Ich wachte auf als mein Wecker klingelte. Es war sechs Uhr morgens, ich musste aufstehen. Ich hatte meinen Tagesplan schon längst überall im Haus auf die Wänden projeziert bekommen. Ich musste aufstehen, denn alles war durchgeplant und musste genau eingehalten werden. Schnell sprang ich aus dem Bett und ging ins Bad wie jeden Morgen und ging beim Händewaschen und Zähneputzen meinen Tagesplan durch. Eigentlich unterschied er sich nie vom Plan des vorigen Tages doch man musste höllisch aufpassen. Nur die kleinste zeitliche Verfehlung, oder ein falsches Verstehen und Lesen und schon war man kurz davor ausgestoßen zu werden. Die zwei Menschen die mich aufgezogen hatten, hatten immer betont, dass man dazugehören musste und wie gut alles geworden wäre, seit es so war wie es war und ich froh sein sollte, dass alles so war wie es war. Ich musste mich anziehen und frühstücken und ab in die Schule. Bald standen die Prüfungen bevor, die ich bestehen musste, denn ich wollte schließlich weiter kommen. In der Küche stand mein Frühstück schon fertig hergerichtet von der Küche selbst. Ich wollte selbst später in die Technik, denn so hatte mich der Computer vor sechs Jahren eingestuft. Ich schnappte mir meinen Laptop und ging raus, wo der Bus mich genau pünktlich abholte. Die Häuser ragten wie Giganten über die Straßen und es war komplett ruhig, wie immer. Der Bus hielt vor der Schule und wie so oft fragte ich mich, wie die Menschen es vor diesen ganzen Techniken und Robotern gehabt hatten. Das Leben musste doch unglaublich chaotisch und aussichtslos verlaufen sein. Am Eingang wurden unsere Nummern kontrolliert. Die Kontrolleure wirkten wie immer kalt, sachlich und bedrohlich. Nur ein Fehltritt und sie würden mich rausziehen und meine erhofften Karieren würden den Bach runter gehen. Es kam selten vor, dass ein Schüler etwas falsch machte und persönlich war ich auch noch nie selbst dabei gewesen wenn so etwas passiert war, sondern hatte immer nur alles vom Hören-Sagen mitbekommen. Ich setzte mich an meinen Platz in der riesigen Halle, in die rund tausend Schüler passten und klappte mein Laptop auf. Ich war froh, dass ich es bis ins Erdgeschoss geschafft hatte, ein Zeichen, dass man sich im letzten Jahr befand. Wie jeden Tag loggte ich mich in das Schulnetz ein und wollte meinen heutigen Lernplan herunterladen. Das runterladen dauerte länger als sonst, das war ungewöhnlich. Mein Laptop war auf dem neusten Stand und das Schulnetz war eines der best geschützten und schnellsten Netze der Stadt. Ich spürte wie der Saal in Aufruhe geriet. Ich war also nicht die einzige bei der es nicht funktionierte. Was war los? Wenn wir nicht sofort anfangen konnten zu Arbeiten, könnten wir den Tagesplan nicht einhalten und das wäre ganz und gar nicht gut. "Liebe Schüler entschuldigt die auftretenden technischen Störungen, es wird versucht sie so schnell wie möglich zu beheben. Für Ihren Zeitplan werden je nach Verzögerung, Aufgaben vom heutigen Lernplan gestrichen", kam eine Durchsage und man konnte den Raum quasi aufatmen hören. Weitere zehn Minuten des Nichtstuns vergingen und ich merkte, wie ich und andere anfingen unruhig zu werden. Sowas war mir noch nicht in den zehn Jahren passiert, die ich hier zur Schule ging.
Ich war etwas müde, als die Schule endlich zuende war und ich in den Bus stieg um nachhause zu fahren. Der Bus blieb abrupt stehen und alle, die im Bus saßen, sahen sich verwirrt an. Ich schaute aus dem Fenster und stellte fest, dass der ganze Verkehr auf den Straßen zum Stehen gekommen war. Man hörte in der Ferne etwas sehr Lautes, das näher zu kommen schien. Ich sah einen Mann um die Ecke an der Kreuzung rennen, an der wir zum Stehen gekommen waren. Immer wieder schaute er sich hektisch um. "Bewahren Sie Ruhe und bleiben Sie sitzen, das Problem wird in Kürze behoben", kam die Stimme aus den Lautsprechern. Das Laute war nun ebenfalls zu sehen. Es hatte eine ähnliche Form wie die Autos um uns herum doch, es machte riesigen Krach, und pustete graue Wolken hinter sich in die Luft. Es war schwarz und auch die Gläser waren schwarz, sodass man nicht erkennen konnte, was sich dahinter befand. Es schlängelte sich durch die Fahrzeuge und blieb dann bei dem Mann stehen. Dem Mann war anzusehen, dass er keine Kraft mehr zum Laufen hatte. Aus dem autoähnlichen Ding stiegen Männer in voller Montur aus, sie sahen den Kontrolleuren in der Schule sehr ähnlich, waren aber waffentechnisch stärker ausgerüstet. Der Mann versuchte wegzulaufen, doch die Männer holten ohne Probleme auf, ich musste meinen Hals fast verrenken um sie weiterhin zu beobachten. Die Männer packten ihn und trugen ihn zu dem seltsamen Gefährt und stießen ihn hinein. Die Männer folgten und das Ding fuhr weg. Als man nichts mehr von diesem lauten Ding hörte fuhr der Verkehr ungestört weiter, als wäre nichts gewesen und als wäre dieser Mann und dieses fahrende Etwas nie dagewesen. War das ein Ausgestoßener?Heute war einfach ein seltsamer Tag.
Hallo, normalerweise melde ich mich nie in den Geschichten, aber das dieses Kapitel ein Pilotprojekt ist würde ich mich sehr über ein Feedback freuen um zu wissen ob sich das Weiterschreiben überhaupt lohnt oder ob ich es sofort lassen kann, danke schon im voraus.
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Nur eine Nummer
General FictionMeli oder Nr. 79.234.627.827.368Dw lebt in einer Welt, in der die Persölichkeit keinen Wert hat und Namen unwichtig sind. Es geht um das Wohl des Landes und den Nutzen für die Gesellschaft. Hat man keinen Nutzen wird man verstoßen. Man darf nicht in...
