Oranges Fell 1 Am Anfang war das Wildschwein

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Es wurde dunkler und der immer unruhiger werdende Junge irrte durch den Wald. Das war alles die Schuld seiner Eltern welche ihn in den Sommerferien in dieses beschissene Camp schicken mussten. Sie hatten gemeint er würde da sicher Freunde finden aber was interessierte ihn das und vor allem schien sich niemand hier für ihn zu interessieren, genauso wenig wie er sich für die anderen interessierte. Doch jetzt hatte er den Salat, denn er hatte beim Ausflug in das Grün den Anschluss zur Gruppe verloren und niemandem schien dies aufgefallen zu sein, weshalb er nun seit ein paar Stunden in diesem Dickicht fest sass. Dem Schwarzhaarigen wurde es immer unwohler da die Sonne sich schon senkte und so das Licht immer weniger und die Schatten immer länger wurden.

Kageyama ging jedoch weiter, einfach stehen zu bleiben würde nichts bringen und er wollte es zum Camp schaffen noch bevor es stock finster werden würde. So ging er um das vor ihm liegende Gebüsch und sein Atem stockte. Er hatte doch schon genug Pech heute, wieso musste ihm nun auch noch so etwas geschehen. Vor ihm stand ein ausgewachsenes Wildschwein, welches als es den sieben jährigen Jungen bemerkte laut zu quicken und krächzen begann. Der blauäugige Junge geriet in Panik und rann davon. Er rann um sein Leben als er hörte wie sich das riesige Tier schnell, sehr schnell näherte und sein Leben zog vor seinem inneren Auge an ihm vorbei. Das konnte es doch noch nicht gewesen sein, er hatte doch bis jetzt noch nichts erlebt, noch nichts erreicht und er wollte doch unbedingt noch viel mehr Volleyball spielen, war sein Leben den so wertlos? Laut der Bestie hinter ihm schon und das wusste der Schwarzhaarige, weshalb er so schnell rannte wie noch nie zuvor.

Die stampfenden Hufe näherten sich ihm jedoch immer schneller und hatten ihn jeden Augenblick erreicht als sich noch viel schnellere kräftigere Schritte näherten und etwas das Wildschwein umriss. Kageyama hörte ein von schmerz erfülltes Quicken hinter sich und drehte sich um. Was er sah konnte er selbst nicht glauben, ein Wolf, welcher nur halb so gross wie das Wildschwein war, hatte dieses überwältigt. Der kleine Wolf schnappte und biss sein Opfer, bis dieses voller Todesangst das weite suchte. Nun schloss Kageyama endgültig mit seinem Leben ab, den dieses Geschöpf war seinem vorherigen Verfolger weit überlegen und würde ihn, seine gewonnene Trophäe nun genüsslich in der Luft zerreissen. Der kleine Junge liess sich nach hinten fallen, Tränen suchten sich ihren Weg über seine Wangen und wimmernd schloss er seine Augen. Das wegen dem Kampf noch etwas schwer atmende Tier bahnte sich nun seinen Weg zum Schwarzhaarigen, Pfote vor Pfote immer näher an den verzweifelten Jungen heran.

Kageyama spürte nun den heissen Atem des Wolfes an seinem Gesicht, noch immer hatte er die Augen geschlossen und seine Tränen waren noch nicht versiegt, als das wilde Geschöpf ihm diese plötzlich mit seiner rauen Zunge aus dem Gesicht leckte und ihn mit seiner feuchten Nase Stupste. Der Blauäugige machte diese auf und seine Angst war nun einem Staunen gewichen, ein Staunen welches dem jungen Wolf vor ihm galt, sein oranges Fell leuchtete im Licht der Untergehenden Sonne, nur unten an dessen Bauch und bei der Schnauze war das Orange in einem feinen Übergang einem hellen Weiss gewichen. Die rehbraunen Augen des faszinierenden Geschöpfes sahen Ausdrucksvoll in die Blauen von Kageyama, welcher diesen Blick, diesen Moment und auch dieses Wesen nie wieder vergessen würde. Der Wolf ging etwas vom Blauäugigen zurück und wies diesen mit seiner Kopfbewegung ihm zu folgen. Kageyama tat wie ihm gewiesen und das schöne Tier schritt voran immer weiter durch das Dickicht und vergewisserte sich immer wieder, dass der Junge mit ihm mithalten konnte. So führte der Wolf den kleinen Menschen aus dem Wald von wo dieser sein Sommercamp sehen konnte. Kageyama war überglücklich drehte sich um, um dem Wolf zu danken aber dieser war schon verschwunden.

Beim Camp angekommen wurde der Schwarzhaarige sofort von den Campleitern zusammen geschnauzt und er wurde gefragt ob noch ein weitere junge bei ihm wäre was er aber verneinte und sich dann entfernte.

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Glücklich und erschöpft tapste Hinata durch den Wald jetzt musste er nur noch seine Klamotten wieder holen und konnte dann auch wieder zurück zum Camp gehen, machte sich innerlich aber auch schon auf eine riesen Standpauke gefasst. Ja, so kam es auch als er das Camp dann endlich erreicht hatte, doch das war es wert, den ansonsten hätte es den armen Jungen ja ziemlich erwischt, was er gut zu verhindern wusste, so ein Wildschwein war schliesslich nichts im vergleich zu ihm. Nachdem der Orangehaarige von der meckernden Campleiterin ordentlich zusammengestaucht wurde ging dieser müde in sein Bett und schlief ein.

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