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Prolog

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Giratina betrat den Thronsaal. Arceus hatte ihn rufen lassen. Der junge Ritter wusste jedoch nicht wieso. Er war gerade dabei gewesen einen weiteren Aufstand gegen die Herrschaft Arceus' anzuzetteln, als seine Schwester Palkia ihm gesagt hatte, dass Arceus ihn sprechen wolle. Nun stand er vor dem massiven Eichenholztor, das zu Arceus' Thronsaal führte. Er überlegte gerade, ob er nicht einfach verduften sollte, aber da schwangen die riesigen Türen plötzlich auf und eine Stimme meldete sich in seinem Kopf: Denk nicht einmal daran, dich vor einer Konversation mit mir zu drücken, Giratina."

Der junge Ritter begann zu zittern. Woher wusste Arceus, dass er sich vor dem jetzigen Geschehen drücken wollte. Er trat zögernd in den riesigen Raum ein und blieb stehen. "Komm näher," befahl ihm die Stimme seines Vaters. Die weiten Hallen und hohen Mauern des Schlosses ließen seine tiefe Stimme in einem Echo widerhallen.

Giratina ging zitternd auf den Thron seines Vaters zu. "Du w-wolltest mich sp-sprechen Vater," der Jüngling hatte sich vorgenommen in der Gegenwart seines Vaters nicht ängstlich zu klingen, da er Feiglinge verabscheute, aber es hatte nicht geklappt. Giratina fragte sich, was sein Vater wohl mit ihm vorhatte. Ob es wohl mit den Aufständen zu tun hatte? Giratina hielt das für unmöglich. Es sei denn irgendjemand hatte ihn beobachtet und ihm davon berichtet.

"Ich hoffe du weißt, weshalb ich dich, meinen Sohn, hierher bestellt habe, Giratina?," fragte der König. "N-nein," stotterte dieser und senkte den Blick. "Nun gut," er verschrenkte die Arme und stand auf," dann will ich es dir erläutern." Eine aufkommende Windbö ließ den weißen Umgang seines Vaters flattern, als dieser auf seinen Sohn zuschritt. Die Ringe hinter seinem Rücken begannen in einem tiefen Rot zu leuchten. Giratina wusste, dass sein Vater gerade seinen Typ gewechselt hatte.

Aber das schlimmste war, dass Arceus von den Aufständen wusste. Nur war die Frage, woher? "Ich habe einen anonymen Hinweis erhalten, dass am Königshof und im Dorf Gerüchte kursieren, dass der Sohn des Königs einige Aufstände gegen die Herrschaft seines Vaters plant und plante. Sag mir Giratina, entspricht das der Wahrheit?" "Nein, wer besitzt die Dreistigkeit so etwas zu behaupten!," sprach der junge Ritter mit fester Stimme," was hätte ich für einen Grund dies zu tun, Vater?!" Insgeheim hielt sich Giratina für einen besseren Herrscher als seinen Vater. Aber die Bediensteten und anderen Ritter seines Vaters wollten ihm nicht glauben. Einzig und allein seine Angehörigen hielten es für besser, dass er das Königreich regieren sollte.

Giratina grinste in sich hinein. Schon bald würde es auch so sein. "Wer war dieser Jemand, der das behauptete?," fragte er. "Dialga hat mir davon berichtet, dass sie dich gesehen haben soll, wie du mit Leuten aus dem Exil Pläne geschmiedet haben sollst." Giratina biss die Zähne zusammen. Dialga hatte ihn gesehen, das ist alles andere als gut. "Hat sie denn Beweise dafür," wollte der Prinz wissen. Arceus schnippste mit den Fingern und sofort betrat Dialga gefolgt von einem anderen Mädchen den Raum. Giratina blieb die Luft weg, als er Snibunna sah. Man hatte sie allem Anschein nach gefoltert. Sie zitterte und konnte sich kaum auf den Beinen halten.

"So sprich nun, Verbannte!," forderte sie der König auf. Snibunna zuckte bei seiner Stimme zusammen, aber sie blieb stumm. Stattdessen funkelte sie Arceus aus zusammengekniffenen Augen an. "Ich werde gar nichts tun, Abschaum!," keifte sie. "Wie kannst du es wagen, so mit deinem König zu reden!," knurrte Dialga und trat ihr in die Seite. Snibunna wimmerte nur und warf Giratina flehende Blicke zu.

Er musste sich entscheiden. Entweder er riskierte seine Ehre, oder er verlor das Mädchen, das er liebte. "Also Verbannte, was hast du zu sagen!," wiederholte Arceus seine Aufforderung. Verbannte, er hasste dieses Wort. Niemand hatte es verdient, so behandelt zu werden. "Sie hat auch einen Namen!," rutschte es ihm heraus. Sofort hielt er sich den Mund zu. Dialga sah sie ihn überrascht an. "So?," fragte sein Vater," wie kommt jemand wie du, der Sohn des Königs, darauf, sich mit Verbannten zu treffen?" Schon wieder dieses Wort.

Verbannte. "Wie heißt sie?!," verlangte Dialga zu wissen. "Snibunna," antwortete er kleinlaut. "Beantworte meine Frage, Sohn!," rief Arceus erbost und schlug mit seiner Faust gegen eine Säule. Diese brach sofort zusammen. Snibunna riss entsetzt ihre Augen auf, als sie die geballte Wut in Arceus Augen sah. "Hast du etwas zu diesen Anschuldigungen zu sagen?," fragte er erneut.

Sein Vater und seine Schwester hatten das Fass zum Überlaufen gebracht. Er ballte die Hände zu Fäusten und grinste wieder. Dann begann er teuflisch zu lachen. "Ja Vater, das habe ich. Diese Leute," er deutete auf Snibunna," erkennen mein Potenzial als Herrscher dieses Königreichs an, aber du, du verweigerst mir, dem Erstgeborenen Sohn deiner Ahnenslinie, den Thron und gibst ihm Palkia!" Seine Augen begannen ebenfalls rot zu glühen.

Dialga wich zurück. Sie hatte ihren Bruder noch nie so gesehen wie jetzt. "Dann weißt du, was das zu bedeuten hat?" Giratina war sich den Folgen wegen des Hochverrates durchaus bewusst. Er kicherte nur diabolisch. "Ja." "Für deinen Hochverrat sollte man dich hängen, Giratina!," knurrte Dialga," aber Vater hat etwas anderes mit dir vor!"

"Du hast mit deiner Rebellion nicht nur unsere Welt in Gefahr gebracht, sondern auch die der Menschen. Im Namen des Gottes Esthete verbanne ich dich und dein Gefolge in die Zerrwelt!"

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