Freudenschrei

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„Das ist jetzt nicht euer Ernst, oder?“ dachte sich Ben. Seine Klasse hatte sich gerade zur Oristunde in einem Sitzkreis versammelt. Sie berieten über die Gestaltung eines Wandertages. Carolina, ein Mädchen aus seiner Klasse hatte gerade vorgeschlagen eine große Shoppingtour nach Düsseldorf zu machen, worauf hin sich bei den Mädchen natürlich freudiges Gekreische aufmachte. An seinem Blick erkannte Ben, dass Nils von der ganzen Sache genauso wenig begeistert war, wie er selbst. „Was soll der Kack? Immer muss man sich nach den Mädchen richten. Ich habs langsam satt!“, flüsterte er Nils ins Ohr. Nils nickte zustimmend. „Es muss doch irgendeinen besseren Vorschlag geben!“, dachte er sich. Und da kam er auch schon.
Tobias meldete sich und wurde auch gleich vom Moderator der Oristunde, Markus, drangenommen. Tobias fragte ganz kleinlaut: „Wie wäre es denn, wenn wir alle ins Phantasialand fahren würden? Da hätte dann doch jeder Spaß, oder?“ Als der Lehrer Mr. D antworten wollte, konnte man ihn schon nicht mehr verstehen. Die Jungs waren laut am Grölen und sich selbst am feiern. Sie schrien laut und jeder, aber wirklich jeder hätte Tobias in diesem Moment gerne geküsst.
Nur mit einem lauten und unverkennbaren „Ruhe jetzt!“ konnte sich Mr. D Gehör verschaffen. „Wenn ihr so weiter macht fahren wir nirgendwo hin! Wir stimmen jetzt ganz in Ruhe über die Vorschläge ab. Also, was hatten wir denn alles? Schwimmen gehen, die Shoppingtour und... naja, das Fantasialand. Markus schrieb die 3 Vorschläge an die Tafel und leitete die Abstimmung. Das Ergebnis war eindeutig. Keiner hatte sich fürs Schwimmen gemeldet und nur 7 Mädchen fürs Shoppen. Hieß also, dass 23 Leute fürs Fantasialand gestimmt hatten. Nun stand Mr. D auf und sagte: „Naja, das ist dann wohl ziemlich eindeutig... Der nächste Wandertag geht ins Fantasialand.“
Ben und seine Freunde standen auf und jubelten. Ruben, Eliah und Roberto hoben Tobias hoch und feierten ihn. Bis auf ein paar Mädchen war jeder glücklich. Die nächste Freudennachricht brachte Mr. D nur kurz darauf. Die Schüler durften 15 Minuten früher nach Hause gehen und damit war der Unterricht für heute vorbei.

AlleinWhere stories live. Discover now