Was wäre, wenn? Ist das nicht eine Frage, die sich jeder schon gestellt hat? Und sie ist berechtigt. Was wäre passiert, wenn sich deine Eltern nie kennengelernt hätten? Wärst du das Kind deiner Mutter, in einem anderem Körper? Was wäre, wenn du gestern raus gegangen wärst, in den Wald nebenan, hättest du eine Person kennengelernt, die dein Leben verändert hätte? Was wäre, wenn du die Chance ergriffen hättest, wäre dein Leben jetzt besser? Jeden Tag gehen mir diese Fragen durch den Kopf. Was wäre, wenn du nicht ins Kino gewollt hättest, am 24. Februar. Wäre er jetzt noch am Leben? Ist es deine Schuld, dass er gestorben ist?
Ich stand vor Simon und bettelte immer und immer wieder. „ Bitte, Bitte, Bitte!" Mit dem besten Hundeblick den ich drauf hatte sah ich ihn an und endlich gab er nach. „ Na gut, aber nur, wenn du das Essen bezahlst." Freudig klatschte ich in die Hände „ Ja, kann ich machen." Mit einem Grinsen auf den Lippen greife ich mir meine Chucks und ziehe diese an. Kurz darauf sitzen wir auch schon in seinem Opel Corsa, welchen ich liebe. Das Radio dreht er voll auf und mir schallt Arlandria von Foo Fighters entgegen. Freudig singe ich mit, was Simon zum Schmunzeln bringt. Meine Füsse liegen auf dem Armaturenbrett, meine Augen sind geschlossen.
Das laute „ Fuck" neben mir übertönt sogar die Musik. Schnell nehme ich die Füsse runter und öffne die Augen. Jetzt sehe ich, was Simon zum Fluchen gebracht hat. Eine Strassenbahn brettert die Schienen entlang und kippt seitlich um. „ Fuck" bringe ich erstickt herraus, als ich bemerke, dass wir nicht mehr schnell genug wegkommen. Wieder schliesse ich die Augen. Die Tränen brennen unter meinen Augenlidern.
Als ich das nächste Mal meine Augen öffne, sehe ich neben mir einen verdrehten Körper, das Gesicht vollständig von dem Airbag verdeckt. Etwas nasses läuft mir über die Wangen und als ich den Arm hebe, um zu gucken was es ist, schiesst mir ein stechender Schmerz durch das Handgelenk. trotz allem schaffe ich es irgendwie mich abzuschnallen und aus dem Auto auszusteigen. Die Frontscheibe ist zertrümmert. Sobald ich merke, wer da neben mir lag, knicken die Beine unter mir Weg. Simon. Um mich herrum stehen Leute und gaffen. „ Ruft doch den Krankenwagen" rufe ich mit heiserer Stimme. Mit letzter Kraft stehe ich auf und sehe auf die Bahn, unter der mein bester Freund liegt. „ Nein" schluchze ich „ Nein, nein, nein" meine Füsse knicken unter mir fast weg, als ich in den Wagen klettere und versuche Simon aus dem Wagen zu ziehen. Das hinter mir Sirenen ertönen kriege ich nicht mit. Arme legen sich von hinten umm mich und ich werde weg von dem leblosen Körper gezogen. „ Lasst mich los, ihr scheiss Penner" rufe ich „ Mein Freund ist da noch drin" . Mit voller Wucht, was in dem Moment wahrscheinlich nicht allzuviel war, stossse ich der Person hinter mir den Fuss gegen das Bein, was diese aber reichlich wenig zu interessieren scheint. „ Beruhigen sie sich" sagt eine Männerstimme, als ich auf eine Liege gelegt werde. „ Mein bester Freund liegt in dem scheiss Auto und ihnen fällt nichts besseres ein, als beruhigen sie sich?" meine Hals tut weh und nur mit Mühe kriege ich die Worte raus. Die Liege wird in einen Krankenwagen geschoben und um mich herrum schwirren zwei Ärzte „ Mit mir ist alles gut, sehen sie?" Ich zappel herrum und deute auf den Wagen „ Ich weiss nicht wie oft ich das noch wiederholen soll, mein Freund liegt unter dieser Scheiss Bahn, wie wäre es mal damit den rauszuholen?" wehre ich mich und versuche von der Liege aufzuspringen, werde jedoch von einer Schwester zurück gedrückt. „ Wir kümmern uns jetzt um Sie." mit einer beruhigenden Stimme. „ Verdammte Scheisse, warum haben sie diesen Beruf überhaupt bekommen, wenn sie nichts im Kopf haben. Mir geht es super. Alles paletti" sage ich trotzig, die Schmerzen am ganzen Körper ignorierend.
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Hallöchen, ich hoffe, dass euch dieses Kapitel gefallen hat! Ich werde versuchen mind. einmal wöchentlich zu updaten.
Lg PsychoPelly
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Oceane
Mystery / ThrillerWas wäre, wenn? Ist das nicht eine Frage, die sich jeder schon gestellt hat? Und sie ist berechtigt. Was wäre passiert, wenn sich deine Eltern nie kennengelernt hätten? Wärst du das Kind deiner Mutter, in einem anderem Körper? Was wäre, wenn du gest...
