• Liebes Tagebuch,
er wird wieder kommen. Ich habe Angst. Was soll ich machen ? Zur Polizei kann ich nicht gehen, die würden mir nicht glauben und zu meiner Mutter kann ich auch nicht gehen. Sie würde mich auslachen und mir vorwerfen, dass ich ihre Ehe zu Jochen zerstören wolle. Ich weiß nicht wie lange ich das noch aushalte. Er macht es jetzt schon seit über 15 Jahren. Ich muss hier raus, ganz weit weg, aber wohin ? Viel Geld habe ich nicht, also komme ich nicht weit. Ich brauche einen Ausweg, aus diesem Mysterium. •
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Auf dem Weg zur Schule begegneten mir viele lachende Kinder. Wann hatte ich eigentlich das letzte mal gelacht ? Es war schon solange her, dass ich mich nicht mal mehr daran erinnern konnte. An der Ecke stand - wie jeden Tag- wieder ein Polizeiauto, denn das an unserer Schule jemand dealte, war schon lange kein Geheimnis mehr. Jeden Tag wünschte ich mir, dass ich ihnen erzählen könnte wie es mir ging und was Jochen mit mir machte. Doch der Gedanke das sie mir nicht glauben würden, war unerträglich. Mein Gedankengang wurde jäh unterbrochen. "Guten Morgen, junge Dame" sagte aufeinmal Paul Richter, einer der beiden Polizisten. Ich blieb stehen und sah ihn einen Moment lang an, ging dann aber doch sprachlos an ihm vorbei. Ich hörte nur noch im Hintergrund wie er zu seinem Kollegen Ben Decker sagte, das er die heutige Jungend nicht versteht. Dabei war er selber doch auch noch nicht so alt. Höchtens 25. Naja ich ging zur Schule und versuchte den Tag, halbwegs zu überstehen.
*8 Stunden später*
Als die Schule aus war, nahm ich wie jeden Mittag den Hinterausgang und ging in den Turm. Der Turm war ein leerstehendes Gebäude und bekannt dafür das hier schon mehrfach tote Drogenjunkies gefunden wurden. Hier verbrachte ich die meisten meiner Nachmittage. Als es langsam dunkel wurde, begab ich mich auf den Heimweg. Zuhause angekommen, rannte ich sofort hoch in mein Zimmer. Meine Mutter war wie immer damit beschäftigt, sich zu betrinken. Als ich in meinem Zimmer war, warf ich mich auf mein Bett und schaute auf meinen Schreibtisch. Dort erblickte ich die Spieluhr, die ich als kleines Kind von meinem Vater geschenkt bekommen hatte. Ich öffnete sie, drehte an der Kurbel und aus der Spieluhr erklang mein Lieblingslied. Aufeinmal hörte ich wie jemand die Treppe hochkam. Meine Tür öffnete sich langsam und quitschend . Ein Schauer kam über mich. Da war er wieder. Er würde es wieder tun. Jetzt. Ich hatte Angst. Er kam auf mich zu und begrüßte mich mit einem Lachen, das mir die Haare zu Berge standen: "Na meine kleine süße Zuckerpuppe. Ich habe schon auf Dich gewartet. Wo hast Du nun schon wieder den ganzen Tag gesteckt ?" Mit angsterfüller, zittriger Stimme antwortete ich :" Ich. Ich. Ich war noch bei Saskia. Wir haben gelernt, weil wir doch morgen eine Matheklausur schreiben." Ich spürte seine Hand in meinem Gesicht und er begann mich anzuschreien: "Was habe ich Dir gesagt ? Du sollst Dich nicht mehr mit diesem Miststück treffen. Du hast hier zuhause ein paar wichtigere Aufgaben zu erledigen. Haben wir uns da verstanden, Fräulein." Ganz leise murmelte ich:" Ich weiß, es tut mir leid, Sir. Es wird nicht wiedervorkommen."
"Das ist deine allerletzte Chance, sonst gehst Du nicht mehr zur Schule. Haben wir uns verstanden ?", fuhr er mich an. Ich antwortete laut und deutlich:" Ja, Sir. Verstanden." Er fuhr mir mit seinen Händen über meinen Oberkörper und sprach:"Nun gut Mäuschen, dann fangen wir mal an. Schließlich musste ich jetzt lange genug auf Dich warten." Die Gürtelschnalle öffnete sich und er zog seine Hose hinunter. Ich ließ es über mich ergehen.
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Die Vergangenheit holt Dich ein
Mystery / ThrillerHallo, mein Name ist Annika. Ich bin 19 Jahre alt und lebe mit meiner Mutter Sina und meinem Stiefvater Jochen in Köln. Ich hatte keine schöne Kindheit. Im Alter von nur 4 Jahren musste ich mitansehen, wie mein Vater Jonas Suizid begann. Das einzige...
