Prolog

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Mein Name ist Aurelia Lane, ich bin dreiundzwanzig Jahre alt und lebe in Boston. Ich arbeite als Bibliothekarin im Boston Athenaeum seit ungefähr drei Jahren. Mich hat schon seit meiner Kindheit nichts mehr interessiert als Geschichte und Kultur, wie sich alles über die Jahre entwickelt hat und wie anders die Menschen in anderen Ländern leben. Genau aus diesen Gründen reise ich sehr viel, egal ob allein oder mit meinem Freund William O'Connor. Anders als ich kommt William nicht aus England, sondern aus Irland, den englischen Namen trägt er jedoch wegen seinem Großvater, welcher gebürtiger Engländer war. Deswegen reisten wir oft nach Irland zu seiner Familie, dies in den meisten Fällen jedoch, wenn wir uns wieder mal nicht entscheiden konnten wo wir sonst hinfliegen oder fahren wollten. William selbst ist Mitleiter einer gefragten Hotellinie hier in Bosten, welche seinem Onkel gehört. Da fragt man sich wohl, wie so jemand mit einer einfachen Bibliothekarin zusammen sein kann, dass ist einer der Geschichten, welche ich später erzählen werde. Um mit mir vorzufahren: meine Figur ist eher zierlich, wie ich es schon des Öfteren zuhören bekommen habe, mein Haar ist rotbraun und meine Augen blaugrau. Mein Kleidungstil ist meiner Meinung nach recht eintönig, denn sie besteht hauptsächlich aus Schwarz und Weiß. Ich bin ziemlich schlagfertig wenn ich es will und einen Dickkopf habe ich ebenso, aber eigentlich bin ich ganz nett. Nun, so viele Informationen über mich, doch diese werden sich ständig ändern. Wieso? Weil ich nicht nur ein Leben durchlebe, klingt verrückt, ich weiß, doch in meinem Alltag kommt es des Öfteren vor, dass ich jemand ganz anders bin, in einer anderen Zeit oder einfach nur in einem anderen Land. Man könnte natürlich behaupten das dies Spinnereien eines Bücherwurms seien, aber wenn ich mal so ehrlich sein darf, ich bin sehr gebildet ja, aber außer irgendwelcher Schulbücher habe ich in meinem bisherigen Leben kein einziges Buch gelesen. Ich durchlebe Geschichte und Kultur selbst, egal wann, egal wo. Es ist immer verschieden, mal ist mir das Jahr bekannt, mal einfach nur der Ort und das Land. Nicht einmal an den Sprachen könnte man sich orientieren, da diese je nach Jahrhundert woanders mehr vertreten sind als woanders. Am schwierigsten ist es zu erkennen wo genau man ist, wenn man sich in der Mitte zweier Länder befindet, wieso brauche ich wohl nicht zu erklären. Demnach könnte man sich fragen, wie ein normales Leben möglich ist, wenn man angeblich auch andere durchlebt, kann ich verstehen, doch ich bekomme es hin, wenn auch mit einigen Höhen und Tiefen und vor allem William hat es damit nicht immer so leicht. Allerdings kann ich von mir behaupten, dass mir nie besonders langweilig ist, eher im Gegenteil.
Und dies ist meine Geschichte oder wie ich es so schön nenne:
Dies sind meine Geschichten.

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