Weg vom spirituellen, hin zum normalen Leben:
Toshiro und Shizuka erleben den Alltag als Mittelschüler. Zunächst in verschiedenen Klassen haben die beiden nicht viel miteinander zu tun. Die stille, fleißige und stets freundliche Shizuka trifft durch...
Auf dem Schulhof und in den Gängen herrschte munteres Treiben. Die Sommerferien schienen endlos lang gewesen zu sein, denn die Schüler begrüßten sich stürmischer denn je. „Hey, Shizu-chan! Hier sind wir!" Die ehemalige – und vermutlich bald erneute – Klassensprecherin der B-Klasse winkte einem Mädchen mit grünen Haaren aufgeregt zu. „Miyano-chan! Odaya..." „SAG ES NICHT!!" Makani Odayaka hasste ihren Nachnamen. Kein Wunder, ihr Vater war schließlich ein hochrangiger Beamter und in Karakura geschätzt wie gefürchtet. „Du willst von uns ja auch lieber beim Vornamen genannt werden, oder?" Liebevoll knuffte Makani ihrer Freundin Shizuka in die Seite. „Entschuldige, ich hab das vollkommen vergessen. Bitte nicht böse sein." Niemand konnte Shizuka böse sein, dafür war sie einfach viel zu niedlich und freundlich. Für ihre 13 Jahre war sie zudem noch zierlich gebaut, was ihre niedliche Art noch verstärkte. Offizielle Klassensprecherin war zwar bisher immer Ayane Miyano, doch streng genommen erledigte Shizuka sämtliche Angelegenheiten. Die Lehrer schätzten Shizuka sehr und bezeichneten sie oft als „gute Seele der Klasse". Und Shizuka tat nie etwas um Anerkennung zu bekommen, sondern sah alles als selbstverständlich an. Ihr einziger Schwachpunkt: Sie war von klein auf etwas schusselig. Und Makani fiel auch sofort etwas auf: „Sag mal, wo hast du eigentlich deine Kette gelassen? Sonst trägst du sie doch non-stop...oder willst du sie in der Schule nicht mehr tragen?" Erschrocken tastete Shizuka ihren Hals ab. „OH NEIN! Ich...ich hatte sie ganz sicher um...sie...sie muss irgendwie abgegangen sein. Vielleicht hab ich sie draußen verloren?" Ohne weitere Zeit zu verlieren rannte sie aus dem Klassenzimmer. Ayane schüttelte den Kopf. „Und das kurz vor Unterrichtsbeginn. Unser neuer Lehrer wird bestimmt nicht begeistert sein – gleich am ersten Tag." „Ach, das biegen wir schon hin. Du weißt doch, dass Shizu-chan die Kette von ihrer Oma geerbt hat und sehr an ihr hängt. Wenn wir das dem neuen Pauker ordentlich verklickern wird das schon gut gehen." Es stimmte: Die Kette war für Shizuka das Wertvollste auf der Welt. Doch wie sehr sie auch suchte, sie konnte die Kette einfach nicht finden. Gerade als ihr die Tränen kamen sprach sie jemand von hinten an: „Suchst du vielleicht das hier?" Vorsichtig drehte Shizuka sich um: Ein Junge mit weißen Haaren und auffallend türkisen Augen stand nun vor ihr und hielt etwas in seiner Hand. „Meine Kette! Vielen, vielen Dank! Ich hatte schon Angst, sie nie wieder zu finden." Überglücklich nahm Shizuka die Kette wieder an sich.
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„Anscheinend ist der Verschluss gebrochen. Du solltest sie besser so bald wie möglich reparieren lassen." Bevor die beiden sich aber weiter unterhalten konnten ertönte die Schulglocke. „Wir kommen zu spät! Oje, jetzt kommst du meinetwegen zu spät...das wollte ich nicht. Tut mir wirklich leid." Verdattert starrte der Junge Shizuka an. „Schon gut, mach dir mal keinen Kopf. Es war immerhin meine eigene Entscheidung hier zu warten." Höflich verbeugte sich Shizuka und machte sich dann auf den Weg in ihr Klassenzimmer. Der Junge sah ihr hinterher. Merkwürdig...so hatte sich ihm gegenüber noch niemand verhalten. Langsam – wirklich langsam – machte er sich auch auf den Weg zu seiner Klasse – und wurde schon erwartet. „Hitsugaya, wieso wundert es mich nicht, dass du zu spät kommst? Bei Leuten wie dir ist wirklich alle Mühe vergebens, aus euch wird sowieso nichts." Die anderen der Klasse grinsten, während Toshiro zu seinem Platz in der hintersten Reihe ging. Alle wussten, dass Toshiro Hitsugaya das schwarze Schaf der Klasse war. Warum war zwar nicht bekannt, aber selbst die Lehrer behandelten ihn dementsprechend. An Toshiro's Noten lag es jedenfalls nicht, denn die waren einwandfrei. Auch sportlich war er talentiert, vor allem was Fußball anging. Und trotzdem: Jeder ging ihm aus dem Weg, niemand wollte etwas mit ihm zu tun haben. Wobei...das Mädchen von vorhin ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Neu war sie nicht, denn er hatte sie schon öfter gesehen. Aber wenn sie schon so lange auf die gleiche Schule ging...wieso behandelte sie ihn dann völlig normal? „Ich frage mich...ob ich ihr noch mal begegne?"
In der Zwischenzeit war auch Shizuka ohne Probleme in ihre Klasse gekommen. Sazan – der neue Klassenlehrer – hatte von Ayane und Makani alles erklärt bekommen und zeigte viel Verständnis. Allgemein war er ein sehr lockerer Typ, der auch im Unterricht vieles einfacher sah. Zum Einstieg sollten die Schüler sich über eine Dekoration für das seiner Meinung nach „nackte" Klassenzimmer Gedanken machen – auch in Gruppenarbeit. „Mit dem haben wir echt Glück. Wenn ich da an den Drachen vom letzten Jahr denke..." „A-aber Makani, das kannst du doch nicht so einfach sagen. Gut, er war wirklich streng...aber ihn gleich mit einem Drachen zu vergleichen?" Ayane und Makani grinsten. „So ist unsere Shizu. Immer lieb und brav...so richtig wohlerzogen." „So wie ihr das sagt, klingt das nicht wie ein Kompliment." Shizuka gehörte zu der Sorte „schüchternes Engelchen" – zumindest laut Ayane. Ihr fiel auch gleich etwas ein: „Sag mal, wo war deine Kette eigentlich?" „Ah, um ehrlich zu sein: Nicht ich habe sie gefunden, sondern ein netter Junge. Er hat sogar extra gewartet, ob jemand nach der Kette sucht." „Wow, das ist ja mal süß." Bei solchen Dingen war Makani sofort Feuer und Flamme. „Und? Wie heißt er? Geht er auf unsere Schule? Und vor allem: Ist er eher der heiße oder der knuffige Typ?" Fragen über Fragen prasselten auf Shizuka ein. „Also, die Schuluniform war von unserer Schule...ich glaube, er ist so alt wie wir." „Das wär echt cool! Und? Wie sieht er jetzt aus?" Auch Ayane war interessiert. „Er sah richtig nett aus. Aber ich muss schon sagen: ich habe noch nie so türkise Augen gesehen." „TÜRKISE AUGEN?!?" Makani und Ayane starrten Shizuka entsetzt an. „Shizu-chan...hatte...hatte der Typ etwa weiße Haare?" Shizuka verstand die ganze Aufregung überhaupt nicht. „Ja, hatte er. Kennt ihr ihn etwa?" „Oh Gott, ausgerechnet der!" Makani lehnte sich stöhnend zurück, während Ayane Shizuka fest an den Schultern packte: „Von dem musst du dich fernhalten! Das ist Toshiro Hitsugaya aus der C-Klasse – ein ganz übler Kerl!!" Bevor Shizuka jedoch etwas erwidern konnte, wurde sie zu Sazan gerufen. „Mame-chan, würdest du diese Unterlagen bitte zum Klassleiter der C-Klasse bringen? Es geht um das diesjährige Schul- und Sportfest." „Mach ich gerne." Natürlich ging Shizuka sofort los, was Makani mit einem vorwurfsvollen Blick in Richtung Ayane kommentierte. „Was hast du denn?" „Ist das nicht eigentlich deine Aufgabe? So, als Klassensprecherin?" „Hey, noch waren keine Neuwahlen...und vielleicht wird es diesmal ja auch Shizuka." „NIE IM LEBEN! Dafür ist sie doch viel zu schüchtern. Und das weißt du doch ganz genau." Die beiden kabbelten sich noch eine ganze Weile, während Shizuka bei der 2C angekommen war und zaghaft klopfte. „Herein!" Vorsichtig betrat sie den Raum. „Entschuldigen Sie bitte die Störung, aber Sazan-san hat mich gebeten, Ihnen diese Unterlagen..." „Ah ja, die Sache mit dem Schul- und Sport-Dingens. Wenn du kurz wartest, kannst du gleich wieder was mitnehmen." Der Klassleiter der 2C fing an, einige Dokumente zu bearbeiten – und in der Zwischenzeit sah sich Shizuka im Zimmer um. Als ihr Blick auf einen einzelnen Platz in der hintersten Reihe fiel, musste sie lächeln. Genau in diesem Moment sah Toshiro von seiner Arbeit auf – und lächelte unwillkürlich zurück. Seinen Klassenkameraden blieb das natürlich nicht verborgen – und es passte ihnen überhaupt nicht. „So, das hier kannst du jetzt wieder mitnehmen." Shizuka nahm die Unterlagen entgegen, verbeugte sich kurz, ging zurück zur Tür – und drehte sich kurz noch einmal um. Toshiro sah sie weiterhin an, und als sie leicht die Hand hob lächelte er ihr erneut zu. Als sie draußen war, machte er sich wieder an seine Arbeit, ohne auf das Getuschel der anderen zu achten. Jetzt hatte er das Mädchen wirklich wieder getroffen – wenn auch nur kurz. Und seine Laune hatte sich dadurch merklich gebessert. Er blendete die verächtlichen Blicke seiner Klassenkameraden völlig aus und dachte nur an das Lächeln des Mädchens.
To be continued....
Vorschau:
Kon: "Hui, was ist das denn? Eine Schulstory mit dem eisigen Kommandanten und meiner Shizu?"
Toshiro: "Was zur.....ICH BIN DOCH KEIN KIND MEHR!! CAFIIIIIII!!!!"
Cafi: "Reg dich ab, ist doch schön, wieder jung zu sein..oder?"
Toshiro: "Ich glaub das einfach nicht..."
Shizuka: "Aber die Uniformen sind niedlich."
Toshiro: *grummel motz mecker*
Cafi: "Das nächste Mal bei "School Days": Stress und Klassenwechsel."
Kon: "Das wird bestimmt noch lustig."
Momo: "Shiro-chan, du siehst wirklich knuffig aus."