In diesem Buch werde ich Kurzgeschichten aufschreiben. Wenn ihr jemandem zum reden braucht, könnt ihr mir gerne schreiben.
L.g. me, Madlen
Ich lag an einem Strand und Wellen aus Schmerz schlugen über mir zusammen, zogen mich ins Meer der Tränen. Doch ich konnte nicht ertrinken.
Meine Arme bluteten als ich die dunklen Ärmel meines Pullovers herunter zog. Ich stand von meinem Stuhl auf und verstaute das zerbrochene Geodreieck in der Schreibtischschublade. Meine Mutter hatte mich gerufen. Es gab Essen. Als ich in die Küche kam war das Essen bereits fertig. Ich holte Teller aus dem Schrank und verteilte sie auf dem Tisch. Wärend dem Essen schwieg ich. Als ich endlich in meinem Bett lag, holte ich mein Tagebuch unter meinem Bett hervor und öffnete die letze, beschriebene Seite. Nachdem ich den letzten Eintrag gelesen hatte, fing ich an zu schreiben. Nachts träumte ich.
Ich lag wieder an einem Strand. Alles tat mir weh, mein Kopf dröhnte, das Blut pulsierte in meinen Adern und meine Lunge schrie nach Sauerstoff. Etwas drückte meinen Hals zusammen. Als ich die Augen öffnete sah ich einen Jungen über mir kniehen. Er war vielleicht vier, hatte jedoch die Kraft eines Erwachsenen Mannes. Ich kenne dieses Kind. Es war mein Vater. Als ich 11 Jahre alt war starb er, als der Krebs, welcher ein Teil von ihm war, sein Herz anhielt, welches ebenfalls ein Teil von ihm war.
Seit dem habe ich Träume. Schreckliche Träume. Seit dem schreibe ich Tagebuch. Seit dem schweige ich. Seit dem verletzte ich mich.
Ich blickte dem kleinen Jungen in die Augen. Plötzlich lockerte er seinen Griff. Ich wollte nach Luft schnappen, meine Lunge mit den Lebenswichtigen Molekülen füllen, doch es funktionierte nicht. Es war, als drücke mir jemand auf die Lungen. Mein Vater hatte sich inzwischen neben mich in den Sand gesetzt und begonnen eine kleine Sandburg zu bauen. Ich hatte Angst zu fragen, ob es einen Grund gab, Angst zu haben.
Ich öffnete erneut die Augen und lag in einem dunklen Raum. Ich wollte mich aufsetzen, stieß mir jedoch den Kopf an einer, mit samt überzogenen, Holzplatte. Ich lag in einer engen, zwei Meter langen Holzbox.
In einem Sarg.
Seit vier Jahren, seit dem Tod meines Vaters, dachte ich schon über den Tod nach. Aber so hatte ich mir meinen eigenen Tod nie vorgestellt.
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Eure Kurzgeschichten//By: madlen_thynen
Historia CortaIn diesem Buch wird es nur Kurzgeschichten geben. Aber nicht ich bin die Autorin, sondern ihr. Schreibt mir eure Ideen und Erfahrungen und ich schreibe sie auf.
