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a tale of a runaway.

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„Ich trag meine Vergangenheit mit mir rum wie Dreck unter den Nägeln und mein Tagebuch widert mich an.
Ich zerreiss' alle Seiten und versuch zu vergessen, dass ich dich nicht vergessen kann.
Meine Gedanken häng' wie Trauerweiden in der Luft und die Schwalben fliegen wieder tief.
Dann seh ich deine Silhouette am Horizont da war das Monster, das so lange schlief..."

[Jennifer Rostock - Es tut wieder weh.]

Die London Bridge hatte schon immer etwas faszinierendes, beruhigendes, aber auch aufregendes an sich. Ich kam öfter hierher, in letzter Zeit. Zumindest seitdem ich wieder Zeit hatte. Wahrscheinlich sollte ich überhaupt nicht so viel Zeit auf einer Brücke verbringen, es ließ mich sicherlich labil wirken. Der Wind wehte seicht in mein Gesicht, ich empfand es als angenehm. Es war ein milder Nachmittag im November an welchem ich mich dazu entschlossen hatte, dass mich die Welt mal gern haben konnte. Ich wäre erfolgreicher gewesen, hätte ich an diesem Tag nicht die Entdeckung gemacht, nach der ich mich schon seit 6 Monaten sehnte.

Mein Blick hatte sich auf die Uferpassage gerichtet aus welcher eine junge Frau schritt, die ich das letzte Mal als kleines Kind gesehen habe. Mittlerweile kannte ich meine Cousine nur noch als Internetsternchen, wobei diese Bezeichnung vielleicht auch schon übertrieben war. Immerhin hatte sie es immer gewusst, wie man Aufmerksamkeit erhaschte. Ein leises Seufzen entwich meiner Kehle während ich versuchte zu erkennen, ob sie es wirklich war, weswegen ich mich gewagt weit über das Geländer lehnte. Kein Zweifel, Eleanor Calder hatte immer noch dasselbe, eigemeißelte Lächeln und diese positive Aura, die jeder sofort und bewusst wahrnahm. Ich konnte es ihr nicht verübeln, sie hatte ihren Weg gefunden. Warum war ich aber so aufgewühlt? Weil mein Leben einem Haufen Nichts gleich kam? Weil ich nichts auf die Reihe bekommen habe?

Unbewusst hatte ich meinen Blick nach unten, geradewegs auf die Wasseroberfläche gerichtet. Da war es wieder. Das Gefühl des Fallens. Es hätte so einfach sein können diesem Leid und der schmerzhaften Vergangenheit, die mich bis in die Gegenwart verfolgt hatte zu entgehen, aber an diesem Tag hatte der liebe Gott andere Pläne für mich gehabt. Mein Körper lag ruhig, unaufgeregt auf der Mauer, die mich und die Themse trennte und gerade als ich wieder darüber sinnieren wollte wie einfach es war für immer unterzutauchen, räusperte sich jemand hinter mir. „Entschuldige aber... Dinah?"

Eine vorsichtige, raue Stimme, die dort meinen Namen ausgesprochen hatte. Eine mir nur zu bekannte, aber innerlich rührte sich nichts. „Sie müssen mich verwechseln." Entgegnete ich trocken und kalt, ohne mich nach dieser Person umzudrehen. Ich wollte nicht gefunden werden, brauchte keine Hilfe von Menschen, die mein Vertrauen missbrauchten. „Du weißt ganz genau, dass das gelogen ist, wieso machst du uns andauernd nur Arbeit. Du musst nach Hause. Komm mit." Seine Hand packte mich unsanft am Handgelenk - der Moment in welchem ich die Augen schloss und mein Gewicht ganz bewusst über die schützende Mauer der London Bridge verlagerte. Doch es passierte nicht, wie ich es gewollt hatte. Ich fand mich im nächsten Moment in einem fremden Griff wieder, der mich wohl retten sollte. Das, was ich überhaupt nicht gebrauchen konnte. „Ich glaube nicht, dass sie mitkommen will und außerdem hast du keinen Grund so grob zu sein. Nicht wahr, Kyle?"

Es war das erste Mal seit 13 Jahren, dass ich diese Stimme in der Realität und nicht aus dem Fernseher vernahm. Mit allem hatte ich heute gerechnet, einem Streit, einer Versöhnung, einer Fahrt in den Freitod. Mir wurde schlecht, sobald ich einen Schritt zurückgewichen war, um in das Gesicht meines ungewollten Retters zu blicken. Hatte er unser Gespräch verfolgt? „Tomlinson, ich denke nicht, dass dich das betrifft." Kyle unterbrach meinen Gedankengang. Woher zum Teufel kannten die beiden sich? Das konnte nicht sein! Panisch schnappte ich nach Luft – wann hatte ich überhaupt aufgehört zu atmen? – ehe ich meine Hand aus Louis' Griff zog, mich abwandte und schnellen Schrittes fortging. „Dinah." Unwillkürlich verzögerte ich, als ich meinen Namen hörte. Ich war zu spät, alles würde den Bach runtergehen. Nichts würde sich ändern, indem ich stehen blieb, aber ich konnte mich nicht bewegen. Mein gesamter Körper war wie gelähmt.

„Bist du es wirklich... Dinah?" Mein Blick erhob sich und wurde von Eleanor umgehend erwidert. Ich sah den Schmerz in ihren Augen, aber ich konnte mit ihm nicht umgehen. Warum war ich umzingelt von den Menschen, die ich hasste? Warum sahen sie mich so an, warum? „Dinah, ich..." ich hob die Hand, was sie zum Schweigen bewegte. „Nicht. Versuch es nicht. Ich brauche dein Mitleid nicht. Nicht heute und auch nicht in Zukunft." Es war mir gleichgültig. 13 Jahre hatten sie sich nicht um mich geschert, damit mussten sie heute nicht anfangen. „Da das geklärt ist..." erhob Kyle das Wort, doch weit kam er nicht. „Ich werde nicht mitkommen. Fahr zur Hölle, Kyle" Er kam auf mich zu mit einem Blick, der mir nicht unbekannt war. Es war derselbe Blick wie damals, als er mir ins Gesicht gelogen hatte und es genoss, mein Leid zu sehen. Aus irgendeinem Grund stellte sich Louis zwischen unseren Augenkontakt. „Tomlinson, ich warne dich ein letztes Mal" knurrte Kyle doch Louis blieb unbeeindruckt und verharrte. Genau die Lücke, die ich gebraucht hatte. Ohne weiteres kehrte ich ihnen den Rücken zu und lief los. „Dinah, bitte!" hörte ich Eleanor, doch ich ignorierte ihren flehenden Ruf. Ich musste hier weg. Runter von der Brücke, raus aus London. „Vors...!" unsanft lief ich in jemanden rein, den ich mit zu Boden riss, aber dafür hatte ich keine Zeit. „Tut mir leid.." meine Stimme zitterte, doch ich blieb nicht stehen. Alles was ich wollte, war laufen. Dass allerdings diese Person, der ich keine nähere Beachtung geschenkt hatte, wieder entscheidend in meinem Leben auftauchen würde, ahnte ich noch nicht.

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Hallo ihr lieben! Vielen Dank erst einmal dafür, dass ihr diese FF überhaupt angeklickt habt. Ich habe etwas Zeit benötigt, aber gute Dinge brauchen halt auch Zeit. Ich möchte an dieser Stelle direkt anmerken, dass ich noch nicht viel Erfahrung im Schreiben habe, seid also bitte gnädig mit mir. Desweiteren habe ich mit dieser Geschichte nicht nur meine erste, richtige Story auf Wattpad veröffentlicht. Es hängt ziemlich viel Zeug aus meiner privaten Kiste mit drin, weswegen mir die Story schon jetzt viel bedeutet. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind immer gerne gesehen. Ich hoffe euch wird die Story gefallen. Wie groß die Kapitel immer ausfallen werden ist nicht gewiss. Nochmals vielen Dank für's reinschauen.

VeeRose_







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⏰ Terakhir diperbarui: Jul 02, 2017 ⏰

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