Phobien und andere außergewöhnliche Dinge

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Übelkeit.

Mein Wecker sollte jederzeit losgehen.

Schule.

Ich schaffe das nicht.

Menschen.

Ich will nicht aufstehen.

Ich nehme in meinem viel zu dunklen Zimmer, das Handy mit dem viel zu hellen Bildschirm in die Hand und starre mit zusammengekniffenen Augen auf die Uhrzeit.

05:50 Uhr.

Wie jeden Morgen, wache ich kurz vor meinem Alarm auf. Mein Körper hat sich inzwischen etwas an die alltägliche Panik gewöhnt.

10 Minuten die noch ich habe, um mich geistig auf den heutigen Tag vorzubereiten. Danach muss ich mir mein von gestern zurechtgelegtes Outfit anziehen und Schminke auflegen. Ich spüre schon, wie sich mein Magen umdreht und ich wieder kurz vor dem Erbrechen bin. Aber ich halte es zurück, denn ich leide an Emetophobie, einer Angst davor, mich zu übergeben. Ich leide auch an Arachnophobie, der Furcht vor Spinnen, Bacillophobie, der Furcht vor Bakterien, Schulangst und Agoraphobien einer Angst vor großen Menschenmassen.

Aber das tut nicht's zur Sache.

Der Gedanke daran, aus dem Haus zu müssen, fremden Menschen zu begegnen und geschlagene 8 Stunden in der Schule zu verbringen jagt mir Angst ein, doch ich versuche dieses Gefühl zu unterdrücken und schleiche auf Zehenspitzen ins Bad. Meine Eltern schlafen noch und ich will sie auf gar keinen Fall aufwecken. Ich brauche noch etwas Ruhe, bevor der Tag losgeht.

Von meinen am Vorabend geglätteten Haaren ist nur noch ein zerzauster Haarknäuel zu erkennen. Wie ich es geahnt habe, hat sich meine Haut kein bisschen über Nacht gebessert. Es sind sogar einige neue Pickel aufgetaucht. Verfluchtes Garnier Peeling. Bestimmt liegt es daran.

Ich kämme meine Haare durch und trage eine extra dicke Schicht Foundation auf. Es soll bloß keiner meine Pickel sehen.

Nachdem ich mich zurecht gemacht habe, husche ich in die Küche und bereite mir mein Essen für die Schule vor. Frühstücken tue ich nicht, da meine Übelkeit noch einige Stunden anhalten wird.

Ein Bett knarrt und ich höre, wie sich Schritte nähern.

,,Wieso bist du so früh wach?''

Meine Mutter.

,,Ich konnte nicht schlafen.''

,,Weißt du, ich finde es eigenartig, dass du in letzter Zeit immer so früh aufstehst. Hast du etwas vor uns zu verbergen?''

Wie ich sie verabscheue. Sie will über jedes Detail bescheid wissen. Jede Kleinigkeit, die ich an mir ändere fällt ihr auf. Sie behandelt mich wie eine Zweijährige. Ich würde ihr am liebsten eine reinhauen.

,,Nein, ich stehe einfach nur früher auf. Nichts dramatisches.''

,,Das glaube ich dir nicht.''

,,Ach ja? Was soll ich denn deiner Meinung nach vor dir verheimlichen?''

,,Vielleicht hast du ja einen Freund? Oder handelst mit Drogen? Der Teufel weiß, was du vor der Schule noch so treibst. Warte nur, bis das dein Onkel erfährt.''

Sie hat nicht ganz Unrecht mit dem, dass ich noch vor dem Unterricht etwas erledige. Allerdings ist es nichts Illegales. Ich unterhalte mich lediglich mit einer obdachlosen Frau und sorge dafür, dass sie immer reichlich an Nahrung verfügt.

,,Zeig mir deinen Geldbeutel.''

,,Was?''

,,Du hast mich schon richtig verstanden. Na los.''

Ich starre sie fassungslos an. Ich habe noch nie in meinen ganzen 17 Jahren so einen Kontrollfreak erlebt. Doch ich will keinen Ärger, also höre ich auf ihre Aufforderung.

,,Wo sind die 20€, die du mir gestohlen hast?''

. . .



heyyy Leute, das ist mein Erstes Kapitel. Ich bin sehr offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge. :-) Hoffentlich gefällt es euch, aber erwartet nicht zu viel, da ich schon seit Jahren nicht mehr geschrieben habe :-D

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⏰ Last updated: Jun 22, 2021 ⏰

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