Es war wieder mal ein typischer Sommerabend, erst so still dass man deutlich hören konnte, wie eine Gruppe Grillen im fröhlichen miteinander zirpten und im Anschluss eine Eule ihre zarten rufe kund tat, dann plötzlich so laut als sei eine wilde Horde Oger in ein unschuldiges kleines Dorf eingefallen.
Natürlich waren es keine grünen blutrünstigen Muskelbepackten Sumpfkerle, jedenfalls fast, die einzigen Nachbarn die sich dort am Waldrand niedergelassen hatten, die Friedels, waren nämlich nicht weniger laut und aggressiv, wenn es dann mal wieder so richtig zur Sache ging.
Und damit ist nicht die schönste der Welt gemeint, sondern eine der hässlichsten, Beziehungsstreit in seiner ganzen Pracht.
Es war nichts besonderes mehr einen Maurerammer frontal in die Glastür des Gewächshauses fliegen zu sehen oder ein in Benzin getrãnktes lichterloh brennendes Hochbeet mitsamt Vogelscheuche, dass den Nachthimmel gute 10 Minuten lang hell erleuchtete.
All dass nahm seinen Anfang mit einem kleinen Ausrutscher, was man daran nur unschwer erkennen kann, ist die Tatsache dass Menschen sehr empfindsame und verletzliche Wesen sind.
Die Störnkes führten diesbezüglich sogar ein Tagebuch, mitlerweile prall gefüllt mit den zeitweise absurdesten Aktionen.
Dabei verliefen die ersten 3 Jahre mit dem noch sehr jungen Paar wirklich tadelos, nichts deutete darauf hin, dass daraus mal eine so enorme Unruhe entstehen würde.
Wohin gegen diese diesmal aber ein Ausmaß annahm, dass selbst für deren Verhältnisse untypisch war.
Kreischeinde Hilferufe hallten von durch die Nacht, deutlich zu hören durchs Schlafzimmerfenster, dass für eine angenehme Belüftung auf der Kippe stand.
Frau Störnke drängte ihren Mann immer wieder doch endlich mal nach dem rechten zu sehen und schüttelte ihn immer doller hin und her.
,,Stefan, jetzt geh doch endlich mal rüber Mensch, da stimmt was nicht, der bringt die um."
Wieder schüttelte sie ihn und bekam endlich eine Reaktion als sie ihm die Decke vom Leib zog.
Mürrisch und ruckartig sprang er auf, trat vor dem verlassen des Schlafzimmers noch eine Flasche mit Wasser weg die ihm im Weg war und knallte die Tür mit voller Wucht hinter sich zu.
Mit nackten Füßen und nur im Nachthemd stampfte er wütend über die Wiese, erst jetzt auf etwa halber Strecke bemerkte er die frische Nachtluft, die ihm untenrum um den Johannes wehte.
Aber dieser Umstand war ihm nun völlig gleich, schließlich hatte ihn ums so ziemlich allerheiligste gebracht, seinen Schlaf.
Nörgelnd und auf 180 fluchte er den Friedels alles schlechte an den Hals, was man sich nur vorstellen konnte, bereit dazu nach 3 langen Jahren des freundlich bleibens und der zurückhaltung die Fäuste fliegen zu lassen wenn auch nur noch ein einziges falsches Wort fiel.
Doch dieser unausprechliche Groll entwich ihm mit einem Schrecken, den er so noch nie zuvor in seinem ganzen Dasein erlebt hatte.
Kaum war er nämlich am Ort des Geschehens angekommen, kam ihm der Nachbar blutüberströmt entgegen gerannt, fiel auf ihn nieder und sackte in seinen Armen leblos zusammen.
Kreidebleich und mit einem Atem der ihm stockte, blickte der Stefan auf den bewusstlosen, vielleicht sogar schon toten jungen Mann zu seinen Füßen.
Sein Blut an Händen und Nachthemd klebend konnte er die Situation kaum begreifen, dazu fehlte ihm aber auch die Zeit, denn schon kan eine große Gestalt auf ihn zu gestürmt.
Diese stiess ihn gefühlt mit der Kraft eines Pkws zu Boden und schlug ihm pausenlos mit beiden Fäusten ins Gesicht.
Dieses blutete immer mehr während die Nase hörbar brach und zur Seite weg knickte.
Lippen platzten, Augenlider und Adern rissen unter den massiven Schlägen ein. Stefan war kaum noch bei Bewusstsein und hatte dass Gefühl, jeden Moment an seinem eigenen Blut und Zähnen zu ersticken.
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Wenn die Nacht kommt
HorrorHallo liebe/r Leser/in, ich möchte sie an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinweisen, daß dieses Buch nichts für schwache Nerven ist. Es enthält unangebrachte Kraftausdrücke, detailierte Beschreibungen von hartem Kindesmissbrauch, schlimmer Gewalt...
