Mein letzter letzter Tag

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Es war früh. Sehr früh sogar. Um genau zu sein war es 5:30. Warum war ich also schon so früh auf ? Und das an einem Sonntag. Nunja, heute war der Tag gekommen. Mein letzter Tag hier. Mein letzter Tag zuhause. Ich ziehe um. Ich ziehe in eine große Stadt. Weg vom Elternhaus und hinaus in die weite Welt .Die Letzten Gegenstände in meinem Zimmer packe ich in einen noch offenen Karton. Die restlichen Kisten werden in den Wagen geladen. Die lange Autofahrt geht bald los. Meine Mutter und mein Bruder verabschieden sich vor der Haustüre mit Tränen in den Augen.

Mein Vater und meine beste Freundin steigen mit mir gemeinsam in den mini Van. Die Räder fangen an zu rollen. Erst langsam und dann immer schneller. Das Haus, mit den weinenden Menschen davor, wird immer kleiner. Ich bin glücklich. Ich bin aufgeregt. Ich bin unsicher. Ich bin traurig. Ich kann es kaum erwarten dort zu sein. Ich kann es aber auch kaum erwarten wieder nachhause zu kommen. Meine Gefühle sind gespalten.

Ich schweige vor mich hin und schaue aus dem Autofenster. Die Bäume, die Häuser, die Heimat, alles verschwindet hinter mir. Ich komme wieder zurück, dennoch fällt der Abschied schwer. Das Radio wird aufgedreht. Musik erfüllt das Auto. Musik lenkt mich ab. Sie lenkt mich von meinem mulmigem Gefühl ab. Sie lenkt mich von meiner Müdigkeit ab. Genauso wie meine Freundin mich ablenkt. Wir reden. Wir reden über die neue Stadt. Den neuen Job. Das neue Leben das ich nun führen werde.

Das Auto kommt abrupt zum stehen. Nein, wir stehen nicht. Wir fleigen. Das Auto überschlägt sich. Ich sehe alles in Zeitlupe. Der Bruchteil einer Sekunde fühlt sich wie die Ewigkeit an. Ich sehe meinen Vater, der das Auto gesteuert hat. Ich sehe meine Freundin, die neben mir sitzt. Beide kneifen die Augen zu. Sie wollen nicht sehen was geschieht. Ich allerdings kann die Augen nicht schließen. Ich sitze da, in meinen Gurt gepresst. Ich sehe wie mein Vater blutet. Die Autoscheibe ist zersprungen. Es schein als sei heute nicht nur mein letzter Tag Zuhause gewesen, nein heute war mein letzter letzter Tag. Ich wusste das es irgendwann einmal soweit ist. Der Tod hat mir noch nie Angst eingejagt. Das tut er selbst jetzt nicht. Nein dafür war mir mein kurzes Leben immer viel zu schade. In Angst zu leben, angst davor was irgendwann mal passieren wird. Dann ist heute also dieses Irgendwann. Die Splitter der Autoscheibe erreichen nun auch mich und meine Freundin. Sie bohren sich in unsere Haut. Doch ich spüre keinen schmerz. Das Auto kommt auf dem Dach zum liegen. Ein Ruck durchfährt mich.





Das war meine erste Kurzgeschichte. Ich hab einfach drauf losgeschrieben. Ob die Geschichte gut oder schlecht ist kann ich selber nicht so gut beurteilen, also wäre es toll wenn du mir feedback da lässt :). Danke fürs lesen

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