„Wir werden Sie echt vermissen, Herr Becker", gestand ich und blickte traurig zu Boden. Einige meiner Mitschüler nickten zustimmend und andere waren viel zu sehr damit beschäftigt, ihre Tränen zurückzuhalten.
Auch Herr Becker sah uns niedergeschlagen an. „Nennt mich doch bitte Maverick. Ich bin schließlich nicht mehr euer Lehrer."
„Aber warum können Sie...kannst du denn nicht hierbleiben?", fragte Lucas, einer meiner Mitschüler, verzweifelt.
Maverick seufzte. „Lucas, du weißt doch, dass mein Referendariat jetzt zu Ende ist. Das halbe Jahr mit euch war echt der Wahnsinn. Aber ich werde leider an eine andere Schule versetzt."
„Kannst du denn nicht fragen, ob du hier bleiben kannst?", fragte ich hoffnungsvoll. „Es ist so schwer, einen coolen Lateinlehrer zu finden."
Nun stiegen ihm Tränen in die Augen. „Charlotte, das würde ich ja verdammt gerne, aber so einfach ist das nunmal nicht. Natürlich würde ich lieber hierbleiben. Aber es geht nicht. Ihr packt eure letzten drei Jahre auch ohne mich. Ganz bestimmt."
Nina, meine beste Freundin, begann zu schluchzen. „Aber ohne dich ist es nicht halb so lustig. Wir wollen nicht, dass du gehst, Maverick."
Maverick wischte sich eine Träne von der Wange. „Oh Mann, ihr macht es mir so verdammt schwer zu gehen. Aber ich muss. Ich muss jetzt gehen. Sonst schaffe ich es nicht." Mit diesen Worten drehte er sich um und ging.
Traurig blickten wir ihm hinterher. Niemals hätte ich gedacht, dass ich einen Lehrer mal so ins Herz schließen könnte. Aber Herr Becker war einfach etwas besonderes.
YOU ARE READING
Maverick
Teen FictionMaverick. Ein junger Mann. Ein echt cooler Typ. Ein einzigartiger Lehrer. Ein Einzelgänger. Seine Schüler lieben ihn. Doch er lässt niemanden an sich heran. Jedoch hat er die Rechnung ohne seine ehemalige Schülerin Charlotte gemacht. Die kennt ihn...
