THE FIRST

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Ich sitze an meinem Schreibtisch und schaue aus dem Fenster.

Ich betrachte den Sternhimmel. Alles da oben lässt sich Zeit. Ich muss noch so vieles erledigen aber auch ich lasse mir Zeit einfach durchzuatmen und zu geniessen. Ich bin Ryan Clefflin der Pilot des Appolos 61 und gleichzeitig der Manager des Hotels the First. Das erste Hotel auf dem Mond. Richtig gelesen, auf dem Mond gibt es heutzutage ein stolzes Hotel. Es gleicht normalen Hotels der Erde. Es hat viel zeit gebraucht bis es so stand wie es das heute tut. Es brauchte Geduld. Jetzt verbringen viel verschiedene Menschen Zeit im All. Jede zweite Woche gibt es einen Flug. Ich hab viel zu tun aber ich mag meine Arbeit, mir fehlt es an nichts. Wenn ich zu viel Papierkram zu erledigen hab, ersetzt mich John Levens und fliegt die Gäste zurück. Meistens fliegt ein Teil oder sogar die ganze Crew nach 5 Schichten zurück um die Familie wieder zusehen. Das bedeutet, dass ich manchmal ein paar Tage alleine auf dem Mond bin. Dies war der Fall. Die Ruhe gab mir die Gelegenheit mal für mich alles zu erledigen und einfach auszuatmen. Nur alleine auf dem Mond fühlt man sich durchaus nicht so wohl und wenn dann mysteriöse Sachen passieren, kann das durchaus Gänsehaut auslösen. Lasst es mich euch erklären.

Wir sind der 29. April 2356, die Crew hat ihre Sachen gepackt und ist bereit nachhause zu kehren. Die momentanen Gäste sind auch fertig mit ihrem Urlaub. John Levens macht sich gerade bereit und ich trinke eine Tasse Kaffe an meinem Schreibtisch. Wie üblich blicke ich durch das riesige Fenster auf unseren blauen Planeten. Ich lasse meine Gedanken schweifen. Ich bin schon lange nicht mehr länger als eine Woche auf der Erde geblieben. Diese zeit verbrauchte ich sogar nur mit Schlaf und Erholung. Ich bin in den letzen 15 Jahren mehr im All gewesen als in meiner Heimat. Mittlerweile ist der Mond meine neue Heimat geworden. Ich habe mich damit angefreundet. Aber ich schweife zu sehr ab der Papierkram Marathon muss beginnen. In weniger als einer Dreiviertelstunde werde ich alleine auf dem Mond sein und meine wohl verdiente Ruhe haben. Naja nicht ganz der Haufen voller Rechnungen und sonstigen Papieren löst sich ja nicht von alleine auf.

Einige Stunden später..

Ich strecke mich. Solange auf einem Stuhl zu sitzen kann sehr mühsam werden. Ich stehe auf und gehe in die Küche des Hotels um mir eine kleine Stärkung zu kochen. Doch da erwartet mich schon das erste seltsame Indiz. Die Küche ist unordentlich und dreckig, der Chefkoch ist ein ordentlicher Mann er vergisst nie aufzuräumen. Jedoch anstatt mir in diesem Moment weitere Gedanken darüber zu machen, denke ich mir einfach, dass der Chefkoch zu aufgeregt war seine Familie wiederzusehen und deswegen die Ordnung vernachlässigt hat. Deswegen gehe ich zurück in mein Schlafzimmer und hole mir meinen J-Pod, des zweiundzwanzigsten Jahrhunderts. Ein wunder, dass dieser noch funktioniert. Als ich wieder in der Küche angelangt bin gebe ich ein Lied von Queen ein, ein Klassiker der nie sterben wird, und fange an die Küche so ordentlich wie möglich aufzuräumen. Ich spiele mit der reduzierten Anziehungskraft. Ich werfe eine Tasse in die Luft und öffne ohne Stress die Schublade. Ich fange die Tasse wieder und versorge sie an ihrem Platz. Es braucht einige Zeit aber es entspannt mich irgendwie. Als die Küche wieder bereit für den Einsatz ist, koche ich mir schnell ein paar Nudeln. Jedes Mal wenn ein Raumschiff von der Erde auf dem Mond kommt, werden auch, in so gross wie möglichen Mengen, haltbare Esswaren, trinkbares Wasser und allerlei Sachen die erneuert werden müssen mitgebracht. Der immense Wasserbehälter ist zwar schon fast leer aber es reicht ganz knapp noch für diese paar Tage bevor das Raumschiff zurückkommt. Als die Nudeln noch ein wenig Aldente sind, siebe ich sie ab und genieße sie gleich im Töpfchen.

Als die Küche wieder blitze blank scheint, stecke ich die Kopfhörer aus und nehme sie wieder mit in mein Schlafzimmer. Als ich vor der offenen Türe komme, bleibe ich einen Moment stehen. Ich versuche zu überlegen ob ich die Türe aufgelassen habe, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass ich sie geschlossen habe. Ganz kurz bilde ich mir ein nicht alleine im Hotel zu sein aber das ist gar nicht möglich denke ich mir. Ich muss sie wohl doch offen stehen lassen haben. Als ich eintrete stelle ich als erstes meinen J-Pod auf die Aufladestation ab, da er keine Batterie mehr hat. Ich schaffe es nur noch kurz mir die Zähne zu putzen mithilfe eines Tabs und mir meinen Schlafanzug rüber zu ziehen und schon sind mir die Augen zugeklappt und ich falle in Träume.

The FirstStories to obsess over. Discover now