Schwärze, so undurchdringlich, dass kein Licht der Galaxis sie brechen konnte.
Und eine Stille, nur unterbrochen von einem leisen stetigen Tropfen. Wasser, das leise auf den Boden träufelte.
Dann ein Schrei.
Durchdringend, schrecklich und durchzogen von Hass. Starkem Hass.
Die Schwärze schwand und auf einmal war es als schwebten hunderte von Bildern gleichzeitig vorbei.
Zu viele Eindrücke um sie alle wahrzunehmen.
Ein verzweifeltes Aufschluchzen, gefolgt von dem Geräusch eines Lichtschwertes.
Gesichter die wechselten. Stimmen die riefen und Bilder, viel zu viele Bilder.
Alles verschwand in einem Strudel.
„Du warst mein Bruder..."
„Du brichst mir das Herz..."
„Wenn du mich jetzt tötest..."
Die Stimmen überschlugen sich und dann war es auf einmal wieder komplett still.
Die Bilder verschwanden und einen Moment lang war alles wieder, wie am Anfang.
Doch dann durchbrach ein lautes Geräusch die Stille.
Jemand atmete röchelnd ein.
Ein Geräusch, erschreckender als alles zuvor.
Und dann schwand die Dunkelheit und sie wachte auf.
Das Sonnenlicht in dem Raum war eine Erlösung von der Dunkelheit ihres Traumes.
Einige Momente sah Ahsoka Tano noch dem Staub zu, der in den Sonnenstrahlen tanzte, dann erhob sie sich etwas schwerfällig von dem, was ihr jetzt schon seit vier Jahren provisorisch als Bett diente und ging zu dem kleinen Waschbecken in ihrem Raum.
Das Wasser auf ihrer Haut tat gut, es weckte sie auf und machte ihr den Unterschied zwischen Traum und Realität wieder bewusst.
Das was sie gesehen hatte war nicht echt gewesen, sondern nur eine Ansammlung von Hirngespinsten.
Den Hirngespinsten einer gebrochenen Frau.
Und doch konnte sie nicht verdrängen, was sie gesehen hatte.
Schließlich war es das zehnte Mal innerhalb dieser Umdrehung, dass derselbe Traum sie plagte.
Immer wieder sah sie all die furchtbaren Bilder. Gestochen scharf und lebensecht.
Sie hörte immer wieder die selben Stimmen.
Stimmen von Menschen, die sie seit Ewigkeiten nicht gesehen hatte und auch nie wieder sehen konnte.
Stimmen, die sich ihr jedes Mal tief ins Herz bohrten und sie, auch nach dem Erwachen, verfolgten.
Noch einmal spritzte sie eine Ladung des Wassers in ihr Gesicht, dann versiegte der Wasserstrahl.
Aufgrund der Dürre würde es wohl kein Wasser mehr bis zum Abend geben, aber das war sie bereits gewohnt.
Sie hatten oft tagelang kein Wasser.
Das war der Nachteil an einem Leben auf einem Wüstenplaneten.
Aber besser als auf den anderen Planeten, auf denen sie die letzten Jahre verbracht hatte, war der hier allemal.
Er war weit außen und die Leute stellten keine Fragen.
Die Hitze, die sie draußen empfing, war wie immer erdrückend.
Für die Uhrzeit war es noch recht kühl, aber die Temperatur würde noch steigen. Soviel war sicher.
Wie jeden Morgen lief Ahsoka durch die kleinen Gassen mit den schmutzigen kleinen Verkaufsstände in denen irgendwelche Gauner und kleinkriminelle versuchten ihre Wahre zu verticken.
Einige Dinge waren ganz bestimmt gestohlen und wurden wohl auch gesucht, weshalb die Händler es auch so eilig hatten zu verkaufen.
Niemand wollte in diesen Tagen mit gestohlener Wahre erwischt werden.
Nicht bei den Gerüchten die kursierten.
Ahsoka betrat die kleine Kantine in der es immer irgendwie schmutzig roch.
Noch saß nur ein Reisender an der Theke, doch das würde sich bis in die Abendstunden noch geändert haben.
Dann würde hier kaum noch Platz zum stehen sein.
Sie machte einen Bogen um die Bar und drückte gegen die Tür fürs Personal.
Der Raum dahinter sah noch viel schlimmer aus, als die Kantine und es roch auch unangenehmer, doch Ahsoka ließ sich davon nicht beirren.
Zu viele Stunden hatte sie hier schon verbracht, als das es sie noch störte.
Sie legte ihre Tasche auf eine der Bänke und fischte ihre Schürze aus einem der vielen Körbe die auf dem Boden standen.
Sie hatte zwar schon ein paar Flecken, aber darauf würde niemand achten, dass wusste sie.
Ihr Chef, ein Dug vom äußeren Rande des Planeten, betrat den Raum und warf ihr einen missmutigen Blick zu.
Er war wohl wieder der Meinung, dass sie zu spät war.
So wie eigentlich jeden Tag, den sie in dem schäbigen Diner verbracht hatte und sich von morgens bis abends mit irgendwelchen Säufern und Kriminellen herumgeschlagen hatte.
Täglich Getränke auszuschenken war bei weitem nicht das spannendste, was es in der Galaxis gab, aber die mickrige Bezahlung reichte gerade aus um ihr Leben zu finanzieren.
Und das war alles, was sie benötigte.
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Until darkness surrounds us
Fanfiction„Skywalker?" Zwanzig Jahre lang hatte sie diesen Namen nicht mehr gehört und doch waren die Erinnerungen so klar, wie beim Tag an dem sie ihrem alten Leben den Rücken gekehrt hatte. Sie hatte sich damals geschworen, nie wieder zurück zu kehren. Sie...
