1. Kapitel

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Paris 1870

Die Kutsche fuhr auf den Opernvorplatz ein und blieb vor dem großen Eingang der Oper stehen. Eine Familie stieg aus der Kutsche. Der Mann trug einen schwarzen, teuren Anzug und seine Frau trug ein blaues Kleid mit einem großen Hut der mit großen Pfauenfedern verziert war. Hinter ihnen stieg ein Mädchen aus. Es hatte lange gelockte braune Haare und trug ein rosé Frabenes Kleid. Auf den Armen trug sie einen kleinen Hund welcher aufgeregt durch die Gegend schaute. Er hechelte und sprang schließlich aus den Händen des Mädchens. Sie lief ihm hinterher und haste te die Treppen hinauf. Gerade als sie ihn fast erreicht hatte lief sie in eine Frau.

"Sophie! Was ist das den für ein benehmen?"
Das Mädchen blickte in die strengen Augen einer Frau mit einer genau so strengen Frisur. Ihr schwarzes Kleid lag eng an ihrem Körper und wieder richtete sie ihren strengen Blick auf das Mädchen.

"Tante, es tut mir unglaublich leid. Ich bin Marius hinterher gelaufen und..."
"Ach es ist doch alles gut..." herzlich nahm sie sie in die Arme und drückte sie fest an sich.
"Wie groß du doch geworden bist, Sophie."

Der Mann und die Frau, die Eltern von Sophie, Schlossen zu den beiden auf.
Der Mann ging freundlichst auf die beiden zu.
"Antoinette! Liebste Schwester, lass dich ansehen."
Er nahm seine Schwester in den Arm uns die Freude darüber das er sie wiedersah konnte er nicht verbergen.
"Darf ich vorstellen?"
Er deutete auf seine Gemahlin.
"Meine Frau Fantiné."
Die beiden Frauen reichten sich die Hände und lächelten einander an.
"Oh Tante du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr ich mich freue hier zu sein! Wir haben eine Einladung von den Direktoren bekommen und sie wollen mich als Sängerin!"
Ihre Tante, Madame Giry, stockte der Atem.
Ihre kleine Nichte sollte hier singen?
"Ich freue mich ebenfalls für dich meine Liebe." sagte sie mir Unbehagen in der Stimme.
"Ist alles in Ordnung Tante?"
Antoinette Giry nickte ihrer Nichte zu und sagte dann:
"Komm Sophie! Meg wartet drinnen auf dich. Sie zeigt dir dein Zimmer und erklärt dir alles weitere."
Sophie lies sich von Madame Giry in das Foyer führen wo sie Sophie Meg bekannt machte.
Dann lief sie zurück zu ihrem Bruder.
"Marc? Bist du dir sicher das du Sophie solchen Druck aussetzen willst?"
Ihr Bruder schaute sie erstaunt an.
"Druck? Sie hat zuhause Gesangsstunden vom allerbesten Lehrer bekommen und sie singt für ihr Leben gern. Was soll den da schiefgehen?"
Madame Giry hätte so gerne gesagt was alles schief gehen könnte, aber sie verkniss sich die Antwort.
"Du weißt das ich die Entscheidungen in der Erziehung alle dir überlasse aber versprecht mir auf sie aufzupassen!"
Ihr Bruder beruhigte sie.
"Antoinette...wir werden auf sie aufpassen. Ihr wird schon nichts passieren."
Noch einmal umarmte er sie um ihr die Angst zu nehmen.
"Können wir jetzt bitte hinein gehen?"
Meldete sich Fantiné zu Wort.
"Natürlich meine liebste."
Er geleitete seine Frau an der Hand die Treppe hinauf und sie verschwanden beide im inneren der Oper.
"Oh bitte! Bitte lieber Gott, bitte lass sie nicht in seine Fänge geraten. Bitte lass ihn nicht auf sie aufmerksam werden."
Mit diesen Worten lief Madame Giry ebenfalls die Treppen zur Oper hinauf.

Sophie und Meg liefen durch Die Gänge der Oper die hinter der Bühne entlang führten.
Beide verstanden sich bereits wie beste Freundinnen und tuschelten aufgeregt miteinander. Gerade als Sophie alles erzählen wollte was sie von Paris erwartete hielt Meg an.
"Das hier ist das Prima Donnen Zimmer.
Und hier wirst du wohnen. Ich hoffe es gefällt dir."
Erstaunt blickte Sophie sich im ganzen Zimmer um. Es war groß und es besaß ein großes Bett einen zweitürigen Kleiderschrank und Eine bombastische Spiegel kommode.
Sophie fühlte sich sofort wohl und ließ sich auf das Bett fallen.
"Morgen früh ist dein Vorsingen. Firmin und André sind schon sehr aufgeregt. Sie brauchen eine Sängerin um diese Saison zu überstehen. Du musst wissen um die Oper steht es nicht all zu gut."
Meg hatte Sophies Neugier geweckt.
"Wieso? Was ist den mit der Oper? Sie ist doch großartig."
"Das ist es nicht." antwortete Meg.
"Es wird gemunkelt das tief in den Katakomben ein Operngeist haust. Joseph Boquet meint er hätte den Geist zugar schon gesehen."
Sophie Überfuhr ein Schaudern. Doch dann besann sie sich wieder.
"Das ist sicherlich nur eine wilde Fantasie."behauptete sie.
"Wir alle beide wissen das es Geister nicht gibt."
Meg nickte.
"Also wie gesagt. Morgen früh musst du zeitig aufstehen. Du darfst das Vorsingen nicht verpassen!"
Meg verabschiedete sich.
Als sie den Raum verlassen wollte bemerkte sie Marius, den Hund von Sophie.
"Sophie? Marius ist noch draußen...willst du ihn nicht hinein holen?"
"Danke Meg! Ich hätte ihn fast vergessen."
Sophie sprang von ihrem Bett auf und wollte Marius hinein holen, doch der sträubte sich.
"Marius jetzt komm schon!"
Doch Marius tat nicht der gleichen.
"Was ist den los wieso willst du nicht in das Zimmer?"
Er begann jetzt zugar zu knurren.
"Also gut. Wenn du nicht rein willst dann bleibst du eben draußen!"
Sophie holte sich die Leine und band Marius vor der Tür fest.
Es war komisch. So ein Verhalten hatte er noch nie gezeigt.
Sophie schob es auf die neue Umgebung und die neuen Eindrücke.
Sie war sehr müde. Die Kutschfahrt war anstrengend gewesen und sie wollte nur ins Bett.
Sie begann sich umzuziehen und lief auf ihr Bett zu.
Doch es klopfte an der Tür.
Anscheinend war es ihr noch nicht vergönnt zu schlafen.

Die Braut des Phantoms || Phantom der Oper FanfictionGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt