Bleib Wach Teil 1

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"Vor vier Tagen befand ich mich, nach einem langen Arbeitstag am Fließband, auf dem Weg zum einzigen Einkaufszentrum meines Viertels. Da das Viertel zu Zeiten der industriellen Revolution entstanden war, reihten sich hohe Backsteinhäuserblöcke aneinander und wurden lediglich durch schmale, dunkle Gassen voneinander getrennt. Trotz der schmalen, dunklen Gassen war die Kriminalitätsrate kaum höher als in anderen Vierteln der Stadt. Ich war also auf dem Weg zum Einkaufszentrum und ging, um den Weg zu verkürzen, durch einen der Innenhöfe der Wohnblöcke. Als ich gerade den ersten Durchgang ansteuerte, packten mich von hinten auf einmal zwei paar grobe Hände, die mich mit dem Kopf voran auf den staubigen Boden warfen. Aus dem Augenwinkel sah ich eine dritte Person aus dem Schatten des Durchgangs treten. In der Hand hielt er eine schwarze Kartusche, die er, andächtig auf mich zulaufend, öffnete. Vorsichtig entnahm er dieser eine Spritze, gefüllt mit einer blauen, fluoreszierenden Flüssigkeit. Mich langsam vom Schock erholend, versuchte panisch nach Hilfe zu rufen. Doch kaum hatte ich einen Ton von mir gegeben, presste einer der mich festhaltenden Männer den Unterkiefer so rabiat gegen den Oberkiefer, dass ich verstummte und zudem meine Zunge einbiss.Während ich verängstigt und mit zublutendem Mund auf den Boden gepresst wurde, kniete sich der Mann mit der Spritze langsam neben meinen Kopf und sprach mit ruhigem, gleichmäßigen Ton "Okay. Ich weiß nicht wie du heißt. Es interessiert mich auch nicht wirklich" Er hielt mir die Spritze vor die Nase "Siehst du diese Spritze? Ist n biologischer Kampfstoff. T25-23C. Sieht schön aus, oder ? Keine Angst, es tötet dich nicht. Außer du schläfst ein. Der Virus erwacht nur, wenn du wie im Schlaf langsam und flach atmest" Kaum hatte er diese Worte diese Worte zu Ende gesprochen, stieg er über meinen Kopf, zwischen den beiden Anderen hindurch und stach mir die Spritze in mein Hinterteil. Ich merkte wie sich das Gift langsam in meinem Körper verteilte. Auf einmal wurde ich losgelassen und als ich mich aufgerappelt hatte, war von den Männer nichts zu sehen. Ich rannte durch den Durchgang hindurch und blickte die Gasse entlang, in der Hoffnung, eine Spur der drei Männer zu finden. Doch sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Langsam ging ich in den Durchgang zurück. Meine Gedanken kreisten nur um eine Sache " Ich werde sterben!". Eine Träne lief meine Wange herab. " Und ich kann nichts dagegen tun" Ich lehnte mich gegen die Durchgangsmauer und atmete tief durch "Fuck. Ich bin tot, wenn ich schlafe " Ein verzweifeltes Lachen entfuhr mir. "Ich schlaf doch jetzt schon fast ein" Ungeduldig fischte ich mein Handy aus der Hosentasche und wählte die Schnellwahlapp für meinen besten Kumpel an. Es dauerte kurz bis er antwortete " Peter ?" "Ja", antwortete er ruhig von der anderen Seite der Leitung. " Ich sterbe" "Ha-Ha. Witzig" Er glaubte mir nicht. Während ich ihm aufgedreht erzählte, was mir passiert war, dämmerte mir, dass die Geschichte zu abstrus und unglaubwürdig klang. Mitten im Satz verstummt ich " ... Ist egal. Sorry Peter, du glaubst mir so oder so nicht" "Jep. Warum erzählst du mir den Schrott dann ? Wenn du weißt, das ich sofort erkenne wenn du lügst?" " Egal. Schönen Abend noch."

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