Das Schiff

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05.04.2018 (Do) zum 06.04.2018 (Fr) (Ferien):


Ich bin auf einem Schiff mit vielen anderen Menschen. Es muss ein großes sein, da wir mehrere Etagen haben, mit riesigen Räumen. Und doch wirkt an Deck alles wie ein mittelgroßes altes Piratenboot. Unter Deck ist es weitaus moderner, aber wirkt zum Teil doch sehr kalt durch graue Wände oder Beton. 

Wir müssen zwei Gruppen sein, zumindest tat sich in einer Etage eine quecksilberähnliche Wolke aus der grauen Wand auf und wir hörten einige Wortfetzen. Ich glaube wir mussten irgendwie zueinander finden und doch hatten wir einen gewissen Wettstreit. Sie haben Hilfe gebraucht und irgendjemand hat erkannt, dass sie es geschafft haben, ein Netz zu uns aufzubauen, um mit uns zu reden. Das Signal ist abgebrochen und keiner hat sich weiter darum gekümmert. 

Unsere Gruppe hat durchsichtige Perlen gesucht, die man in etwas anderes umwandeln konnte. Wir hatten erst eine und ich glaube wir haben noch anderes Kraut oder Stäbe für die Kombination gebraucht. Zwischendurch ist noch jemand von Bord gefallen, doch ich weiß nicht, ob sie ihn gerettet haben. Ich bin wieder unter Deck gegangen. Das Wasser war tiefschwarz, es war Nacht und nur ein paar Lichter brannten an Deck. Das Wasser wurde nur vom Wind bewegt, ich mag wie das aussieht. 

Ich erinnere mich an einen riesigen Raum, der an den Plenarsaal im SLT erinnert. 2 Leute standen am Fenster. Nur vereinzelt waren hier Menschen im Raum. Irgendwann muss jemand das Kraut gefunden haben. Das war nicht ich, aber ich war für einen kurzen Moment diese Person. Sie wurde gejagt und die Konkurrenz in der Gruppe begann. 

Es bildeten sich eigene Gruppen, die versuchten das Kraut zu finden. Meine Gruppe bestand aus 3 oder 4 Leuten. Wir haben versucht viele kleine Menschen/Figuren mit meist knallroten Haaren aufzuhalten. Wir lockten sie in einen kleinen Keller mit einer Falltür. Sie rannten hinein, doch manche waren schnell genug, um wieder zu fliehen. Ich weiß nicht, wer sie waren oder wofür sie hier waren, auf jeden Fall waren sie danach verschwunden. In meiner Gruppe waren ein Junge und ein Mädchen neben mir. Der Junge hatte die Falltür geschlossen und das Mädchen stand später neben mir.

Auf einmal war ich in der Schule. Ich muss länger nicht da gewesen sein, irgendwas hätte ich nachholen müssen. Wir gingen in Raum 003 und ich sprach noch mit H., die mir ernst sagte, dass ich noch etwas hätte machen sollen. Ich betrat den Raum, wo schon alle saßen. Er war fast voll, nur noch wenige Lücken waren frei. Es waren Dreier-Tische. Herr H. stand vorne links und sortierte ein paar lose Listen oder Zettel. Alle im Raum sagten kein Wort und waren sehr ernst. Ich glaube Frau H. (R.) saß hinten links. 

Ich ging zu meinem gewohnten Platz und packte meine übliche Federtasche und meinen Deutschhefter aus. Herr H. sah auf und meinte böse: "Setz dich an deinen vorgesehenen Platz!". "Aber das ist doch mein Platz.", antwortete ich ihm. "Nein! Guck doch, wo deine Nummer steht und setz dich gefälligst da hin!". Er zeigte mir den Sitzplan und ich konnte nicht erkennen, welcher Platz für mich bestimmt war. Er zeigte auf Nr. 5, zwischen 1 und 7 in der dritten Reihe am Fenster. Ich sammelte wütend und verständnislos mein Zeug ein und ging nach hinten.

Wieder auf dem Schiff: Ich ging den Weg in der 1. Etage mehrmals entlang, da dort die erste Kugel gefunden worden war. Ich fand plötzlich sehr viele davon, bei 13 hörte ich auf zu zählen. In der Ecke standen viele Leute, die auf einmal alle mitbekamen, dass ich die Kugeln gefunden hatte. Alle stürzten sich aufeinander, um mir die Perlen zu entreißen. Einige verlor ich, doch ich schaffte es weiter nach unten in die Küche zu flüchten. Für so ein riesiges Schiff war die Küche viel zu klein. Da waren nur ein silberner Kühlschrank, ein Spülbecken und ein Stück Arbeitsfläche. Vielleicht noch ein paar Unterschränke.

Meine Gruppenmitglieder waren dort. Der Junge schloss gerade die Tür zum Vorratsraum, wie ich vermutete. Das Mädchen stand schräg hinter mir. Ich riss die Kühlschranktür auf und legte die Kugeln in ein leeres durchsichtiges Fach hinter einem anderen. Es gab noch zwei Plastikschutztüren in rot und blau. Ich schloss sie in der falschen Reihenfolge. 

Die Tür war noch offen, da stand auf einmal ein Mädchen aus einem anderen Team neben mir. Sie wusste noch nicht, dass ich die Kugeln hatte, sonst hätte sie mich auch angegriffen. Sie wollte sich einen Krautsalat mit Nudeln machen und sie bat mich für sie zu kochen. Sie nahm die nötigen Zutaten aus dem Kühlschrank, auch aus der Box vor den Kugeln, was mich panisch werden ließ. Als sie noch einmal in Richtung des Kühlschrankes griff, versuchte ich sie davon abzuhalten, aus Angst sie könnte sie Kugeln doch noch sehen. Sie war eitel und eine Modeprinzessin, aber ich wollte trotzdem nicht darauf wetten, dass sie nicht kämpfen konnte. Sie wollte jedoch nur die Plastiktüren noch einmal schließen, da auch sie sie vertauscht hatte. 

Ich nahm eine Pfanne und machte ihr das Essen. Es war fast nichts und obwohl ich eigentlich nicht weggesehen hatte, war auf einmal alles außer die Soße mit einigen Resten weg. Ich sah sie an und sie grinste mich kauend an. Ich probierte die Soße mit einem Rest Nudel und es schmeckte wirklich gut. 

Wir waren wieder weiter oben und wühlten durch einen Plastikkasten, in dem kleine Teile sortiert waren. Auf einmal tippte mich jemand an und es war eine ältere, kleine Frau mit kurzen grau-blonden Haaren. Sie hielt das gesuchte Kraut in den Händen und bat mich nun, es zu verstecken. Ich wurde wieder panisch. Warum tat die Frau das, obwohl hier sogar ein paar Leute standen und immer wieder andere vorbeiliefen? 

In dem Kasten mit den Teilen räumten wir ein Fach vorne links frei und warfen das Kraut da rein. Es wäre farblich nicht unbedingt unter den anderen Dingen aufgefallen und doch hätte man es bei genauerem Hinsehen sofort erkannt.

Ich sah nach rechts, wo Frau L. und E. hämisch grinsend den Gang entlang liefen. Ich versuchte sofort das Kraut mit meinen Armen zu verdecken und so zu tun, als würde ich nur nach Teilen suchen. Gleichzeitig spürte ich etwas kaltes, spitzes an meinem Hals und hörte Frau L. sagen: "Na, bist du wirklich so hart und spürst den Schmerz nicht?". Ich konnte ihr ekelhaftes Grinsen nicht sehen, da sie schräg hinter mir stand, doch ich konnte es hören. Ich dachte, sie hatte alles gesehen und wollte mich jetzt bestrafen.

Ich war mir nicht sicher, ob der spitze Gegenstand in meine Haut eindrang, aber dem Gefühl nach zu urteilen war es nur eine Nadel. Ich bewegte meinen Kopf von der Nadel weg und drehte mich ebenfalls mit einem Grinsen um. "Lieber nicht in den Hals stechen. Das blutet zu sehr. Auch wenn Sie nicht die Ader treffen. Nehmen Sie lieber meine Hand.", sagte ich selbstbewusst. 

Ich hatte an den Film denken müssen, wo der Junkie Christiane die Spritze klaut und sich in den Hals sticht. Er hatte geblutet wie sau.

Ich hielt ihr meine Hand hin und sie lachte. Sie trat einen Schritt um E. herum und hob ihre Hand. In ihrer Hand hielt sie einen dunkelgrauen Gegenstand, den ich nicht deuten konnte. Sah aus wie ein Kugelschreiber ohne Miene und Halterung. Ehe ich weiter nachdenken konnte stach sie das Gerät in meinen Unterarm.

Ich spürte keinen wirklichen Schmerz, nur ein Drücken, da sich etwas unter meiner Haut Platz verschaffte. Sie schob es gar nicht mal so flach weiter durch meinen Arm. Als ich sah, wie sich meine Haut an der voraussichtlichen Austrittsstelle ausbeulte, stöhnte ich doch kurz auf. Nicht aus Schmerz, sondern weil es einfach zu eklig aussah. Sie sah mich an, doch als ich keine weiteren Geräusche machte, stach sie auf der anderen Seite heraus und ließ los. Alle, auch E. starrten fasziniert auf meinen Arm, an deren Einstichstelle und Austrittswunde nun langsam kleine Blutströpfchen entstanden. 

Frau L. zog ihren Gegenstand wieder heraus und überreichte ihn E., die ebenfalls näher trat. Auch sie stach einmal wie Frau L. zu und noch einmal deutlich schneller. Sie lächelte, während ich nur noch den Druck spürte.


Ich bin mit Schmerzen im Arm aufgewacht, die erst nach 10 Minuten verschwanden. Mir war sofort klar, dass es nur ein Traum war.

TraumtagebuchWhere stories live. Discover now