Es war eine ruhige und friedliche Nacht auf Berk. Fast schon idyllisch. Fuchs und Hase hatten sich längst eine gute Nacht gewünscht und praktisch die ganze Insel schlief bereits.
Wenn man einmal von dem Dorf auf eben jener Insel absah…
Denn dort war die Hölle los. Drachen flogen durch die Lüfte, spien Feuer herab und versuchten, die Vorräte der Wikinger zu ergattern. Die Wikinger selbst rannten kreuz und quer und versuchten die Drachen an so vielen Stellen wie möglich davon abzuhalten.
Das ganze wurde von zwei grünen Augenpaaren aufmerksam beobachtet.
Ein etwas größeres Augenpaar gehörte zu einem schwarzen, relativ kleinen Drachen. Er hatte einen platten Schädel mit vier seltsamen Ausstülpungen, die wohl die Ohren darstellen sollten. Eine Narbe zierte seinen Kopf, die von der Stirn über das rechte Auge ging und neben dem Maul endete, wobei das Auge selbst intakt war. Zudem besaß er zwei große, fledermausartige Flügel und zwei Finnen am Ende seines langen Schweifs. Eine davon war schwarz, die andere hingegen rot mit einem weißen Totenschädel darauf.
Sah man genauer hin, konnte man erkennen, dass die rote Finne künstlich war. Mehr noch, sie war an eine Konstruktion gebunden, die bis zu einem Sattel auf dem Rücken des Drachen führte, welcher jedoch leer war.
Das zweite, kleinere Augenpaar gehörte einem jungen Mann. Er trug einen ledernen Brustpanzer, der aussah, als bestünde er aus Drachenschuppen. Seine Schultern waren durch schwarze Schulterschützer bedeckt. Auf dem rechten war, ebenso wie auf der künstlichen Drachenfinne, ein Totenschädel zu erkennen. Nur eben nicht in weiß, sondern in rot.
Zudem trug er eine grüne Hose, an der seltsame Schlaufen angebracht waren, sowie ein an seinem Gürtel befestigter kleiner Zylinder mit einem metallenen, geöffneten Drachenkopf an einem Ende. Auf seinem Gürtel war ein Drache abgebildet. Er ähnelte einem Gronckel, doch in Wahrheit war es ein sogenannter Eruptodon.
Eine braun-schwarze Maske bedeckte sein Gesicht.
Beide Gestalten saßen hoch oben auf einer Klippe, die sich über einer Arena befand. Und während weiter unten Drachen und Wikinger sich wie die Wahnsinnigen bekämpften, saßen die beiden nebeneinander, als wäre es das Normalste der Welt.
Der junge Mann spielte gelangweilt ein wenig an einer Prothese herum, die sein linkes Bein ersetzte.
„Was meinst du, Kumpel?“, fragte er beiläufig und wandte den Blick vom Kampfgeschehen ab. „Sollen wir mal eingreifen?“
Der Drache gab ein amüsiertes Schnauben von sich.
„Hast recht“, meinte der junge Mann. „Ich glaube, wir warten, bis es richtig lustig wird.“
Kurz nahm er den Blick von seiner Prothese und blickte zum Dorf hinüber. Dort sah er einen großen, rotbärtigen Mann, der energisch Befehle brüllte und ein paar ausgewählten Kriegern signalisierte, sich zu ihm zu begeben.
„Schau an…“, murmelte der Maskierte, richtete seine Prothese und stand dann behutsam auf.
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„Grobian, mach mit den Schwertern alleine weiter! Ich brauche mal Fischbein für einen Einsatz!“
„Alles klar, Haudrauf! Ich geb mein Bestes!“, rief der einarmige Schmied zurück und salutierte lässig mit seinem Hammer. Dann wandte er sich an einen dicken, blonden Wikinger mit einem für seine Größe lächerlich kleinen Helm. „FISCHBEIN! Schieb deine vier übergroßen Buchstaben hier rüber! Der Chef braucht dich!“
„Schon unterwegs!“, quietsche er übereifrig und stolperte über ein Fass voller Waffen. Er selbst fiel zwar nicht hin, aber die Waffen hatten nicht so ein großes Glück.
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Der Wächter des Flügels
FanfictionHicks wurde für tot erklärt, nachdem er während eines Drachenangriffs von einem Nachtschatten verschleppt wurde. Jahre später taucht derselbe Drache wieder auf - mit einem Reiter. Nur weiß niemand, dass es sich bei ihm um Hicks handelt, der sich den...
