Ein Klopfen

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Die kürzeste Horror Geschichte der Welt:

„Der letzte Mensch der Erde sitzt allein in einem Zimmer, es klopft an der Tür." Ende.

Wie es dazu kam, willst du wissen?

Kein Problem ich werde es dir erzählen. Das Ereignis, liegt in nicht allzu ferner Zukunft. Wie es sein kann, dass du diese hier und jetzt lesen kannst? Sagen wir mal so, ich wollte es unbedingt, dass diese Geschichte auch nach dem letzten Menschen noch gelesen werden kann mehr brauchst du nicht zu wissen.

Zuerst fing es an mit einer flüchtigen Bewegung, einem wimmern, ein kurzes vorbeihuschen im Augenwinkel. Danach folgten starke Kopfschmerzen und Ohnmacht. So erging es den meisten, die diesen Schatten oder was auch immer es gewesen war, überlebt hatten. Wie lange wir Überlebenden ohnmächtig waren lässt sich nur schwer bestimmen. Es hätten ein paar Tage oder auch nur Stunden sein können, so genau konnte das niemand sagen. Denn zudem, dass dieses etwas rund 80% der Bevölkerung ausgelöscht hatte, hat es auch noch sämtliche Technologien der Menschen zerstört. Verdammt, nicht mal mehr meine Armbanduhr ist heil geblieben. Sie ist genau um 10:51 stehen geblieben und hat mir, da wo mal die Batterie gewesen war, eine kleine Brandwunde zugefügt. Wir waren vom Rest der Erde abgetrennt. Kein Handy, kein Funk, keine Kommunikation nach außen. Schnell horteten sich Gruppen zusammen, denn keiner konnte ahnen, wann nochmal so etwas geschehen würde. Ab dem zweiten Tag, nach der Katastrophe gingen die Plündereien los. Jeder riss an sich was er nur konnte. Waffen, Medikamente, Drogen, Essen und Wasser wurden schnell knapp. Schon am 5.Tag nach der Katastrophe fingen schon die ersten Gruppen an sich gegenseitig um die Vormachtstellung zu bekämpfen. Das Währte aber nicht lange, denn schon am Tag darauf, folgte die zweite Ohnmacht und wieder waren mindestens 50% der Überlebenden tot, als wollte uns jemand für unsere Missetaten bestrafen. Wie falsch wir da lagen wurde mir und den anderen paar Überlebenden in den folgenden sieben Tagen schmerzlich bewusst, denn es war keine Willkür. Ab dieser zweiten Ohnmacht wurden wir Tag für Tag angegriffen. Unsere Feinde waren schnell, zu schnell für unsere Augen. Sie machten sich ja nicht mal mehr die Mühe uns ruhig zu stellen, jetzt waren wir keine Bedrohung mehr für Sie. Was es war konnte keiner sagen, weil keiner Sie überlebte. Es blieb nur eins, sich so gut wie möglich zu verstecken und zu hoffen, dass man die Nacht überleben wird. Seit sieben Tagen verfolgen Sie uns jetzt schon zu Fuß, oder wie Sie sich auch immer fortbewegen. Gestern hatten sie nun auch die letzten drei aus meiner Gruppe getötet. Marilyn, Jackson und Jodi es waren drei gute Menschen gewesen, die einen so grausamen Tod nicht verdient hatten. Während es geschah, hatte ich mich im Keller versteckt, anstatt mit ihnen Seite an Seite zu sterben. Aber ich konnte nicht, ich hatte zu viel Angst, hatte zu viel leid, Tod und Verstümmelung gesehen um irgendetwas hätte unternehmen zu können. Jetzt gerade, bin ich weiter auf der Flucht, die Stadt ist Menschen leer. Keiner hat es überlebt, alle sind Tod, ich bin der Letzte. Der Geruch von Blut und Verwesung ist überall in der Luft. Ich laufe in ein Landhaus am Stadtrand und verbarrikadiere alle Fenster und Türen. Ich höre Sie aus der Ferne näherkommen, Sie hatten meine Fährte also die ganze Zeit über. Verdammt! Ob ich weglaufen soll? Nein, keine Chance, Sie sind zu schnell. Ich muss mich verbarrikadieren, vielleicht finden sie mich nicht. Ich renne so leise es geht die Treppe hoch und verriegle die Tür hinter mir. Ich stehe in einem Schlafzimmer eines kleinen Jungen, wie es ihn wohl erwischt hat, frage ich mich während ich mich auf seinen kleinen Schreibtischstuhl setze. Ich höre unten ein lautes Krachen.

Sie sind da, es klopft an der Tür. Ende.

Ein KlopfenWhere stories live. Discover now