Wie Manuel sich zeigte...

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Wie Manuel sich zeigte...

Es waren einmal zwei Jungen. Der eine hieß Taddl und der andere hieß Ardy. Eines Tages hatte Ardy Hunger, doch er konnte sich nichts zu essen machen, da kochen nicht zu seinen unglaublichen, unzähligen Talenten gehörte. So zogen Taddl und Ardy los, um Essen zu holen. Es war eine lange und anstrengende Reise, bis sie zu Rewe kamen (Product Placement).

Verschwitzt und außer Atem stürmten sie durch die Eingangstür und steuerten die Fast Food-Ecke der Rewe Filiale an. Dort jedoch wartete der Filialleiter des Rewe, der ein unsäglicher Tardy-Fanboy war. Er verlangte Fotos und Autogramme auf seiner Arbeitskleidung, die er fortan nicht mehr auszog.

Taddl und Ardy sahen sich an und taten, wie ihnen geheißen.

Als sich der Filialleiter jedoch umdrehte, um den beiden Jungen den Weg auf das Fast Food freizugeben, war es plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Die drei starrten entsetzt auf das leere Regal und Taddl hielt die Vlogging-Cam darauf. Plötzlich erkannte Ardy, der sich bald von dem Schrecken erholt hatte, eine weiße Maske hinter den Regalen.

Er schrie: „Manu! Gib uns das Fast Food zurück oder wir ziehen dir die Maske vom Gesicht!“ Diese harten Worte aus Ardys Mund zeigten Wirkung und Manu legte die Burger und Pizzen vor Taddls Füße nieder.

Dann ging alles ganz schnell.

Der Filialleiter rutschte auf einem Gürkchen, das aus einem schlampig eingepackten Burger fiel, aus und ruderte wild mit den Armen. Dabei erwischte er Taddls kleinen Finger, der vor Schmerz aufschrie. Ardy lachte laut und wurde rot wie eine Tomate.

Geblendet von dem grell gleißenden Licht, das nun von Ardys makelloser Visage ausging, torkelte Manuel auf dem hallenden Linoleum in leuchtend beiger Farbe gen Gemüsegefriertruhe.

Als eine ältere Dame die bereits quietschende Schiebetür der Gefriertruhe öffnete, geschah es. Manuel krachte mit ohrenbetäubendem Lärm in die Truhe. Taddl, Ardy und der Filialleiter stürmten zur Truhe und starrten ins Innere. Dort lag er, Manu, mit einer reduzierten Packung tiefgekühltem Mischgemüse auf dem Kopf.

Doch das Schlimmste war: Die Maske war ihm in dem ganzen Trubel vom Gesicht gerutscht. Lockig fiel ihm das krause Haar in die Stirn, kastanienbraun, mit einem Hauch Brünett. Zottelig und wirr standen die Augenbrauen in alle Richtungen ab. Doch das, was Taddl, Ardy und den Filialleiter am meisten berührte, war Manus Gesicht. Diese einmalige Schönheit voller Perfektion und Vollkommenheit. Sanft strahlten die haselnussbraunen Augen in die Runde, vollgesogen mit Einfühlsamkeit und Geborgenheit. Seine Nasenflügel weiteten sich und einzelne Nasenhaare tanzten im Luftzug. Manus Lippen waren leicht geöffnet, die Unterlippe überlappte die Obere minimalst. Das kantige Kinn mit den 2mm Bartstoppeln rundete die Perfektion schlussendlich ab.

Lang sagte niemand ein Wort, bis Ardy den Wunsch äußerte, eine Kleinigkeit zu essen.

Manu, Taddl und der Filialleiter hielten dies für eine gute Idee und befreiten Manu aus der Gefriertruhe. Glücklich liefen sie dem Sonnenuntergang entgegen, Hand in Hand, doch Manus Schönheit strahlte heller als Ardys Tomatengesicht und die untergehende Abendsonne gemeinsam.

Ende.

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⏰ Last updated: Sep 13, 2014 ⏰

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