Run away

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Die Geschichte fängt mit mir an, nur mit mir, mag sein, dass das egoistisch klingt, aber irgendwann muss man auch mal egoistisch sein

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Die Geschichte fängt mit mir an, nur mit mir, mag sein, dass das egoistisch klingt, aber irgendwann muss man auch mal egoistisch sein. Entweder an dem Punkt wo man merkt, dass das Leben an einem vorbeizieht und man keine Kontrolle mehr hat oder wenn man kurz davor steht verrückt zu werden. Bei mir traf beides irgendwie zu, ich war schon länger nicht mehr ganz da, geschweige denn noch in meinem Leben. Wahrscheinlich war ich nicht verrückt aber allein der Gedanke, dass ich verrückt sein könnte, machte mich fertig. Es wurde nicht von etwas bestimmten ausgelöst, kein tot in der Familie, keine Trennung, es war noch nicht einmal stressig in der Schule, als das ganze losging. Ich hatte 2 wunderbare Freundinnen und einen Freund. Also er war nicht mein Freund, obwohl ich das toll gefunden hätte. Trotzdem blieb ich nicht da, auch wenn ich mir Mühe gab. Was der Grund war? Keine Ahnung, vielleicht war es nur die Pubertät, vielleicht war ich auch gestört, vielleicht waren wir alle gestört. Woher sollte man das schon wissen?

Zu der Zeit brauchte ich ein Abenteuer etwas Neues, etwas oder jemanden der mir, den Weg zeigte. Aber da war niemand. Nur ich und die Leute, die immer da waren, die hätten helfen können, hätte ich sie gefragt, aber mal ehrlich wer hätte das schon getan. So verging Tag um Tag im gleichen grau Ton, es lag noch nicht mal ein winziger Farbunterschied vor. Keine Frage es gab Lichter, wie das Schlittschuhlaufen mit ihm, aber ich vergaß solche Lichtblicke zu schnell, als dass sie den Weg hätten erhellen könnten. Jeden warmen Tag verbrachte wir auf der Wiese, lachten, spielten, ich lachte und spielte, bis es weniger wurde und ich anfing uns in Gedanken nicht mehr wir zu nennen, sondern sie und ich. Bis ich nicht mehr daran dachte, dass ich den jungen mochte, bis ich mich abschottet aus Angst sie könnten mich verletzen, bis ich eines Tages ein Weg fand, woanders zu sein, an einem Ort, der so war wie ich.

In dieser Welt gab es keine reich und arm sowieso begegnete ich nur sehr wenige Menschen. Die wenigen Menschen, die es dort gab, waren wie ich, schwiegen oder versteckten ihren Schmerz und ihre Verwirrung unter einer Maske aus Stille oder Kindlichkeit, wir kamen aus aller Welt und sprachen doch die gleiche Sprache des Schweigens. Wir sahen die Welt auf gleiche Weise und liebten unsere eigene Welt viel mehr als jeden sonst.
Ich erklomm jeden Berg in dieser Welt und viel dafür immer tiefer aus der Realität. Rutschte immer mehr in Richtung des Abgrundes, der mich von der echten Welt Weg führte. Ich vergötterte diesen Ort und wann immer mir danach war, verschwand ich aus der Schule, von Zuhause oder aus sonst einer Situation ins Land der fliegenden Inseln uns goldenen Sonnenuntergängen.
Meine Freunde versuchte noch eine Weile an mich heranzukommen, aber warum sollte ich bei ihnen leben, wenn es das Reich meiner Träume gab, mein Reich. Sagt mir in wiefern hätte sich ein Ausflug in die Realität gelohnt, wenn mich dort nur Angst und Hoffnungslosigkeit erwartet hätte. Besorgnis um mich fragen und aufmunternde Worte, die ich nicht hatte hören wollen.
Leider blieb mein wegrenne nicht unbemerkt, die Lehrer redeten mit meinen Eltern und dies mit mir. Doch ich saß da und war gar nicht da.
Ich stand auf dem höchsten Gipfel in meinem Land ich hatte ihn Asha genannt was soviel bedeutet wie leben, ich wollte leben, auf diesem Berg in diesem Land und nicht bei meinen Eltern oder Freunden. Meine Gedanken waren frei, so frei, dass ich sie nie zu fassen bekam.

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⏰ Last updated: May 14, 2019 ⏰

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