Die Zeremonie

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"Möchtest du Kraft haben?" flüsterte eine mysteriöse Stimme. Es war wahrscheinlich ein Traum, doch Kirigaya fand es komisch. Er fand es komisch, dass ihm diese Stimme so bekannt vorkommt. Aber er weiß nicht von wo, doch er hatte sich um andere Dinge zu kümmern. Denn heute begann sie endlich, seine Ausbildung zum Jäger. Er wartete 10 Jahre darauf das sie beginnt. Er ist jetzt volljährig und kann beginnen. Mit ihm fängt auch sein Bruder an, Kenon, der sein 18-Jähriger Zwilling ist. Es war der Tag, an dem sie ihre Yumi's bekommen sollten. Yumi's sind heilige Bögen die die Kirche speziell zur Bekämpfung der verdorbenen Seelen entwickelt haben. Ohne sie kann ein Jäger seine Aufgabe nicht bewältigen. Als sie an der Kirche ankamen starrten alle die beiden Brüder an. Die Leute flüsterten "Hey schau mal, da sind die Söhne der Hexe." So nannten sie sie, da ihre Mutter einst eine starke Kämpferin war, ungeschlagen, doch ihre Art und Weise ähnelte einer Hexe. Aufgrund ihres schlechten Rufes waren Kirigaya und Kenon nie in der Lage dazu Freunde zu finden, so haben sie bis heute nur sich beide. Die Kirche war hell erleuchtet, riesengroße kunterbunte Fenster ließen das Sonnenlicht in vielen verschiedenen Farben leuchten. Die Kirche war riesig, sie hatte mehrere Sitzreihen, wo die Familien von den sogenannten "Rookies" saßen. Doch Kirigaya und Kenon hatten keine Verwandten, jedenfalls keine von denen sie wüssten, ihr Vater hat sie laut ihrer Mutter alleine gelassen, das war das einzige von dem sie wussten. Kirigaya und Kenon gingen nach vorne, zum Altar. Auf dem Tisch lag eine rosa Decke, auf dieser Decke standen ein Kreuz, Kerzen und ein Topf in dem eine Art Weihwasser war. Die "Rookies" stellten sich vor dem Altar auf. Alle blickten zum Priester, dieser fing an zu sprechen "Heute beginnt die Zeremonie, werden heute ihre Yumi's kriegen. Diese Yumi's werden euer Mittel sein, um euch selbst und andere vor den verdorbenen Seelen zu beschützen. Sie sind heilig, und werden nur einmal ausgegeben. Habt ihr euch einmal mit dem Geist des Yumi's geeinigt, werdet ihr euch nicht mehr von diesem trennen dürfen bzw. können. Lasset uns nun die Zeremonie beginnen." Ein Name nach dem anderen wurde aufgerufen, und als vorletzter war Kenon dran. Er bekam einen Bogen aus Holz, aber geschliffen wie ein Edeldiamant. Dieser Bogen sah sehr speziell aus, da er an beiden Enden eine Art Kreis hatte, es sah aus wie das Zeichen von Yin und Yang, nur das er die Farben gold und silber hatte. Der Priester sprach zu Kenon "Lege nun deine Hand auf diesen Yumi." Als Kenon das tat, war er wie in Gedanken versunken. Niemand außer die anderen Rookies wussten was bei ihm im Kopf gerade los ist. Kirigaya war ahnungslos, da er noch nicht dran war. In Kenon's Kopf war er von reinem Weiß umgeben, vor ihm sah er ein Kind, es hatte blonde Haare, war ungefähr 1,50m groß und winkte ihm freundlich zu, Kenon war sehr verwirrt. Er ging zum Kind und fragte es "Was ist hier los? Wo bin ich hier?" Das Kind sah zu dem 1,90m Riesen hinauf, und schaute es erstaunt an "Weißt du etwa nicht was du hier tust?" Kenon schüttelte den Kopf "Nein keine Ahnung." Das Kind lächelte "Du bist hier um den Vertrag mit deinem Yumi zu schließen. Also mit mir." Kenon war jetzt noch verwirrter. "Ich muss ein Vertrag schließen? Und du bist der Yumi?" Das Kind nickte. Kenon setzte sich verdutzt hin. "Na gut, was muss ich machen?" Fragte er das Kind. "Gib mir deine Hand." Kenon gab dem Kind seine Hand und das Kind malte ihm ein Zeichen auf die Rückhand. Es war das gleiche Zeichen wie das was auf dem Bogen zu sehen war. Das Kind sagte lächelnd "So, wir sind jetzt Partner!" Kenon kam aus seinem Traum zurück und der Yumi leuchtete hell. Der Priester sah Kenon an und lächelte ihm barmherzig zu "Da haben sich aber zwei gefunden." Kenon trat weg, nun war Kirigaya an der Reihe. Er trat vor, der Priester legte ein Yumi auf den Altar. Es war schwarz, hatte einen weißen Griff und wirkte sehr schlicht. Der Priester sprach, "Bitte lege nun deine Hand drauf." Genau das tat Kirigaya auch. Er war in dem selben Traum wie Kenon, nur dass diesmal eine Person da war. Diese Person war männlich, groß und hatte lilane Haare sowie außergewöhnliche Augen. Diese Augen funkelten, sie waren grau/weiß. Als Kirigaya im näher kam schaute diese Person ihn beängstigt an "Bitte tu mir nichts!" Schrie diese Person. Kirigaya schaute ihn fragend an "Wer bist du? Und was mache ich hier?" Diese Person hielt sich die Hand vor das Gesicht "Ich bin der Yumi den du soeben um einen Vertrag gebeten hast!" Kirigaya betastete die Person langsam, dann fragte er "Du bist doch kein Yumi! Niemals!" Die Person schrie vor Angst "Bitte schlag mich nicht! Ich gebe dir alles was du willst!" Kirigaya nahm sich ein Zopf Gummi und machte sich einen Pferdeschwanz mit seinen Haaren "Sag mal, was ist denn so schlimm an mir?" Die Person rannte vor Angst weg und Kirigaya wachte vom Traum auf. Der Yumi verpasste Kirigaya einen Schock und stoß ihn zurück. Der Priester erschrak sich und sah geschockt zu Kirigaya. Danach sprach er laut, fast schon schrie "Das kann doch nicht sein! Verlassen sie die Kirche sofort!" Die Messdiener rannten zu Kirigaya, packten ihn und wurfen ihn mit Gewalt aus der Kirche raus. Kirigaya war entsetzt und schlug mehrmals gegen die mittlerweile geschlossen Tür der Kirche "Hey! Was habt ihr denn?!" So ging das in etwa eine halbe Stunde weiter, bis Kirigaya es aufgab und heim ging. "Was haben die denn auf einmal alle? Und warum war der Yumi so ängstlich?" Diese Fragen gingen ihm durch den Kopf als er den Berg bestieg auf dem die Brüder mit ihrer Mutter wohnten. Vor Ort benutze Kirigaya den Schlüssel um in das Haus zu gelangen. Leise und genervt sagte er "Ich bin wieder Zuhause Mama." Doch seine Mutter antwortete nicht. Anstelle dessen hörte er ein leises Nuscheln im Wohnzimmer. Langsam näherte er sich dem Wohnzimmer und das Nuscheln wurde immer lauter und deutlicher, er versuchte raus zu hören woher das Geräusch kommt, es wurde immer lauter und lauter. Er konzentrierte sich nur noch auf seinem Hörsinn und achtete nicht darauf wohin er läuft. Die Stimme war mittlerweile so laut, dass er hörte was diese Stimme sagt. "Komm zu mir Kirigaya" flüsterte diese Stimme. Kirigaya lief gegen die Kommode, er stoß sich das Knie. Es war eine eher breitere Kommode. Die Kommode hatte drei Schubladen, eine davon war abgeschlossen. Kirigaya legte sein Ohr an die Schublade und lauschte. Anscheinend kam die Stimme aus der Schublade. Kirigaya war ein Genie wenn es darum ging Sachen aufzubrechen. Als Kind mochte er die anderen Kinder nicht, da sie es gemocht haben Helden zu spielen. Er war schon immer auf der Seite der Bösewichte gewesen. Er wollte eher die Helden besiegen, und ihnen zeigen das Bösewichte auch was drauf haben. Er lernte Tricks von Einbrechern, unter anderem auch wie man Schlösser knackt. Und mit einer Handwende hatte er das Schloss auch schon geknackt. Es lag ein Katana drin, er nahm es in die Hand. "Fass es nicht an Kirigaya!" Hörte er seine Mutter rufen als er es in die Hand nahm. Kirigaya wurde langsam ohnmächtig und das letzte was er sah war das verschwommene Gesicht und die roten Haaren seiner Mutter

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⏰ Last updated: Jun 09, 2020 ⏰

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