Die unfreiwillige Göttin

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Angenehme Stille herrschte auf der Blumenwiese von Persephone , der Wind fuhr durch ihre langen dunklen Haare, während sie auf die wunderschönen Märzveilchen schaute.Vorsichtig beugte sich die Göttin der Fruchtbarkeit zu den Pflanzen hinunter, bedacht darauf nicht ihr strahlend weißes Kleid zu beschmutzen. Lächelnd suchte sie die schönsten Exemplare heraus und pflückte sie zu einem großem Strauß zusammen, ihre Mutter Demeter würde sich bestimmt darüber freuen, nicht machte die Göttin der Natur glücklicher als blühende Pflanzen . Ihr Vater Zeus scherte sich nicht um die Natur die alles umgab, er war viel zu sehr damit beschäftigt den Olymp zu beherrschen als das er sich um unwichtige Blumen kümmerte.

Als das letzte Märzveilchen seinen Platz fand, verspürte Persephone eine unangenehme Präsens, sie begann zu frösteln und schaute sich nervös nach allen Seiten um.Tatsächlich tauchte kurz darauf der Gott der Unterwelt Hades in einer dunklen Wolke aus Rauch auf. Die Blumen um ihn herum starben und färbten sich schwarz, Hades machte einen Schritt auf Persephone zu und stand jetzt unmittelbar vor ihr. Mit weit geöffneten Augen blickte sie zu der hünenhaften Gestalt des Unterweltsgottes hinauf,verspannt wartete sie auf den Grund seines Erscheinens. Langsam streckte er seine große Hand aus und fand ihre Wange, die er beinahe zärtlich streichelte.

,,Du wirst meine Frau Persephone, es wird Zeit, ich habe schon viele zu lange gewartet..." , raunte Hades ihr zu und schob seinen Helm ein wenig hoch, gab somit seine aufgesprungenen Lippen frei, nur um seine zukünftige Frau küssen zu können. Leidenschaftlich drückte er seine Lippen gegen Persephones und nahm ihre schlanke Gestalt in seine starken Arme und presste sie gegen seinen Körper, er wollte sie nie mehr gehen lassen. Voller Abscheu versuchte die Göttin sich aus dem Griff zu befreien und den Kuss zu unterbrechen, doch es war zwecklos, Hades war viel stärker als sie selbst.

Immer noch wehrte Persephone sich gegen Hades Annährungen, nach einer Ewigkeit löste er sich von ihr undsein Helm rutschte zurück, sie konnte ihr Spiegelbild in ihm sehen.Wütend funkelte sie ihn an, ihre Augen sprühten Funken des Hasses,doch den Gott der Unterwelt schien das nicht zu stören, er hatte was er wollte.

,,Das kannst du nicht bestimmen!!! Da hab ich jawohl auch noch ein Wort mitzureden!!! Ich liebe dich nicht,ich mag dich noch nicht einmal !!! „ , schrie sie ihm voller Zorn entgegen , doch Hades lachte nur dunkel und entgenete:

,,Das wirst du mit der Zeit schon ändern und jetzt komm wir müssen unsere Ehe besiegeln."

Schon hatte er Persephone gepackt und zerrte sie ohne große Mühe in sein Reich, wo jetzt ihr rechtmäßiger Platz an seiner Seite war, als Göttin der Unterwelt...

Demeter fühlte eine gewisse Unruhe während sie die Ernte der Menschen hütete, irgendetwas musste passiert sein, ganz deutlich verspürte sie einen unerklärlichenVerlust. Ihr erster Gedanke galt ihrer Tochter und so machte sie sich augenblicklich auf die Suche nach ihr, doch von Athen bis Sparta,nirgends konnte sie sie finden. Verzweifelt und den Tränen nahe ließ die Göttin der Natur sich zu Boden sinken, das Grün ihres Kleides traf den schlammigen Boden. Durch Demeters bedrücktes Gemüt änderte sich die Jahreszeit, die Sonne kam nicht durch die dichten Wolken und alles tauchte sich in grau, machte die Landschaft kalt und ausgestorben. Doch dann durchbrach ein heller Sonnenstrahl die dunklen Wolken, der Feuerwagen mit seinen Rossen schritt anmutig durch den Himmel und sank genau vor ihr hinab. Helios, der Gott der Sonne, stieg aus seinem Wagen und sah sie wissend an.

,,Was willst du von mir Helios..?"sagte Demeter leise, richtete sich auf und blickte ihm direkt in seine Augen.

,,Ich überbringe dir eine schlechte Nachricht , Demeter. Deine Tochter wurde entführt von Hades, er will sie heiraten."

Mitfühlend sah Helios sie an, als sie geschockt die vom Weinen roten Augen weit öffnete, entrüstet schrie sie ihn an:

,, Und niemand tut etwas? Ich will meine Tochter zurück!"

,,Wir tun was wir können", flüsterte der Sonnengott und nahm Demeter in seine Arme um ihr Trost zu spenden. Sie krallte sich in seine Rüstung, schlug vor Wut gegen seine Brust, während sie wieder anfing zu Weinen. Der Himmel tat es ihr gleich, Regen übergoss das Land und machte es noch trostloser...

Noch am selben Tag suchte Demeter den Herrscher des Olymps Zeus auf, um mit ihm über Persephones Schicksal zu sprechen. Nur er war dazu in der Lage seinen Bruder Hades etwas vorzuschreiben. Nun stand Demeter vor Zeus und zögerte nicht,brachte ihr Begehr vor:

,,Zeus, ich will meine Tochter zurück."

Die Augen des Donnergottes richteten sich auf Demeter die wie ein Häufchen Elend vor ihm stand. Er konnte genau sehen wie sehr sie durch den Verlust ihrer Tochter litt und sagte in einem ruhigen Ton:

,,Du wirst sie einmal Jahr sehen dürfen, den Rest der Zeit verbleibt sie bei Hades, wo sie als seine Ehegattin hingehört."

,,Was? Das kannst du nicht machen! Sie ist MEINE Tochter, es ist mein Recht sie sehen zu dürfen wann es mir gefällt !" rief sie ihm voller Wut über sein unfaires Angebot entgegen.

,,Demeter... Erinnere dich wem du gegenüberstehst..." grollte der Herrscher des Olymps bedrohlich und ein Gewitter braute sich über ihm zusammen. Ein Blitz schlug direkt neben Demeter ein, ließ sie zusammenzucken. Zeus duldete keine Widerrede, also drehte sie sich ohne weitere Worte um und nahm das Schicksal so an wie es bestimmt war.

Hades hielt sich an die Vereinbarung und übergab seine Frau Persephone einmal im Jahr an ihre Mutter,diese war so glücklich über das wiedersehen, das das Land strahlte und alles blühte. Jede einzelne Pflanze spross ins unermessliche . So schlimm war es jedoch als ihre Tochter zurückkehren musste, die Natur starb, der Boden wurde unfruchtbar, vorbei war es mit der Fruchtbarkeit der Erde. Während Persephones Aufenthalt in der Unterwelt wuchs ihr Hass auf die Olympier ins Unermessliche. Der Olymp hatte sie verraten, sie zu ewigen Leiden verdammt, mit einem Mann zu leben den sie nicht liebte, an diesem düsteren Ort. Warum bestraften sie die Götter nur derart? Lieber wollte sie sterben,aber zuerst sollten die anderen Qualen erleiden bevor sie den endgültigen Tod starb. Erst sollte alles andere leiden bevor sie Frieden fand...

Bald würde die Welt und alles mit ihr vernichtete werden, nur noch Kratos hielt sie davon ab. Persephone grinste, den Sterblichen würde sie mit Leichtigkeit aus dem Weg räumen. Der Spartaner war eine weitere gequälte Seele, deren Leiden ebenfalls ausgelöst durch die Olympier, doch er erkannte es nicht.Sie werden ihn nicht erlösen...

Jetzt stand sie ihm gegenüber und er stürzte sich sofort mit der Schnelligkeit eines Raubtiers auf sie, seine Chaosklingen peitschten durch die Luft. Ohne Mühe wich sie ihnen aus, beschoss Kratos mit gebündelten Strahlen, einer traf ihn am Oberarm und machte ihn langsamer.Persephone riss Steine aus dem Boden und schleuderte sie mit Telekinese auf Kratos. Der Spartaner nutze einen toten Winkel, sprang auf sie zu, zückte seine Klingen und trieb sie ihr so tief es ging in die Brust, Blut verließ die Wunde und hinterließ eine große Wunde. Zornig schlug die Göttin nach Kratos und schleuderte ihn gegen die nächste Wand. Der Spartaner schüttelte seine Benommenheit ab, fokussierte seinen Blick ein letztes Mal und holte aus und schlug in die Luft, kein Treffer. Siegessicher grinste Persephone auf den Sterblichen hinab, dieser schnaufte wütend griff nach dem Handschuh des Zeus, holte aus und traf die Göttin der Unterwelt in die Körpermitte, die er mühelos durchdrang und ein riesiges Loch hinterließ. Der Schmerz explodierte und Persephone richtete ihre letzten Worte an Kratos:

,,Dein Leiden wird niemals enden, Kratos..."

Die unfreiwillige GöttinStories to obsess over. Discover now