Ich war auf meiner morgendlichen Erkundungstour, als ich Rauch am Himmel aufsteigen sah. Das war ungewöhnlich, schliesslich lebte niemand in dieser Gegend. Ohne lange zu überlegen, beschloss ich, diese Stelle aufzusuchen und dem Rauch auf den Grund zu gehen. Ich tauchte von der Wiese in einen dunklen Wald ein. Ich war schon oft darin spazieren gegangen, doch noch nie so tief. Je näher ich meinem Zielort kam, desto dicker wurde die Luft und sie war von einem beissenden Geruch erfüllt. Der Rauch!
Es konnte nicht mehr weit sein.
Ich konnte es nicht mehr abwarten und rannte die letzten Meter. Ich versuchte dabei über keine Wurzel zu stolpern. Mir klappte vor erstaunen der Mund auf. Vor mir ragte ein weisses, edles Gebäude in die Luft. Es brannte und an einigen Stellen war es schon eingestürzt. Ich ging um das Gebäude herum, da ich den Eingang finden wollte. Dieser war noch völlig in Takt. Ohne auf jegliche Vernunft zu hören, betrat ich das Gebäude. Im Eingang wirkte alles noch völlig normal, doch dann kam ich in einen riesigen Saal, der brannte und zerfiel. Es war heiss und stickig, doch auszuhalten. Ich umrundete einige Trümmer, als mir plötzlich etwas - oder besser gesagt jemand auffiel. Ein junger Mann mit braunen Haaren und Robe lag halb unter den Trümmerteilen begraben.
„Sir?" Fragte ich laut. „Sir?"
Doch der Mann hörte mich nicht. Er reagierte auch nicht, nachdem ich ihn heftig an der Schulter gerüttelt hatte.
Weitere Steine fielen aus der Decke und landeten fünf Meter von mir entfernt in den Flammen. Mein Entschluss stand fest: Ich musste den Mann hier rauskriegen!
Ich versuchte einen der Steine hochzuheben, doch er war viel zu schwer für mich und es gab noch wesentlich grössere. Mir blieb keine andere Wahl, als diese komische Kraft einzusetzen. Darren konnte es nicht leiden, wenn ich das tat, aber das hier war eine Notsituation. Also konzentrierte ich mich ganz fest auf die Trümmerteile und stellte mir vor, wie sie weg schwebten. Konzentriert schliss ich die Augen. Mich durchströmte dieses bestimmte Gefühl und die Trümmerteile schwebten tatsächlich weg. Der Mann regte sich etwas, wachte aber nicht auf.
Es krachte erneut ohrenbetäubenden laut und eine neue Hitzewelle überkam mich. Eilig packte ich den Mann bei den Armen und schleppte ihn nach draussen. Kurz bevor ich den Ausgang erreicht hatte, traf ein herabstürzendes Stück Decke meinen Arm. Ich stöhnte auf, doch durch das Adrenalin, das in diesem Moment durch meine Adern floss, konnte ich kaum mehr als ein Pochen fühlen. Als ich es endlich geschafft hatte und einige Meter neben dem Gebäude war, liess ich den Verletzten vorsichtig zu Boden sinken. Er war noch immer bewusstlos, gab aber hin und wieder ein leises Geräusch von sich. Mir war klar, dass ich ihn unmöglich einfach den ganzen Weg bis nach Hause hinter mir her ziehen konnte. Eine Trage wäre wohl hilfreich, also versuchte ich eine zu bauen. Aus ein paar stabilen Ästen, meinem Mantel und einigen Gräsern, die gut als Seile taugten, stellte ich eine Trage her. Mit viel Mühe, hievte ich den Mann auf die Trage, die tatsächlich funktionierte. Der Weg bis zur Hütte war beschwerlich und ich musste manchmal sogar eine Pause einlegen. Der Mann öffnete hin und wieder seine Augen, murmelte etwas, schien aber nie ganz bei sich zu sein. Mir fiel das Lichtschwert an seiner Hüfte auf. Er war also ein Jedi. Doch wie konnte ein Jedi verletzt werden und alleine in einer einstürzenden Ruine liegen?
Die Sonne hatte schon ihren Höhepunkt überschritten, als ich zu Hause ankam. Hoffentlich war Darren nicht allzu sauer auf mich. Doch er wartete schon vor dem Haus auf mich.
„Wo warst du?" Fragte der Clon, dann entdeckte er den Verletzten, den ich auf der Trage hinter mir her zog. „Wer ist das?"
„Ich habe ihn in einem Haus ganz weit im Wald gefunden. Das Haus war dabei einzustürzen und hat gebrannt!" Ich sprach so schnell, dass meine Stimme sich schon überschlug. „Ich bin da rein gegangen und er lag unter den Trümmern begraben. Also habe ich diese Macht benutzt und ihn rausgeholt."
Du bist also in ein brennendes Haus gelaufen und hast dazu noch diese Macht benutzt?" Fragte Darren. Seine Stimme glich dabei schon eher einem Knurren. „Tara, du bist acht Jahre alt! Du bist viel zu jung um solch gefährliche Dinge zu tun!"
„Aber sein Leben war in Gefahr! Ich konnte nicht anders!" Verteidigte ich meine Aktion.
Darren nahm meinen Arm und begutachtete ihn. Als er ihn wieder los liess, sah er mich missbilligend an. Er wollte sich gerade umdrehen und rein gehen, da fragte ich: „Darf er bitte hier bleiben?"
„Er ist ein Jedi! Er bedeutet nur Unheil!" Meinte Darren.
„Bitte?" Meine Stimme hatte einen flehenden Unterton.
„Na gut! Bring ihn rein." Sagte der Clon.
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Tara ~Clone Wars~
FanfictionTara, ein junges Mädchen, lebt zusammen mit dem Ex-Klonsoldat auf einem kaum bewohnten Planeten. Seit sie Klein ist, kann sie eine Macht benutzen, eine seltsame Macht, ihrer Meinung nach. Doch Darren verbot ihr, diese zu nutzen, doch damit konnte da...
