Hallo, ich weiß nicht ganz wo ich Anfangen soll, meinen Namen und die groben Umstände kennt ihr ja schon. Aber damit ihr besser im Bilde seid, beginne ich an einem Montag. Aber einen für mich damals sehr besonderen Montag, es war der Tag, an dem ich nach fast einem Jahr wieder wirklich regelmäßig raus musste. Ich erkläre euch das mal genauer. Ich habe, nachdem ich meinen Schulabschluss gemacht hatte nicht wirklich die Ahnung gehabt was ich jetzt tun sollte, um ehrlich zu sein, dachte ich nicht mal das ich die Prüfungen schaffte, aber irgendwie kam ich ohne zu Lernen durch. Und dann vergingen die Tage, wie im Flug die Sommerferien begannen und ich hatte nicht mal einen Lebenslauf geschweige denn ein Bild dafür oder sowas. Ich lebe mit meiner Mutter alleine also war es nicht so schwer sie davon zu Überzeugen, das ich erstmal ein Jahr zuhause verbringen kann. Ich wusste, dass sie sich erhofft hatte das ich eine Ausbildung anfange damit sie Geldlich etwas entlastet wird, aber so leid es mir auch tat, ich hatte keine Ambition in der Richtung irgendwas zu tun, ich wusste ja nicht mal, was mir gut liegt denn so Klischeehaft, das auch klingen mag, ich bin in wirklich nichts gut, in der Schule hatte ich fast immer nur dreien geschrieben Hobbys hatte ich auch nicht wirklich. Okay, wenn man den ganzen Tag in seinem Zimmer bei geschlossenen Rollos Videospiele zu spielen und Animes zu schauen als Hobbys zählt dann hab ich vielleicht doch welche. Wie dem auch sei. Wir leben jetzt nicht unbedingt am Existenzminimum aber am Ende des Monats bleibt meist nichts übrig, meine Mutter arbeitet für einen relativ großen Betrieb als Putzfrau. Wobei das Wort ja mittlerweile verpönt ist. Sagt man jetzt Reinigungskraft? Ist ja auch egal. Sie verdient nicht unbedingt wenig aber arbeitet dafür auch lange, sie muss drei Bürogebäude abfahren die etwas auseinander liegen das heißt sie fährt um 7 zu Hause los und kommt zwischen 18 und 23 Uhr wieder nachhause. Die Arbeitszeiten klingen jetzt vielleicht etwas aus der Luft gegriffen, aber die Zeiten wo sie in den anderen zwei Gebäuden anfangen muss zu reinigen liegen meist weit auseinander das heißt, wenn sie mit dem ersten Gebäude fertig ist, hat sie 2 oder sogar 5 stunden Zeit bis sie beim Nächsten anfangen kann, die Zeit schläft sie dann im Auto oder tut eben das was Mütter so tun im Auto. Das bedeutet ich bin meist alleine, was mich auch nicht stört, an sich bin ich gern Alleine. Das eine Jahr verging, wie im Flug die Tage sahen vielleicht von außen sehr ähnlich aus, aber ich hab es wirklich genossen! Bis zum Morgen oder Mittag am PC verbringen, dann Schlafen bis zum Abend und das jeden Tag. Zu 90 % hab ich mich von Tiefkühlessen ernährt, da meine Mutter wenn sie dann nachhause kam, direkt geschlafen hat. Was auch gut so ist, sie muss sich nicht Extra um mich kümmern. Damals war ich 17 und ich denke damit ist man Alt genug, um zumindest etwas einzukaufen, auch wenn ich es unangenehm finde mit das Kassieren zu reden. Aber das Jahr war wahrscheinlich bis dahin das schönste meines Lebens, jeden Tag in aller Ruhe Zocken oder einen Anime schauen, in der Zeit habe ich all mögliche dinge gesehen, die auf meiner Watchlist schon ewig waren und endlich eine Vielzahl meiner Spiele durchgespielt. Aber irgendwann war es halt soweit, es waren die Sommerferien im darauffolgenden Jahr und es hat sich zumindest ausbildungstechnisch absolut nichts getan. Aber dann hat meine Mutter eingegriffen. Sie hält sich da eigentlich meist raus, weil ich auch sonst nie Probleme mache oder gemacht habe, ich bin eigentlich immer in meinem Zimmer, rauche nicht und finde Alkohol ekelhaft. Aber ich weiß nicht entweder konnte sie nicht mehr mit ansehen, wie ihr Sohn immer alleine ist oder sie hat Angst, das aus mir nichts wird und sind wir mal Ehrlich, wer soll ihr das Verübeln hätte sie sich nicht dafür eingesetzt hätte ich vermutlich bis heute nichts geändert und um ehrlich zu sein, wäre ich froh darüber. Aber naja es kam eins zum anderen und so bekam ich eine Zusage für eine Schulische Ausbildung, um genau zu sein mache ich dort mein Fachabitur in Informatik. Vielleicht dachte sie auch, wenn ich den ganzen Tag in meinem Zimmer am Computer sitze, das ich ja zumindest darüber etwas wissen müsste. Die Schule ist zwar in unserer Umgebung aber dennoch in einem anderen Stadtteil was mich ca. eine 45 Minuten laufen lässt. Unsere Stadt ist zwar nicht groß, aber ich wohne praktisch am anderen Ende. Das heißt für mich nach einem Jahr um 7 Uhr aufstehen schnell Zähne putzen, Anziehen und zur Schule gehen, um halbwegs pünktlich zum Unterrichtsbeginn Punkt 8 Uhr da zu sein. Mein Wecker klingelte und da ich bis 5 Uhr morgens nicht schlafen konnte, war ich nicht nur innerlich Tod, sondern man hat es mir auch angesehen. Aber irgendwie stand ich dann doch auf ich torkelte in die Küche, wo ein Zettel lag. „Viel Spaß bei deinem ersten Schultag mein Spatz!". Sie war selbstverständlich schon auf der Arbeit. Ich ging zurück in mein Zimmer und setzte mich vor meinen Computer hin und überlegte, ob ich da nicht doch wieder rauskomme. Die Zeit verging und eh ich mich versah war es halb, ich erinnere mich deswegen noch so gut daran, weil am Anfang eigentlich eine Eröffnungszeremonie war, wo einem alles vorgestellt wird. Ich zog mich in Windeseile an und grade als ich aus der Tür huschen wollte, fiel mir, auf das ich meine Kopfhörer vergessen habe und sprintete wieder zurück. Ich war auf dem Weg bin im schnellsten Schritt gelaufen, wie ich konnte, aber da sich der Gedanke in meinem Kopf breit machte, wie egal mir es ja im Endeffekt war, ging ich normal weiter. Als ich dann mit circa einer 20 minütigen Verspätung doch noch ankam und die Tür zum Saal öffnete, erntete ich ein paar unangenehme blicke von den Lehrern die vorne Standen, aber haben mir zu gestikuliert, dass ich mich setzten solle. Da sie schon am fast am Ende der Vorstellung waren, hab ich nur noch mitgekriegt, wer mein Klassenlehrer ist und wo ich hin musste. Das Grundstück hatte mehrere Gebäude die durchnummeriert waren, ich bin im Gebäude 4, das direkt am Schultor ist, dass Problem an der Sache das viele sich dort dann Treffen und eine Rauchen oder so und man das meist alle Blicke auf sich zieht, was mich immer sehr Verunsichert. Als wir an dem Tag, in der in unserem Klassenraum ankamen hab ich mich direkt hinten rechts an das Fenster gesetzt. Damit ich schön abseits bleiben kann, das hab ich auch in meiner alten Schule so gemacht so bekam ich die Jahre rum ohne das jemand viel mit mir reden wollte. Ich war aber sowieso nur am Handy und freunde hatte ich auch nicht, bis auf ein paar die es immer wieder versuchten. Ich weiß nicht, ob sie mitleid mit mir hatten oder ob es dieses Typische *Ich will mit allen Leuten in der Klasse befreundet sein* Ding ist. Aber natürlich kam es, wie es kommen musste, es setzte sich jemand direkt neben mich. Er sah mich nicht an und setzte sich einfach an meine Bank. Wenigstens sind die Bänke dort etwas größer womit wir einen Stuhl Platz zwischen uns hatten. Wir hatten nur 2 Stunden an dem Tag, der Lehrer wollte eigentlich eine Vorstellungsrunde machen, aber da niemand so wirklich Lust darauf hatte, hat man bis auf den Namen und das Alter von niemanden wirklich was gehört und da ich es mit Namen sowieso schwer hab, konnte ich mir nicht mal dem von mein Nachbar merken. Als wir dann gegen 11 alle gehen durften war ich einer der ersten, der aus dem Raum gestürmt ist, ich war so müde und wollte einfach nur an meinen PC. Als ich endlich zu Hause war,schmiss ich einfach meinen Ranzen in die Ecke und warf mich aufs Bett, zur Krönung rief mich meine Mutter noch an und fragte mich in einem viel zu gut gelauntem Ton wie der Erste Tag war, ich weiß nicht mehr was ich damals gesagt hatte, aber es wird das Typische; „Naja es ist halt Schule" oder „Ja ganz okay" um das Gesprächsthema schnellst möglichst zu wechseln. Sie erzählte mir noch das sie erst Freitag nachhause käme, da ihr Chef sie wieder in anderen Gebäuden weiter weg eingeplant hat. Das ist auch nichts Außergewöhnliches das passiert wirklich häufig. Somit stellte ich mich auf einer zumindest zu Hause entspannte aber schultechnisch stressige Woche ein da ich ja nicht mal das Pünktlich sein beherrsche. Die Woche verlief soweit ich noch weiß ohne großen Stress, Schule hatten wir meist nur wenige Stunden und niemand hat versucht ein Gespräch mir aufzudrücken. Bis dann endlich der Freitag kam und es nur noch eine Stunde vor dem Schulschluss entfernt war aber mir eine Sache das ganze Schuljahr versaut hat.
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Die gruselige Außenwelt
Teen FictionHey, ich bin André. Ich möchte euch meine Geschichte erzählen, bis zum hier und jetzt. Viel gibt es auch nicht zu erzählen, ich bin ziemlich langweilig, habe kaum soziale Kontakte und beruflich bin ich auch nicht vorne mit dabei. Aber alles auf Anf...
