Prolog

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„Sie wollten gerade etwas über ihre Vergangenheit erzählen" ,sagte die nette, etwas korpulentere Dame von der Zeitung. Sie guckte Leraya erwartungsvoll an. „Ehm... ja, einen Moment bitte" ,sagte sie mit zitternder Stimme. Ihr fiel es immer wieder schwer über ihre Vergangenheit zu reden.

Es waren schon viele von verschiedenen Zeitungen oder von verschiedenen Nachrichten Sendungen gekommen um ihre Geschichte zu hören. Ihr wurde das langsam aber sicher alles zu viel. Ein Interview da ein Interview hier, dabei hatte sie noch keine Chance dazu sich zeit zu nehmen um das alles erst mal zu verarbeiten. Sie litt sehr unter ihrer Vergangenheit. Auch, wenn es vom Prinzip her nichts besonderes und alles größtenteils alltägliches in ihrer Wohngegend war, wollte jeder genau sie für ein interview.

Warum genau ich? Warum nehmen die nicht einfach wen anderes?

Dachte sie sich. Sie holte sich schnell ein Glas Wasser und setzte sich dann wieder zu der Dame, die sie interviewen wollte. „Was genau wollen sie denn wissen?" , fragte sie zögernd. „Am besten alles!" , schrie sie schon fast vor Vorfreude und Neugierde. Leraya lief der Schweiß über die Stirn, so schwer fiel es ihr dann doch wieder den Mund auf zu machen.

„Ist alles gut bei ihnen Frau Mijura?" ,wurde sie wieder bei ihrer Konzentration unterbrochen. „Ja, mir ist nur ein bisschen schwindelig, mehr nicht." , sagte sie leise und versuchte sich weiter zu konzentrieren. Je länger es dauerte des so ungeduldiger wurde die Dame von der Zeitung. „Wenn sie wollen verschieben wir den Termin noch einmal" , sagte sie leicht genervt.

Ich kann doch nicht nochmal den Termin verschieben... nein Leraya du reißt dich jetzt verdammt nochmal zusammen!

„Nein warten sie!"

Du brauchst einfach nur anfangen...

Leraya lief der Schweiß weiter über die Stirn. Ihre Hände wurden schwitzig und sie fing an sich unruhig auf ihrem Stuhl zu bewegen. „Hören sie, wir können den Termin wirklich nochmal verschieben. Ich hab auch nicht ewig zeit." „Geben sie mir bitte nochmal einen kleinen Moment" , flehte sie schon fasst auch wenn sie dem ganzen am liebsten entgehen würde.

Sie ging schnell raus und rauchte eine. Von ihrem Balkon aus hatte man einen super Ausblick über den kleinen Park der direkt vor ihrer Haustür war. Sie wohnte in einer kleinen 4 Zimmerwohnung im 4. Stock. Bis jetzt war sie alleine und das mit ihren fasst 20 Jahren, aber darum machte sie sich keinen Kopf. Sie beließ es einfach dabei und lies das Schicksal über ihr leben entscheiden. Als sie fertig war atmete sie nochmal tief durch und ging wieder rein.

„Okay, ich bin soweit..." ,sagte sie und in dem Moment war ihr noch nicht klar was für ein Horrortrip dieses Interview für sie wird.

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