Es ist ruhig in dem Raum. Müde und erschöpft streiche ich eine der Strähnen die mir ins Gesicht hängen hinter mein Ohr. Ich räume schon seit früh am Morgen die Riesen Villa auf, die sich meine Frau für uns gekauft hat.
Sie arbeitet schon wieder bis abends hatte sie mir gesagt gestern kurz nachdem sie zu ihrer Arbeit ging. Wie immer bin ich darauf hin zu meiner kleinen Tochter gegangen. Ich bin so stolz auf sie und ihre Sprachkenntnisse. Sie spricht inzwischen Englisch und koreanisch fließend, da wir zu Hause immer englisch sprechen. Das liegt daran, das meine Frau eine Amerikanerin ist. Sie wollte das sie die Englische Sprache beherrscht. Also musste ich, obwohl ich selbst nicht wirklich English sprechen könnte jedes Mal Englisch mit ihr reden. Die ersten Jahre fiel es mir schwer weswegen ich öfters bis in den nächsten Tag Englisch gelernt habe.
Bevor ich an dem Zimmer meiner Tochter ankam höre ich ein poltern. Ich laufe schneller, bis ich an dem Zimmer meiner Tochter ankomme. Schnell stoße ich die Tür zu ihrem Zimmer auf. Als ich indem Raum trete erkenne ich, das sie ihr Bücherregal umgeschmissen hat. Mit einem Handgriff hebe ich das Regal auf das nur aus ein paar leichten Brettern bestand. Alle Bücher liegen auf dem Boden verstreut.
„Wie hast du das den geschafft?" frage ich sie auf Englisch, so gut ich es eben konnte.
„ich weiß es nicht" schluchzt sie und ich nehme sie in meine Arme.
Mühsam Knie ich mich hin um die vielen Bücher von dem Boden zu lesen.
„Lass das ich mach das" sagte sie während sie mich mit ihren verheulten Augen anschaut.
„Nein, du musst zur Schule, komm ich habe dir schon deine Schuluniform gewaschen. Ich strecke ihr meine Hand hin und sie legt ihre kleine in meine Hand.
„Aber danach räum ich auf, ok"
Sie schaut mich mit ihren großen Augen an.
Ich nicke ihr zu als Bestätigung. Ich schicke sie in das einkleide Zimmer. In dem Schrank hängt die kleine Uniform von ihr. Ich finde es immer so süß wenn sie diese an hat.
Ich laufe weiter in die zweite Etage um den Boden weiter zu schrubben.
Da ich heute schon um vier Uhr aufgestanden bin, habe ich bereits den ganzen Haushalt erledigt. Es ist nur noch die eine Etage die ich sauber machen muss. Ich fange an die Regale abzustauben. Kurz darauf, wische ich die Fenster, sauge den Boden und wische den restlichen Schmutz auf.
Nachdem der Boden getrocknet ist, laufe ich nach unten in die Küche. Der Kochkurs den ich im Internet besucht habe, macht es mir möglich einfache Koreanische Speisen wie zum Beispiel Bibimbap oder Japchae zu errichten. Heute gibt es Japchae. Ich kippe die Nudeln, die ich zuvor aus Süßkartoffeln gemacht habe in den großen Topf. Zusammen mit Gemüse lasse ich die Nudeln kochen. Wenn das Essen fertig ist und Hyuna von der Schule kommt, werde ich mit ihr in den Zoo gehen.
Es klingelt an der Tür.
Wer war das?
Hyuna hatte noch nicht Schulschluss und Julia müsste eigentlich noch arbeiten. Ich öffne die Tür und eine gestresste Julia blickt mir ins Gesicht. Das konnte nur schlecht ausgehen. Ich verziehe mich zurück in die Küche. Zum Glück habe ich bereits alles sauber gemacht, sodass es quasi kein Grund gäbe mich zu bestrafen.
Ich laufe wieder zurück zum Herd an dem die Speise kocht.
Julia läuft gerade die Treppe hoch, sie müsste oben in Hyunas Zimmer gehen welches ich erst gestern aufgeräumt habe.
Doch jetzt kommt sie polternd die Treppe runter gerannt. Sie hat einen Gürtel in der Hand welchen sie drohend auf die andere Hand fallen lässt. Ich weiche in die Ecke der Küche aus.
Ich kannte das Verhalten von ihr schon seit ich hier eingezogen bin. Ich habe sie damals geheiratet, da ich sonst keine andere Wahl hatte. Ich war auf der Straße groß geworden, bis ich sie traf. Sie war damals eine Touristin die aus Amerika nach Südkorea kam um sich einen guten Urlaub zu machen. Daraufhin lernten wir uns kennen und sie hat sich in mich verliebt. Sie versprach mir ein gutes Haus wenn ich sie heiratete, also tat ich dies auch. Ich heiratete sie und ein Jahr darauf bekam sie meine kleine Tochter Hyuna.
Wütend lieg Julia auf mich zu und holte mit dem Gürtel aus sodass sie mich bald mit ihm schlagen konnte. Der Gürtel flog durch die Luft und knallte mir auf die Wange. Meine Wange brannte nachdem der Gürtel abgeprallt ist. Ich verziehe mein Gesicht und berühre meine schmerzende Wange mit meiner Hand.
Ich beuge mich vor und ein weiterer Gürtelhieb trifft meinen Rücken.
Immer und immer schlug sie auf meinen Rücken, bei jedem Schritt läuft sie ein bisschen nach hinten.
Die schlägt nun auf mein Kopf bis ihr der Gürtel aus der Hand fiel.
Wütend drehte sie sich in der Küche um und griff nach einem Messer das in der Küche lag.
Immer wütender werdend ban sie das Messer und sticht damit auf mich ein.
Ich schreie, ich schreie vor Schmerz, der sich in meinem ganzen Körper ausbreitet.
Das Blut breitet sich auf meinem Pullover aus.
Was ist nur in sie gefahren?
Sie war sonst nie so.
„j-Julia Stopp ich kann nicht mehr." Presse ich vor Schmerz raus und sacke in mich zusammen. Sie lässt von mir ab und Rennt aus dem Zimmer. Im selben Moment merke ich wie die Tür aufgerissen wird.
Hyuna rennt in das Zimmer und sieht mir in die Augen.
KAMU SEDANG MEMBACA
Broken
AcakAlles dreht sich. Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf. Fünfmal schneide ich mir in meinen linken Arm. Tränen fließen mir über meine Wangen. Ich wische sie mit der Hand weg und verteile einige Blutspuren auf meiner Wange. Ich schaue zum Spiegel. Verschw...
