Die Abend-Sonne tanzte wie reines Feuer auf den Strom-Leitungen der Bahn. Immer Wieder Flammte sie leicht auf. Die dreckigen Scheiben, abgewetzt und voller fettigen Handabdrücken, spiegelte den Feuer-roten Ball wieder. Die Bahn schwankte leicht nach rechts als ein atemberaubendes Quietschen an meine Ohren drang. Die tiefen Bässe pumpten aus den roten Kopfhörer eines Mannes der als einziger mit in meinem Abteil saß. Ich fuhr durch meine langen Wasserstoffblonden Haare. Schweiß bildete sich auf meiner Stirn, trotz der Klima-Anlage die unaufhaltsam ratternd seine Arbeit verrichtete. Ein knacken war durch die alten Lautsprecher zu hören. Danach drang eine Helle stimme durch das Mikrophon. Ich blendete diese Stimme komplett aus und packte langsam meinen großen schwarzen Rucksack zusammen. Mit einem seufzen stieg ich aus den Zug und trat auf den von Moos bedeckten Bahnsteig. Innerlich wappnete ich mich auf den Ansturm der enkelerregenden gerüche und den Ansturm der Menschen die noch ihren Anschlusszug erwischen wollten. Langsam drückte ich mich durch die Massen der Menschen. Gott, wie das stank. „Ey! Pass doch auf du Fette Sau!" schrie mir ein eigentlich sogar ganz hübscher Junge entgegen. Aber wie ich mittlerweile wusste, hatten Jungs, die einen Hübschen Körper besaßen eine tief schwarze Seele. Entnervt schnaubte ich nur aus. Normalerweise würde ich den Kerl anschreien, ihn richtig fertig machen, aber zum einen hatte ich gelernt, dass es nichts brachte und zum anderen redete ich nicht. Nicht das ich Stumm wäre, das ist es nicht. Aber ich redete nicht um mich quasi selbst zu bestrafen. Denn ich war schuld. Schuld an ihrem Tod. Wie schnell ein Leben Enden konnte, war mir bis zu diesem einen bestimmten Zeitpunkt nicht klar. Mühsam hielt ich meine Tränen zurück. Denn diese würden die circa 3000Tote, darunter meine Eltern und meine zwei kleinen Schwestern, nicht wieder zum Leben erwecken.
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Still Hope
RandomDune Rose ist 20 Jahre alt und geht nunmehr seit 3 Jahren auf die Crossfaith. Und seitdem sie auf diese Schule geht, durchlebt sie Tag für Tag ihre eigene Persönliche Hölle. Die letzten Jahre waren mehr als schwer für sie, da sie alle paar Jahre die...
