vampir doch niemals die „Gabe der Flügel", wie diese Gabe unter Vampiren genannt wurde. Die „BornOnes" hingegen hatten immer die Chance ebenfalls mit der Gabe geboren zu werden, da die Gabe ja nur an andere als Vampire geborene vererbt werden konnte.

An jenem Tag an dem Sellenia ihre Eltern verlor, musste sie selbst fliehen um nicht auch getötet zu werden, damals war sie gerade mal 10 Jahre alt gewesen und wurde seit dem von den Mördern ihrer Eltern verfolgt. Sellenias Leben auf ewiger Flucht begann.

Mittlerweile ist Sellenia 18 Jahre alt, noch immer lebt sie wie ihre Eltern es sie gelehrt hatten von Tierblut. Ihre Eltern hatten sie gelehrt das es Falsch war Menschen nur als Nahrung anzusehen, da sie den Vampiren gar nicht so unähnlich waren, außerdem verabscheute Sellenia selbst den Gedanken wie eins der Monster zu sein, als das die Vampire in der Menschlichen Mythologie immer dargestellt wurden.

Sie hatte in den vergangenen Jahren gelernt sich unauffällig unter Menschen aufzuhalten, ihre Gabe war dabei sehr hilfreich. Nach wie vor mochte sie die Sonne nicht gern und es war anstrengend für sie den ganzen Tag in der Sonne zu verbringen, dennoch war es die beste Weise sich vor ihren Jägern zu verbergen. Daher ging sie wie die Menschen jeden Tag in die Schule und arbeitete nachmittags und an den Wochenenden.

So konnte sie nicht nur eine eigene Wohnung bezahlen sondern auch Nahrungsmittel kaufen. Diese brauchte sie zwar eigentlich nicht aber sie hatte schnell gemerkt, dass es Aufmerksamkeit auf einen zog wenn man nie aß oder Trank, daher hatte sie sich angewöhnt menschliche Nahrung einzukaufen und zu essen. Es war ja nicht so das es ihr nicht schmeckte oder es ihr schaden würde, sie brauchte es nur einfach schlichtweg nicht. Es war für sie nicht überlebensnotwendig, wie es für die Menschen ist.

Sie lebte seit einigen Jahren in einer kleinen Stadt in der Nähe eines großen Waldes. Wenn sie umziehen musste um nicht aufzufallen achtete sie immer darauf in der Nähe ein „Jagdgebiet" zu haben. Sie legte sich zwar auch immer einen Vorrat an Tierblut in undurchsichtigen Flaschen an, aber auch diese gingen natürlich irgendwann zu Ende, zumal sie natürlich auch hin und wieder frisches Blut brauchte.

Lilton bot alles was sie sich hätte wünschen können, es gab genügend Läden in denen sie die Zeichenutensilien erwerben konnte, die sie für ihre Arbeit als Auftragszeichnerin benötigte, im Wald gab es einen See in dem man Schwimmen gehen konnte, der Himmel war oft bedeckt was ihr die Tage erleichterte und es gab mehrere Schulen sowie Supermärkte. Und sie musste sich eingestehen, dass es ihr einfach in dieser Stadt gefiel.

Sie machte zur Zeit ihr Abitur an Lilton's Gymnasium und hatte sogar Freunde gefunden, natürlich waren es Menschen aber das störte Sellenia nicht, schließlich wusste keiner das sie selbst eben kein Mensch war und sie wollte nicht das sich dies so bald änderte, denn das würde sie zum Gehen zwingen.


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