Taos pov:
"Es gibt so vieles was ich dir sagen will, aber nicht kann! Es liegt nicht an dir! Okay vielleicht ein bisschen! Nein, es liegt nur an dir! Diese Art wie du mich auf der Bühne anlächelst oder wenn du mal sauer auf mich bist, und dir immer Tränen in die Augen treten... Du glaubst ich hätte, dies nie bemerkt, Fehlanzeige! Genau so wie die Tatsache, dass du abgenommen hast, auch das habe ich gemerkt! Warum tust du das? Ich hoffe es ist nicht wegen mir, dies könnte ich mir nämlich nicht verzeihen!
Aber nun zurück zum Wesentlichem! Wenn du das liest, werde ich nicht da sein können, um sehen zu können wie deine Wangen beginnen rot zu werden und du dir unbewusst in die Unterlippe beißt, was mich immer total verrückt gemacht hat. Ich hasse mich dafür nie den Mut aufgebracht zu haben, dir in die Augen zu sehen und dir zu sagen was ich fühle, wenn du in meiner Nähe bist!
P. S. Ich liebe dich <3
In Liebe Kris
Vor lauter Wut zeriss ich den Zettel in meinen Händen und lies die Papierschnipsel zu Boden regnen. Tränen rannen meine Wangen hinunter, was mich nur noch wütender machte. Ich wollte wegen ihm nicht weinen, er war keine meiner Gott verdammten Tränen wert. Schließlich hatte er mich verlassen! Und somit sein Versprechen gebrochen, das er mir einst gegeben hatte.
FLASHBACK:
Es war nach einem unserer ersten Interviews mit Exo-K. Als ich gerade damit beschäftigt war, mir die verlaufene Schminke aus dem Gesicht zu wischen, als ich plötzlich eine Hand auf meiner Schulter spürte. "Hey was war den los, Kleiner?", fragte mich mir eine nur zu bekannte Stimme. Auch wenn ich Kris jetzt noch nicht so lange kannte, hatte er etwas an sich, dass ihn interessant machte.
"Ähhh...", stotterte ich vor mich hin. "Egal was es ist, du kannst jederzeit zu mir kommen! Ich werde immer für dich da sein, mein kleiner Panda!". Er nahm seine Hand von meiner Schulter und ging.
Flashback Ende
Und nun war er weg! Einfach weg!
Der Schmerz war nicht mehr zu ertragen, so sprang ich vom Bett auf und lief zur nächst gelegenen Wand und begann darauf ein zu prügeln, während ich schrie und schrie und schrie. Ich bekam noch nicht einmal mit, das mir das Blut über den Handrücken lief und auf den Boden tropfte. Ich schlug einfach immer weiter auf die Wand ein.
Warum hatte er das getan? War ich etwa so unausstehlich?
Meine Gedanken wurden durch ein Klopfen an der Tür unterbrochen.
Erwartungsvoll blickte ich Richtung Tür, konnte es möglich sein? Hatte er seine Meinung geändert und er war zurückgekommen zu mir?"Tao Hyung, bist du da drinnen? Kann ich rein kommen?", fragte Sehun vorsichtig von der anderen Seite der Türe. Meine aufkeimende Hoffnung wurde nur durch einen Wimpern Schlag im Keim erstickt. Ich antwortete nicht! Mir war es egal, Sollte er doch rein kommen. Nur reden würde ich nicht mit ihm, bestimmt nicht! Schließlich war er einer der Verräter! Er hatte gewusst das mein Krisgee gehen würde und hatte mir nichts gesagt, wie der ganze Rest. Hassten sie mich alle wirklich so sehr? Was hatte ich ihnen nur getan?
"Es reicht ja schon, dass du nur existierst, du Schwuchtel!", wieder schob sich der Satz eines ehemaligen Klassenkameradens in mein Gedächtnis. Meine Trännen bgannen immer mehr zu fließen und ich schluchzte ununterbtochen.
"Man Tao, mach diese verdammte Tür auf!", ich konnte Sehuns Ungeduld deutlich aus seiner Stimme herraußhören.
Wieder ignorierte ich ihn und schlug weiter auf die Wand ein, mittlerweile lief eine schöne Blutspur den weißen Putz hinunter, ich begann unter meinen Tränen zu lachen. Es war kein normales Lachen, es war das Lachen eines psychisch Gestörten, was ich eigentlich auch war! Deshalb hatte er mich ja auch verlassen! Es wunderte mich, dass er mich nicht auch noch in eine Psychiatrie eingewiesen hatte.
"Hyung! Jetzt reichts!". Darauf folgte ein lautes Krachen. Das war jetzt nicht sein Ernst! Sehun hatte doch tatsächlich die Zimmertür eingetreten.
"Tao, es gibt...", als er jedoch die Blutspur an der Wand sah, verstummte er sofort und sah mich entgeistert an, bevor er mich in seine
Arme ziehen wollte. Doch ich wehrte mich, wobei ich ihm eine ins Gesicht schmierte. "Taoah was sollte das?", ich hörte wie verletzt er war. Doch das war mir so was von egal. Er war einer der Verräter! Mein Herz zog sich schmerzlich zusammen. Niemandem, wirklich niemandem konnte ich vertrauen! "Ahhhhh", ein gellender Schrei verließ meinen Mund. "Verdammt Tao was ist los?! Rede mit mir!", schrie mich jetzt Sehun an. "Wer sagt, das ich dir erzählen muss was los ist, du Verräter?!"; brüllte ich zurück. Sehun viel die Kinnlade nach unten:"Verrrrräter?". Seine Augen wurden riesengroß. Normalerweise konnte man ihm da nie lange böse sein, denn dies sah einfach immer mega süß aus. Doch gerade machte es mich nur noch wütender. ich merkte wie das Gefühl auf Sehun los zugehen die Oberhand ergriff. Und bevor ich eigentlich wusste, was hier gerade von statten ging, hatte ich mich bereits auf den Jüngeren geworfen und prügelte ungehalten auf ihn ein. Sehun war von der Situation so überrumpelt, dass er sich nicht einmal zur Wehr setzen konnte. Ich schlug blindlings einfach weiter auf ihn ein.
"O mein Gott Tao!", ein gelleneder Schrei zerbrach die Stille. Zwei Starke Arme packten mich umd zerrten mich von Sehun. "Bist du noch komplett bei Sinnen? Du hättest ihn umbringen Können! ", Suhos Panik war unüberhörbar. Hahaha, dass ich nicht lache! Ich hätte ihn niemals umgebracht, Sehun hatte nur das abbekommen, was er schon längst verdient hatte. Wieso machten sich alle nur um ihn sorgen? Wieso fragte keiner wie es mir gerade ging? War nicht ich der jenige, um den sich Suho sorgen machen und sich kümmern sollte?! Stattdessen ging unser Maknae wieder vor! Wie immer spielte ich nur die zweite Geige, die man mit Füßen tretten konnte. Aber hey ich habe auch noch Gefühle, nur so nebenbei.
Lay der den Schmerz in meinen Augen gesehen haben musste, von allen kannte er mich am besten, meinte nur leise zu den anderen:" Wir sollten wohl besser gehen und Tao in Ruhe lassen!". In dem Moment war ich Lay für seine ruhige Art und Menschenkenntnisse ziemlich dankbar, auch wenn er manchmal doch ein schräger Vogel sein konnte und in irgendeiner Paralletwelt lebte, die außer ihm keiner betreten kann.
Nachdem die anderen endlich das Zimmer verlassen hatten und Lay mir noch einen letzten Blick, der sagte wir reden später zugeworfen hatte, bevor er die Tür geschlossen hatte, ließ ich mich in Kris Bett fallen. Das Bett war ungemacht, als wär er gerade erst aufgestanden. Ich schloss die Augen und vor meinen Augen tauchten Bilder auf wo wir gemeinsam in diesem Bett gelegen und uns unsere eigene Fantasiewelt zusammengereimt hatten. Unwillkürlich schlich sich ein trauriges Lächeln auf mein Gesicht.
Das waren noch Zeiten! Da war alles noch ganz einfach! Und nicht so kompliziert, wie es die letzten Monate gewesen war. Kris war mir ausgewichen oder hatte mich ignoriert. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, wunderte es mich nicht, denn auch ich hatte es ihm nicht leicht gemacht, hatte ihn von mir gestoßen oder ihn nur angezickt und mich dann in meinem Zimmer eingesperrt und geweint.
Wenn man dies objektiv betrachtet war ich eindeutig selbst schuld, aber mir das einzugestehen... Nein das ging einfach nicht! Deprimiert drehte ich mich auf den Bauch und drückte mein Gesicht ins Kissen. Es roch immer noch nach ihm.
