Es war dunkel. Mika rannte so schnell er nur konnte. Alles, was er spürte war Schmerz. Es fühlte sich an, als würden seine Knochen dem Druck nicht länger standhalten können. Lange würde er nicht mehr rennen können. Von seinem eigenem Wahnsinn verfolgt hetzte er vorwärts, in das dunkle Unbekannte. Rennend warf er einen Blick hinter sich. Auch dort, nichts als Dunkelheit. Sie schien ihn regelrecht zu verschlingen. Es raschelte im Gebüsch. Mikas Herz hörte kurz auf zu schlagen. Er stolperte und fiel. Alles, was er im Fallen noch sah, war ein schwarzer Schatten der in einer rasenden Geschwindigkeit auf ihn zu geschossen kam. Er war schwärzer, als das Dunkel, welches ihn umgab.
Schweißgebadet wachte Mika auf. Er zitterte. Seine Nerven würden das nicht mehr lange mit machen. Seit einiger Zeit hatte er immer wieder den selben erschreckenden Traum. In der Schule konnte er sich kaum noch konzentrieren, weil er viel zu müde war. Wollte er nach der Schule seinen mangelnden Schlaf nachholen und sollte er es tatsächlich schaffte einzuschlafen befand er sich wieder in diesem einem Traum. Jedesmal wachte er an der gleichen Stelle auf, kurz bevor er auf dem Boden aufschlug. Seltsamer Weise tat ihm das Bein, mit welchem er im Traum gestolpert war, jeden morgen eine bestimmte Zeit lang weh. Mika war mit seinen Nerven am Ende. Er wusste nicht, ob ihn seine Beine noch bis zur Schule tragen würden. Er hatte keine Kraft mehr. Alles tat ihm weh und jeglicher Kampfgeist hatte ihn verlassen. Egal, wen er mit seinem Problem um Hilfe bitten würde niemand würde ihm helfen können, die Leute würden ihn nicht verstehen. Erschöpft schloss Mika die Augen. Er wusste, dass er eh nicht würde schlafen können. Wieder hörte er seine Mutter rufen. Er konnte seine Augen nicht mehr öffnen. ,,Mika!“ Die Stimme von seiner Mutter war nun sehr viel näher und Mika hörte, wie sie die Treppe hoch gestiefelt kam. Ihre hohen Absätze, die es ihr unangenehmer machte zu laufen, das Klackern von den alten Sohlen und das quietschen der kaputten Treppen Dielen, die sein Vater schon seit Jahren reparieren wollte. Die Schritte wurden lauter. Noch hörte er seine Tür nicht aufgehen. Etwas kaltes berührte ihn. Mit einem mal war er hellwach. Sein Herz begann zu rasen. Adrenalin wurde durch seine Adern gepumpt und seine Augen öffneten sich. Das, was er sah versetzte ihn in eine riesige, unkontrollierbare Angst. Er sah NICHTS. Es war stock dunkel. Wie versteinert lag er da, nicht in der Lage seinen Arm bei Seite zu strecken, um das Licht an zu knipsen. Er spürte, wie sich ihm etwas näherte. Es beugte sich über ihn. Er konnte den verschwommenen Umriss erkennen. Das war kein Traum. Die Tür öffnete sich und die Dunkelheit verschwand, die Sonne strahlte durch sein Fenster. Es war, als sei nichts passiert, doch Mika wusste, dass das nicht stimmte. Es war etwas passiert. Er hatte es gesehen, dass Monster aus seinem Traum. In der Realität, in seinem Zimmer. Seine Hände hatten sich in die Decke gekrallt und er starrte an die erstaunlich weiße Zimmer Wand. ,,Schatz, was ist denn?“ fragte die sanfte Stimme seiner Mutter. Sie kam rein und setzte sich zu Mika auf sein Bett. Dann nahm sie seine eiskalte Hand in ihre. Mika spürte etwas nasses und warmes auf seinen Wangen. Tränen flossen aus seinen Augen. Am liebsten hätte er seiner Mutter erzählt, was passiert war, doch was, wenn sie ihm nicht glaubte. Sie würde ihn in eine Psychiatrie einweisen lassen. Er würde seine Freunde nicht mehr sehen können. Vielleicht nie wieder. Verständnisvoll nahm ihn seine Mutter in den Arm. ,,Alles ist gut. “ flüsterte sie. Mika war ihr wirklich dankbar. Als er sich wieder beruhigt hatte stand seine Mutter auf. ,,Ich ruf in deiner Schule an und gebe Bescheid, dass es dir nicht gut geht und du heute nicht kommen kannst. “ Er schüttelte den Kopf und seine Mutter nickte. ,,Aber ruf an, wenn es dir nicht gut geht. “ Sie verließ lächelnd das Zimmer. Jetzt war er wieder alleine.
Den ganzen Tag über passierte nichts, dann wurde es Abends und Mika musste schlafen gehen.
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Dunkler Wahnsinn
ActionSeit längerem hat Mika jeden Abend den selben erschreckenden Traum. Langsam ist er mit seinen Nerven am Ende. Als sein Traum dann auch noch Realität wird weiß sich Mika nicht mehr zu helfen. Vielleicht stimmt ja etwas mit ihm nicht?
