#day1

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Piep! Piep! Piep! Piep! Pieeeeeep!!!
Ich schlage auf meinem Wecker, der sofort leise wird. Warum habe ich nur so einen Wecker? Ich weiß es selber nicht.
Langsam stehe ich auf und ziehe mir eine knielange Jeans und ein lockeres helles T-Shirt an obwohl es relativ kalt ist, da wir noch recht früh haben. Meine Augen schweifen durch mein Zimmer. Ich habe nichts vergessen, nehme meine Tasche und verlasse mein kleines Zimmer. Hinter mir wird natürlich ordentlich die Tür geschlossen und dann mache ich mich auch schon auf den Weg zum Auto. Und ja ich frühstücke nichts. Es ist noch zu früh. Meine Mom fährt mich zur Busschleife und verabschiedet sich lange von mir. Als ich in den Bus steige, sehe ich Vincent meinen besten Freund und setzte mich natürlich neben ihn. „Hi Alex!",begrüßt er mich freundlich. Ich grummel nur eine Begrüßung und wir unterhalten uns. Der Bus fährt los und jeder wird leise, da unser Betreuer etwas ansagt. „Guten morgen euch allen. Ich hoffe wir haben eine tolle Zeit im Sommercamp." und schon war die knappe Begrüßung zu Ende und wir konnten uns weiter unterhalten. „Ich hoffe wir können zusammen in eine Hütte.",sagt Vincent besorgt. Ich beruhige ihn:„Das wird schon." Ich habe es nicht so mit Worten. Schon immer war ich eher der ruhige Typ und wollte nie im Mittelpunkt stehen. Naja aber jetzt fahre ich in ein Sommercamp. Vincent hat mich überredet, sonst würde ich nie freiwillig ein hundert Kilometer wegfahren, aber jetzt sitze ich hier und bin doch recht froh hier zu sein. Vincent ist einfach mein bester und einziger Freund den ich habe. Wie gesagt ich bin eher zurückhaltend. Am liebsten bin ich Zuhause in meinem Zimmer und lese ein Buch. Ja ich lese Bücher. Das ist relativ seltsam in meinem Alter, aber ich bin kein Nerd obwohl ich relativ gut in der Schule bin. Das liegt aber wiederum an meine Vorliebe für Bücher.
Diese Fahrt ist anders als eine Klassenfahrt. Wir fahren mit unserer Gemeinde weg und deswegen kenne ich hier nicht wirklich jemanden, außer vom Gesicht her, wenn man sich mal im Supermarkt traf.
Die ganze Fahrt über reden oder schlafen wir. Ich bin nämlich noch sehr müde und bekomme sonst schlechte Laune. Gegen Mittag kommen wir am See an, der Mitten im nirgendwo liegt und wir noch 10 Minuten mit unserem Gepäck durch den Wald laufen müssen. Meine Laune liegt im Keller und dann tretet noch jemand oben drauf.
Wir versammeln uns alle zusammen in der Mitte des Camps. Hier ist ein großer Kreis aus langen hölzernen Sitzbänken und wir setzen uns alle. In der Mitte ist eine runde große Fläche auf der ein paar abgebrannte Holzstämme liegen. Das ist wohl ein Lagerfeuer. Meine Augen schweifen an den Jugendlichen vorbei und ich sehe mir das Camp an. Um dieses Lagerfeuer ist noch recht viel Platz mit vereinzelten Bäumen. Dahinter sind die großen Haupthäuser. Ein Essens Saal, ein Krankenzimmer das mit einem roten Kreuz versehen ist und die Betreuerhütte, sowie eine kleine Hütte in der man seine Wäsche waschen kann. Ich höre gerade nicht zu, da ich ein glitzern wahrnehme. Ich sehe genauer hin und entdecke den See. Auf einmal stehen alle auf und Vincent holt mich aus meinen Gedanken. „Du bist in Hütte 26 ich in Hütte 10.",er seufzt und ich gleichzeitig auch. Dann hofft man mit seinem Kumpel in eine Hütte zu kommen und dann muss ich mit irgendwem in eine Hütte. Toll.
Ich verabschiede mich von Vincent und mache mich mit meinem Gepäck auf den Weg zur Hütte. Das ist ein echt langer Weg und das ist ausgerechnet die letzte Hütte tief im Wald. Ich musste 10 Minuten laufen und nach 2 Minuten sah ich schon keine anderen Hütten mehr, das heißt diese Hütte ist echt weit weg. Mist. Doch als ich ankomme bin ich hin und weg. Es ist eine kleine Lichtung direkt am See. Natürlich auf der anderen Seite als das Hauptgebäude. Naja ich überlebe das schon irgendwie. Das gute ist, von außen sieht man überhaupt nicht, dass hier ein Haus steht und niemand weiß, wo diese Hütte steht. Ich habe sie nur aus Zufall gefunden.
Erst einmal gehe ich rein und stelle meine Tasche ab. So wie es aussieht ist dieses Haus sogar größer als die anderen. Außerdem sieht es hier wirklich schön aus. Alles aus Holz und schlicht gehalten. Ein kleines Sofa mit Tisch zu meiner Rechten und eine Küche zur linken, obwohl wir eine gemeinsame Küche am Platz haben. Außerdem ist da eine hohe Ablage mit Barhockern. Geradeaus links an der Wand ist eine Tür zum Badezimmer. Neugieriger Weise gucke ich da rein und tatsächlich hier ist eine Badewanne. Wow!
Als ich mich genauer umsehe bemerke ich aber, dass etwas nicht stimmen kann... Warum ist das hier eine Luxushütte? Doch diesen Gedanken verdränge ich wieder ganz schnell, als ich eine Treppe bemerke. Ein Obergeschoss! Hier stehen zwei Doppelbetten und auf dem einen steht eine Tasche. Die gehört bestimmt meinem Mitbewohner. Also hole ich auch meine Tasche und stelle sie auf das andere Bett.
Um 19 Uhr gibt es Abendessen und ich habe genug Zeit, also räume ich meine Sachen schon einmal ordentlich in diesen Bettkasten Schrank. Was auch immer das ist ein. Danach lege ich mich auf das Bett und döse ein wenig vor mich hin.

How I met his voice under the starry sky Stories to obsess over. Discover now