Ich sitze im Garten auf der neuen Liege meiner Mutter.
Zur Zeit bin ich zu Besuch bei meinen Eltern, da ich quasi Urlaub habe. Meine Eltern wohnen in Bremen - ich in Berlin.
Ich trage ein blaugrau gestreiftes Sommerkleid und genieße die Sonne. Es sind 33 Gard heute. Viel zu warm für meinen Geschmack. Ich mag aber diese ganz besondere Luft, wenn das Moos noch feucht ist und der Wind das Salz von der Weser zu mir trägt.
Genau so ist es heute, da der Wind gut weht.
Meine Haare sind noch nicht ganz trocken, da ich eben erst kalt geduscht hatte.
Ich sitze auf der super bequemen Liege und fange an über mein Leben nachzudenken. Ich bin mit diesem super tollen Kerl nun schon seit vier Jahren zusammen.
Er ist drei Jahre älter als ich, hat diesen tollen Job und den unglaublichen Körper.
Er ist ein paar Zentimeter kleiner als ich aber das ist okay. Ich bin ja schließlich eine sehr große Frau mit meinen 175 cm. Zur Zeit vermisse ich ihn, da er in Berlin ist und ich hier.
Meine Heimat mit all ihren Geschichten. Mit all meinen Geschichten.
Ich bin 25 Jahre alt und mit 13 hatte ich meinen ersten Kuss. Ach Tom.
Wie war das damals eigentlich genau mit dir?
*******************************
Vergangenheit - in etwa das Jahr 2005
"Ne, ich möchte das nicht!", hörte ich eine Klassenkammeradin von mir sagen. Die Jungs ärgerten sie wie immer. Ich ging in die siebte Realschulklasse.
Wir standen alle auf dem Parkplatz. Es war Montag morgen und es ging auf Klassenfahrt in eine Theaterwerkstatt. Die Jungs nahmen dem Mädchen immer wieder ihr Gepäck weg. Ich stand neben Dana. Wir sollten uns gemeinsam ein Zimmer teilen die Woche.
So richtig mochte ich Dana nie aber wie es nunmal in dem Alter so war, hatte ich Stress mit meiner Clique.
"Wir sitzen doch auch nebeneinander?", fragte ich Dana. Sie schaute mich verdutzt an und entgegnete dann "Ich dachte das wäre sowieso geritzt."
Ich nickte.
Als der Bus endlich ankam, stiegen wir alle schnell ein. Die Fahrt dauerte nicht all zu lang.
Am ersten Tag ist nicht all zu viel passiert. Wir bezogen unsere Zimmer, alberten etwas herum und mussten früh ins Bett.
Dana und ich könnten diese Nacht nicht schlafen.
"Wollen wir noch zu Sören und Thomas gehen?", fragte Danach mich. Ich war einverstanden.
Also überquerten wir den Wohnflur der Mädchen und gingen dann die Treppe hinunter zu den Zimmern der Jungs.
Wir mussten absolut leise sein. Unsere Lehrerin durfte uns nicht hören.
Bei jeder Diele die einen Ton von sich gab mussten wir beide leise kichern.
Es war unglaublich aufregend.
Als wir bei dem Zimmer von Sören und Thomas ankamen, öffnete Dana die Tür ohne anzukopfen. Damit sie so wenig Lärm wie möglich verursachte.
Sie huschte als Erste durch die Tür.
Die beiden Jungs waren auch noch wach. Ich mochte beide sehr gerne. Sören kannte ich bereits seit dem Kindergarten, wodurch er für mich nicht ganz so interessant war.
Er hat auch im Kindergarten und in der Grundschule mehrere Mädchen geheiratet. Aus Spaß versteht sich.
Thomas - heute sagen alle Tom zu ihm, fand ich besser. Er hatte längere dicke Harre. Seine Haare waren braun und ich wusste er war reifer als die anderen Jungs.
Tom schaute mich an " setzt du dich zu mir?" Ich ging zu ihm und setzte mich auf sein Bett.
Dana setzte sich auf das Bett von Sören.
Dana und Sören verließen irgendwann das Zimmer. Tom und ich waren allein. Ich unterhielt mich gerne mit ihm. Er roch unglaublich gut. Er benutzt als einziger Junge in der Klasse schon Deo.
Tom war und ist heute noch einen Kopf größer als ich und Spargel dürr.
Er legte sich in sein Bett und ich legte mich daneben. Wir lagen einfach still nebeneinander, hörten den Geräuschen des Haues und unserem Atem zu.
Ich war hellwach. Ich fand es unglaublich aufregend. Ich hatte noch nie zuvor neben einem Jungen geschlafen den ich besonders mochte.
Tom roch einfach gut. Er war einer der Jungen der keine Zahnspange brauchte. Sein Lächeln war unglaublich niedlich.
Im Zimmer war es dunkel, doch da sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten konnte ich zwischendurch sein Grinsen sehen. Ich grinste auch. Ich war glücklich.
Unter der Decke nahm er meine Hand. Es fühlte sich unbeschreiblich toll an. Dieses Gefühl im Magen kannte ich noch nicht. Es kribbelte.
Seine Hand war warm und fest.
Wir drückten unsere Finger gegeneinander, mit so viel Kraft das es irgendwann weh tat.
Trotzdem fühle ich mich in diesem Moment stark.
Wir hörten Schritte auf dem Flur. Türen wurden aufgeschlagen und zu geknallt. Ich bekam angst.
Ich schaute Tom an. Er hatte auch angst. Er drückte meine Hand wieder fester.
Plötzlich wurde auch unsere Tür aufgerissen.
YOU ARE READING
The Men That I Loved
RomanceEs geht um den ersten Kuss, die erste Liebe, dass erste Mal, um Sex, Leidenschaft und Sehnsüchte die gestillt werden müssen. Bei dieser Erzählung geht es um all die Männer die man im Leben trifft und lieben lernt. Wer ist dabei Mr. Right? Manche Ka...
