Kapitel 1

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Wie jeden Tag, saß ich, im Bus, natürlich ganz vorne und fuhr von einem viel zu langen Schultag zurück nach Hause. Zum Glück war heute Freitag und das Wochenende sollte beginnen. Ich war die einzige die mit diesem sehr überschaubaren Bus, mit gerade einmal 5 Sitzreihen fuhr. Denn ich wohnte in einem abgelegenen Dorf, auf einem Berg, in dem kaum Menschen lebten. Mir machte es aber nichts aus, in Mellendorf zu leben, denn ich mochte die Natur und den Wald, die genau vor meiner Haustür lagen.
Ich schaute aus dem Fenster und  beobachtete denn Himmel, der langsam immer dunkler wurde, weil die Sonne nur noch ein kleines Stück über dem Horizont lag. Plötzlich, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, denn der Bus bremste sehr ruckartig ab, so das mein Kopf mit voller Wucht, an denn Sitz vor mir krachte.
Als ich auf schaute, war alles schwarz, mein Kopf dröhnte und ich konnte nur noch vereinzelte Umrisse meiner Umgebung Wahrnehmen. Jemand, anscheinend der Busfahrer kahm auf mich zu und fragte : „ Ist alles okay mit dir, junges Mädchen? ". Nach einiger Zeit Kahm ich dann doch wieder zu mir und schaute den Busfahrer an, der mir eine Wasserflasche vor mein Gesicht hielt. Ich nahm die Flasche und trank ein Schluck. „So etwas merkwürdiges habe ich noch nie erlebt." sagte der Busfahrer. Ich fragte ihn, warum er so scharf bremste und er antwortete leicht verstört „ Es war eine Gestalt, ja eine weiße Gestalt, so weiß und glatt, nicht einmal Augen habe ich gesehen, kein Fell, nur glatt, einfach nur glatt." „ Eine Gestallt ?", frage ich ihn leicht verwirrt. „ Die war so groß und weiß und glatt und, und ich habe sie angefahren !". Ich rappelte mich auf und schaute aus dem Fenster, mittlerweile war es stockdunkel und nur die Lichter des Busses erhellte die Straße einwenig. Ich sah nichts außer die gelben Raps Felder, die sich links und rechts befanden.

Der Busfahrer ging nach draußen und betrachtete den Bus von vorne. „Zum Glück keine Beule oder Kratzer", sagte er erleichtert. Ich schnappte mir meinen Ranzen und stieg ebenfalls aus dem Bus aus. Glücklicherweise, lag kein totes oder verletztes Tier vor dem Bus. Die Haltestelle an der ich eigentlich aussteigen musste, war nur noch ein paar Meter entfernt, also beschloss ich den Rest zu laufen. Doch bevor ich losging, fragte mich der Busfahrer mit einer besorgten stimme: „ Ist auch wirklich alles wieder gut mit deinem Kopf, oder soll ich lieber deine Eltern anrufen, damit sie dich abholen ?". „Mein Kopf tut zwar noch etwas weh, aber den Weg bis nachhause schaffe ich schon.", sagte ich relativ sicher. Also lief ich los und dachte noch eine Weile über den Vorfall  nach, eine weiße glatte Gestallt, meinte der Busfahrer. Es war wahrscheinlich einfach nur irgendein Reh oder sowas, das vom Frontlicht so angestrahlt würde, dass es weiß erschien. Ich lief mit schnellen Schritten die dunkle Straße entlang, bis ich an unserem Grundstück ankam. Unser ganzes Grundstück, das die größe eines Fußballstadions hatte, war von einer mittelgroßen Sandsteinmauer umzingelt. Meinen Eltern war Privatsphäre sehr wichtig, aber mit unseren Nachbarn oder so hatten sie kein Problem. Einmal meinte mein Vater das er die Mauer nur baute, weil er sie schön fand und sie gut zum Haus passen würde. Unser Haus war nicht groß, außerdem war es mit einer sanier Bedürftigen Scheune verbunden, so das wir einen kleinen Hof hatten.
Es war dunkel, sehr dunkel und der Wind streifte durch die Bäume und ließ die Blätter rascheln. Ich hörte einen Wolf heulen und meine Schritte wurden größer. Es fühlte sich so an, als würde mich etwas verfolgen oder zumindestens beobachten.
Als ich in die Einfahrt einbog, sah ich an der Wand unseres kleinen, dunklen Hauses, das noch etliche Meter in der Entfernung stand, ein schwarzes Symbol.

Das WesenWhere stories live. Discover now