Auf den Straßen Berlins

40 6 5
                                        

Ein fremdes Mädchen schlendert schweren Schrittes durch die Straßen Berlins. Sie ist in einen dicken Mantel gehüllt und ihr Hals wird von einem großen Wollschal gewärmt.
Auf ihrer Stirn sehe ich Sorgenfalten und ein Ausdruck der Enttäuschung.
Ich trete näher an sie heran.
Was ist der Grund ihres ernsten und traurigen Blickes?
Ihre braunen Haare werden vom Wind in ihr kindliches Gesicht geschlagen.
Es muss sich wie Peitschenhiebe anfühlen, jedoch bleibt ihre Miene ausdruckslos.
Es wird immer dunkler und immer mehr Menschen verlassen die Wege.
Nur noch die Straßenlaternen leuchten den Weg ins ungewisse.
Doch das Mädchen geht weiter, ziellos und einsam.

Plötzlich bleibt sie stehen und lächelt.
Ein ziehen macht sich in meinem Bauch breit.
Es ist ein so schönes Lachen, ihre Augen strahlen.
Ihr Gesicht ist gen Himmel gerichtet und dann, schließt sie ihre Augen.
Noch während dieses Mädchen das tat, rieselten leise weiße Flocken auf den grauen Asphalt.
Ich beobachte, wie die Straßen Berlins immer weißer werden.
Im Licht der Straßenlaternen tanzt das Mädchen.
Sie dreht sich und springt.
Das Schneetreiben wird immer mehr.
Nun erkennt man kaum noch die Straßen.
Alles Graue ist unter einer weißen Decke aus weichem Schnee verschwunden.
Die Wege scheinen nun nicht mehr leer.
Es fühlt sich an, als seien sie lebendiger denn je und dies erfüllt mein Herz mit Wärme.....

Hey, Taiares hier :)
Ich hoffe ihr versteht, was ich mit diesem Kapitel sagen möchte :)
Wenn ihr mögt, könnt ihr mir gerne Feedback dazu geben, würde mich sehr freuen! ;)

Feelings Stories to obsess over. Discover now