Ich bin im Krieg mit mir selbst und im Krieg mit mir selbst zu sein bedeutet jeden Tag meine eigenen Pläne zu durchkreuzen. Es ist als ob ich Bomben werfe und gleichzeitig versuche die Welt vor Terror zu schützen.
Wenn ich morgens aufstehe umarmt mich mein Bett mit einem festen und herrischem und doch so bequemen Griff, welcher es mir an manchen Tagen unmöglich macht aufzustehen. Ich möchte es so sehr doch ich klebe wie mit 3 Rollen Paketband fest an der Matratze.
Ich bin im Krieg mit mir selbst und im Krieg mit mir selbst zu sein bedeutet jeden Tag meine eigenen Pläne zu durchkreuzen. Es ist als ob ich etwas frei lasse, nur um es dann mit letzter Kraft wieder einzufangen.
Ich habe schon viele Berufe versucht, nur um nach 2 Wochen festzustellen keine Kraft mehr zu haben und eine Woche Pause in meinem Bett verbringen zu müssen. Ich sage mir "Du schaffst das, dieses mal wirst du es packen!" und sehe dann zu wie ich erneut scheitere.
Ich bin im Krieg mit mir selbst und im Krieg mit mir selbst zu sein bedeutet jeden Tag meine eigenen Pläne zu durchkreuzen. Es ist als ob ich etwas zerstöre um es danach wieder aufzubauen.
"Heute esse ich gesund" - meine Vorsätze Tag für Tag, werden dann doch wieder mit etwas ungesundem oder gar keinem Essen wahrgemacht. Zwischen "Bodypositive" und "Du bist so fett iss bloß nichts mehr liegen Welten, nur nicht bei mir.
Ich bin im Krieg mit mir selbst und im Krieg mit mir selbst zu sein bedeutet jeden Tag meine eigenen Pläne zu durchkreuzen. Es ist als ob ich etwas kaufe, um es wegzuwerfen.
Geburtstage, Veranstaltungen, Partys auf die ich mich wochenlang freue werden in letzter Sekunde zum schwersten und anstrengendsten Ereignis, welches ich dann mit einer Ausrede absage. Nur um dann Zuhause zu sitzen und mir die Fotos in einer dieser blöden Whatsappgruppen anzuschauen und mich zu ärgern nicht mitgegangen zu sein.
Ich bin im Krieg mit mir selbst und im Krieg mit mir selbst zu sein bedeutet jeden Tag meine eigenen Pläne zu durchkreuzen. Es ist als ob ich die Musik starte und nichts hören will.
"Mach es doch einfach", "komm aus dem Trott raus", "was ist daran so schwer?", "streng dich doch einfach an" - sind die Dinge die ich von Menschen höre die mir nahe stehen. Außenstehende benutzen oft die Worte " nett aber irgendwie komisch" oder "verantwortungslos und faul". Aber man kann es Ihnen nicht verübeln, ich meine ich weiß ja selbst nicht wie ich damit umgehen soll. Also stelle ich mir jeden Tag erneut einen Wecker in der Hoffnung am Morgen motiviert aus dem Bett zu kommen und sich auf einen weiteren Tag einzustellen. Ich bin im Krieg mit mir selbst und im Krieg mit mir selbst zu sein bedeutet jeden Tag meine eigenen Pläne zu durchkreuzen. Es ist als ob ich Bomben werfe und gleichzeitig versuche die Welt vor Terror zu schützen.
ESTÁS LEYENDO
Krieg
PoesíaIch bin im Krieg mit mir selbst und im Krieg mit mir selbst zu sein ist wie jeden Tag seine eigenen Pläne zu durchkreuzen.
